Skoda Elroq (2025): Jetzt auch als Elroq RS für 53.050 Euro
Alles zum Kompakt-SUV des Modelljahres 2025
Der neue Skoda Elroq ist der kleine Bruder des Enyaq; mit dem Kia EV3 gehört er wohl derzeit zu den interessantesten Kompakt-SUVs mit Elektroantrieb. Vier Motorisierungen sind verfügbar, darunter nun auch das Topmodell RS mit Allradantrieb.
Technisch unterscheidet sich der Elroq nicht sehr stark vom Enyaq. Als Plattform dient hier wie dort der Modulare Elektrobaukasten (MEB). Konfigurierbar ist das Auto bereits seit November 2024, die ersten Fahrzeuge wurden aber erst im Januar 2025 zugelassen.
Maße und Exterieur
Vergleicht man das kleinere mit dem größeren Modell, ist der Elroq bei Preis, Reichweite und Verbrauch besser, der Enyaq beim Kofferraum. Das Innenraumangebot dürfte ähnlich sein, denn der Radstand ist praktisch identisch. Durch kleinere Überhänge ist der Elroq aber 16 cm kürzer; er misst 4,49 Meter. Hier ein Größenvergleich:
| Länge | Breite | Höhe | Radstand | Kofferraum | |
| Elroq | 4.488 mm | 1.884 mm | 1.625 mm | 2.765 mm | 470-1.580 Liter |
| Enyaq | 4.649 mm | 1.879 mm | 1.619-1.621 mm | 2.764-2.772 mm | 585-1.710 Liter |
Was die Optik angeht, so entspricht der Elroq als erstes Skoda-Modell dem neuen "Modern Solid"-Design. Im Unterschied zum Enyaq entfällt hier der Grill zugunsten einer schwarzen Blende, die optional mit feinen weißen Licht-Strichelchen illuminiert wird (wie bei der First Edition). Außerdem gibt es den sportlich akzentuierten Sportline.
Antriebe und Akkus
Vier Motorisierungen waren angekündigt, darunter auch ein Elroq 85X (Pressemeldung vom 1. Oktober als PDF), der jedoch nie auf den Markt kam. Stattdessen ist seit Mitte April 2025 die Topvariante RS bestellbar.
Von den vier Motorisierungen haben der Elroq 50 und der Elroq 60 noch die alte APP310-Maschine, während der Elroq 85 und der RS mit dem neuen APP550-Motor ausgerüstet werden. Letzterer ist trotz der hohen Leistung von 210 kW sehr sparsam, sodass die Verbräuche kaum höher sind als bei den Einstiegsversionen. Beim RS, dem einzigen Allradler, kommt wohl wie im MEB-Baukasten üblich, zu der 210-kW-Permanentmagnet-Maschine im Heck noch die 80-kW-Asynchronmaschine von Magna hinzu, die stromlos geschaltet wird, wenn nicht die volle Power benötigt wird.
| (Skoda Elroq 50) | (Skoda Elroq 60) | Skoda Elroq 85 | Skoda Elroq RS | |
| Antrieb | RWD 125 kW | RWD 150 kW | RWD 210 kW | AWD 250 kW |
| Drehmoment | 310 Nm | 310 Nm | 545 Nm | 180+545 Nm? |
| 0-100 km/h | 9,0 Sek. | 8,0 Sek. | 6,6 Sek. | 5,4 Sek. |
| Höchstgeschwind. | 160 km/h | 160 km/h | 180 km/h | 180 km/h |
| WLTP-Verbrauch | 15,7-17,1 kWh | 15,8-17,3 kWh | 15,2-16,4 kWh | 16,4-17,2 kWh |
| Akku netto / brutto | 52 / 55 kWh | 59 / 63 kWh | 77 / 82 kWh | 79 / 84 kWh |
| WLTP-Reichweite | 350-377 km | 395-428 km | 531-573 km | 523-547 km |
| Max. Anhängelast | 1.200 kg | 1.200 kg | 1.000 kg | 1.800 kg |
| Basispreis | (33.900 Euro) | (38.400 Euro) | 44.180 Euro | 53.050 Euro |
Normalerweise erfolgt die Rekuperation adaptiv, das heißt, wenn man das Gas wegnimmt, wird automatisch so stark verzögert, wie es in der aktuellen Situation passt. Wenn der Vordermann langsamer ist, wird also stärker verzögert, und zwar auch, wenn der Abstandstempomat (ACC) deaktiviert ist. Mit den optionalen Lenkradwippen kann man aber eingreifen. Nach unseren Erkenntnissen beim Test des Elroq bleibt die Einstellung aber nur im Sport-Modus erhalten, ansonsten befindet man sich nach dem nächsten Gasgeben wieder im Standardmodus.
Die Akkus sind von den anderen MEB-Modellen bekannt. So wird die kleinste Version mit 52 kWh netto auch im Audi Q4 35 e-tron, VW ID.3, ID.5 und ID.5 Pure verbaut. Akkus mit 59 oder 60 kWh werden auch im VW ID.3 Pro und im Cupra Born angeboten, und die 77-kWh-Batterie wird in zahlreichen Konzernmodellen genutzt. Die neueste Batterie ist der 79-kWh-Akku, der auch im ID.3 GTX und ID. Buzz Pure eingesetzt wird. Hier finden Sie eine Übersicht über die MEB-Batterien.
| Skoda Elroq 50 | Skoda Elroq 60 | Skoda Elroq 85 | Skoda Elroq RS | |
| Max. Ladeleistung AC/DC | 11/145 kW | 11/165 kW | 11/175 kW | 11/185 kW |
| DC-Ladedauer (10-80%) | 25 min | 24 min | 28 min | 26 min |
| Ladegeschwindigkeit | 1,5 kWh/min | 1,7 kWh/min | 1,9 kWh/min | 2,1 kWh/min |
| Reichweite-Nachladen | bis 10,6 km/min | bis 12,5 km/min | bis 14,3 km/min | bis 14,7 km/min |
Interieur
Im Cockpit wurde wenig gegenüber dem Enyaq verändert. Hier wie dort gibt es ein 5-Zoll-Instrumentendisplay und einen 13-Zoll-Touchscreen, optional ist ein Head-up-Display (HUD) verfügbar. Lenkradwippen zum Einstellen der Rekuperation gibt es bei beiden Fahrzeugen nur optional.
Beim Elroq werden sie ab der 85er-Version offeriert, und zwar für 960 Euro zusammen mit adaptiven Dämpfern und Progressivlenkung. Um sie im Enyaq zu bekommen, muss man sogar das 3.390 Euro teure Clever-Paket ordern.
Die Rücksitze lassen sich beim Elroq wie beim Enyaq nur im Verhältnis 40:60 umklappen, bei den höheren Versionen gibt es zudem eine Durchladeeinrichtung.
Zur Serienausstattung des Elroq gehören 19-Zoll-Stahlfelgen, LED-Licht, eine Klimaautomatik, elektrisch einstell-, beheiz- und anklappbare Außenspiegel, elektrische Fensterheber rundum, Licht- und Regensensor, Rückfahrkamera, Parkpiepser hinten, Tempomat, Spurhalteassistent. Für eine Wärmepumpe zahlt man 1.080 Euro Aufpreis, Sitzheizung und Navi gibt es im Smart-Paket für 1.510 Euro.
Konkurrenten und Test
Zu den Konkurrenten des Elroq gehören die etwa gleich großen Modelle Ford Explorer, Renault Scenic Electric und BMW iX1, etwas kleiner sind der 4,30 m lange Kia EV3 und der 4,36 m lange Hyundai Kona Elektro. Wenn es ein wenig größer sein darf, bieten sich der Peugeot E-3008 (4,54 m) und der VW ID.4 (4,58 m) an.
Wir haben schon einen Konkurrenzvergleich für den Elroq 50 und 85 erstellt. Danach ist der Elroq 50 etwas günstiger als der EV3 und lädt schneller, hat aber weniger Reichweite und schlechtere Fahrleistungen. Der Elroq 85 ist im Vergleich zu einem äquivalenten Ford Explorer über 6.000 Euro günstiger, ohne dass er erkennbare Schwächen bei der "Papierform" zeigt; auch der Kofferraum ist beim Elroq größer.
Außerdem haben wir den Elroq 85 ausführlich mit dem EV3 Long Range verglichen. Zudem haben wir die Ergebnisse eines Vergleichstests mit dem Aceman und dem EV3 veröffentlicht. Unserem Test des Elroq 85 können Sie auch entnehmen, wie sich die Rekuperationseinstellungen auswirken – das ist nämlich etwas kompliziert.
Bildergalerie: Skoda Elroq (2025)
Technische Daten des Skoda Elroq
- Heckantrieb mit PSM, beim Allradler zusätzlich ASM vorne
- Systemleistung: 125, 150, 210 oder 250 kW
- Drehmoment: 310, 545 bzw. 180 & 545 Nm
- 0-100 km/h / Höchstgeschwindigkeit: 9,0-5,4 Sek. / 160 bzw. 180 km/h
- WLTP-Stromverbrauch: 15,2-17,3 kWh/100 km
- Akku netto / WLTP-Reichweite: 52, 59, 77 oder 79 kWh / 350-580 km
- Max. Ladeleistung: 11 kW mit AC, 145, 165, 175 oder 185 kW mit DC
- Maße: 4.488 mm Länge / 1.884 mm Breite / 1.625 mm Höhe / 2.765 mm Radstand
- Kofferraum: 470-1.580 Liter
- Max. Anhängelast: 1.000 bzw. 1.800 kg (12%, gebremst)
(Letzte Änderung am 20. März 2026: Preis Elroq 85 aktualisiert, Anhängelasten aktualisiert)
Quelle: Konfigurator, Elroq-Preisliste (PDF), Skoda (150 kW)
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