Cupra Born (2025): Übersicht mit allen Daten und Preisen
Spanisches Äquivalent zum VW ID.3 liegt derzeit auf Platz 5 der deutschen Elektroauto-Verkäufe
Update: Inzwischen wurde ein Facelift des Cupra Born mit technischen Änderungen angekündigt.
In der Liste der meistverkauften Elektroautos Deutschlands erscheint der Cupra Born derzeit auf einem bemerkenswerten Platz 5 (Januar bis Oktober 2024). Benannt nach einem Stadtviertel von Barcelona, ist der Wagen seit Anfang 2022 auf dem Markt – er startete also wesentlich später als der technisch ähnliche VW ID.3, der schon seit Sommer 2020 ausgeliefert wird.
Der Born war das erste Elektroauto der Marke; 2023 kam mit dem Tavascan ein Äquivalent zum VW ID.5 hinzu und für 2025 ist der Raval angekündigt, ein kleiner Bruder des Born.
Antriebe und Akkus
Technisch basiert der Cupra Born auf dem Modularen Elektrobaukasten (MEB). Die Modellpalette unterscheidet sich deutlich vom ID.3. Bis vor Kurzem wurden im Born die mittelgroße MEB-Batterie mit 58 kWh und die große 77-kWh-Batterie angeboten. Doch im Sommer 2024 schwenkte Cupra auf 60, 77 und 79 kWh um. Der neue 60-kWh-Akku feierte im Born Konzernpremiere. Wie beim ID.3 gibt es keinen Allradantrieb, sondern ausschließlich Heckantriebe, und zwar wahlweise mit 170 oder 240 kW:
| Born 170 kW 60 kWh | Born 170 kW 77 kWh | Born VZ | |
| Antrieb | RWD 170 kW, 310 Nm | RWD 170 kW, 310 Nm | RWD 240 kW, 545 Nm |
| 0-100 km/h / Spitze | 6,7 Sek. / 160 km/h | 7,1 Sek. / 160 km/h | 5,6 Sek. / 200 km/h |
| WLTP-Verbrauch | 15,6-17,6 kWh | 15,8-17,8 kWh | 14,9-16,7 kWh |
| Akku netto/brutto | 60 / 63 kWh | 77 / 82 kWh | 79 / 84 kWh |
| WLTP-Reichweite | 379-427 km | 491-556 km | 530-597 km |
| Max. Ladeleistung AC/DC | 11/165 kW | 11/175 kW | 11/185 kW |
| DC-Ladedauer 10-80% | 24 min | 28 min | 26 min |
| DC-Ladegeschwind. | 1,8 kWh/min | 1,9 kWh/min | 2,1 kWh/min |
| Reichweite-Nachladen | 11,1-12,5 km/min | 12,3-13,9 km/min | 14,3-16,1 km/min |
| Basispreis | 41.450 Euro | 47.250 Euro | 52.770 Euro |
Bei den 170-kW-Motoren dürfte es sich um den alten Heckmotor APP310 handeln, wie man am Drehmoment erkennt. Das Topmodell besitzt dagegen den neuen APP550. Der neue Antrieb bietet deutlich bessere Fahrleistungen, und trotzdem ist der Verbrauch niedriger. So ist die 210-kW-Version auch die reichweitenstärkste. Die Topversion mit dem 79-kWh-Akku lädt auch am schnellsten, nämlich mit beachtlichen 2,1 kWh/min. Auch beim Reichweite-Nachladen ist die VZ-Version mit rund 14 bis 16 Kilometern pro Minute Ladezeit am flinksten. Apropos Laden: Der Cupra Born unterstützt Plug & Charge.
Preise und Ausstattung
Die Preise für den Cupra Born beginnen bei rund 41.000 Euro. Die Serienausstattung ist sportlich akzentuiert. Dazu gehören LED-Licht, 19-Zoll-Aluräder, ein 5,3-Zoll-Instrumentendisplay, ein 12,9-Zoll-Touchscreen, Zweizonen-Klimaautomatik, Sportsitze, Sportlenkrad mit Boost-Aktivator, Sportpedale in Alu-Optik, Progressivlenkung und Parkpiepser vorn und hinten. Ein Navigationssystem dagegen kostet Aufpreis, genauso wie Wärmepumpe und Sitzheizung.
Die Topversion VZ hat serienmäßig nur vier Sitze und eine mittlere Armlehne hinten. Man bekommt aber ohne Aufpreis eine fünfsitzige Version. Zudem hat diese Variante Wippen zur Einstellung der Rekuperation, eine Sitzheizung sowie adaptive Dämpfer (DCC).
Außerdem kann man ein Head-up-Display, ein Glasdach, ein schlüsselloses Zugangssystem und ein Audiosystem von Beats ordern. Zudem gibt es diverse Technik-Pakete; empfehlenswert ist das Pilot M Pack mit Navi, Abstandstempomat (ACC), Verkehrszeichenerkennung, Rückfahrkamera und Fernlichtassistent für 1.520 Euro. Die Farbauswahl beschränkt sich auf fünf Lackierungen, davon vier in Weiß, Grau oder Silber. Einzige wirkliche Farbe ist Aurora Blue.
Konkurrenz und Test
Zu den wichtigsten Konkurrenten des Cupra Born gehören der VW ID.3, der Renault Megane, der MG4 Electric, der Volvo EX30 und der BYD Dolphin. Mit dem starken Born VZ kann am ehesten der EX30 (mit 200-kW-Heckantrieb oder 315-kW-Allrad) mithalten, oder der MG4 Electric XPower mit 320-kW-Allradsystem.
Anfang 2022 haben wir den Cupra Born in der Basisversion mit der kleinen Batterie und 150-kW-Antrieb getestet. Unserem Testfahrer war die Reichweite zu gering, da sich die offiziellen 424 km im Winter deutlich verringern. Negativ fiel auch auf, dass man die Rekuperation nur über die Aktivierung des B-Modus verstärken kann, und dass sie auch dann recht schwach bleibt.
Weitere Kritikpunkte waren die schlechte Bedienung und die aufpreispflichtige Wärmepumpe. Die Lenkung ist jedoch direkt und der Fahrkomfort trotz 20-Zoll-Felgen auf dem Testwagen ausreichend. Mit einem Hyundai/Kia oder dem Basismodell des Tesla Model 3 ist man jedoch insgesamt besser beraten, so unser Tester.
Technische Daten des Cupra Born
- Heckantrieb mit Permanentmagnet-Synchronmotor (PSM)
- Antriebsleistung / Drehmoment: 170 oder 240 kW / 310 bzw. 545 Nm
- 0-100 km/h / Höchstgeschwindigkeit: 7,1-5,6 Sek. / 160 km/h
- WLTP-Stromverbrauch: 14,9-17,8 kWh/100 km
- Akku / WLTP-Reichweite: 60, 77 oder 79 kWh netto / 379-597 km
- Ladeleistung: bis 11 kW AC, bis 165, 175 oder 185 kW mit DC
- DC-Ladedauer (10-80%): 24-28 min
- Maße: 4.324 mm Länge / 1.809 mm Breite / 1.540 mm Höhe / 2.766 mm Radstand
- Basispreis: 41.450 Euro
(Aktualisiert am 15. November 2024)
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