Skoda Epiq (2026): Produktion in Pamplona gestartet
Dort läuft er bald mit dem VW ID. Cross vom Band
Im spanischen Werk der Volkswagen Navarra in Pamplona ist die Serienproduktion des Skoda Epiq offiziell angelaufen. Bei diesem Fahrzeug handelt es sich um das bislang erschwinglichste vollelektrische Einstiegsmodell der Marke. Die Markteinführung und der damit verbundene Produktionsstart markieren zudem einen wichtigen strategischen Schritt innerhalb des Volkswagen-Konzerns.
Der Epiq ist Teil der sogenannten "Electric Urban Car Family" der Markengruppe Core (Brand Group Core, BGC), zu der neben Skoda auch die Marken Volkswagen und Cupra gehören. Durch die Konzentration der Fertigung aller vier geplanten Einstiegs-Elektromodelle in spanischen Werken werden signifikante Synergien innerhalb des Konzernverbunds genutzt. Raval und ID. Polo werden allerdings im Seat-Werk in Martorell gebaut.
Bildergalerie: Produktion des Skoda Epiq (2026) beginnt in Pamplona
Für Skoda bedeutet die Verlagerung der Produktion nach Südeuropa ein Novum: Nach der aktuellen Generation des Flaggschiffs Superb ist der Epiq das zweite aktuelle Modell für den europäischen Markt, das außerhalb der tschechischen Stammwerke gebaut wird – und das erste Fahrzeug der Unternehmensgeschichte überhaupt, das in Spanien vom Band läuft. Diese Strategie ermöglicht es dem Automobilhersteller, die eigenen Produktionskapazitäten in den tschechischen Werken für andere, stark nachgefragte Modelle freizuhalten und flexibel auf Marktveränderungen zu reagieren.
Klaus Zellmer, Vorstandsvorsitzender von Skoda Auto, betont die historische Dimension dieses Schrittes. Dank der gemeinsamen Kraft der Markengruppe Core könne man Elektromobilität nun noch zugänglicher machen. Das Fahrzeug stehe für ein hervorragendes Preis-Leistungs-Verhältnis und sei konsequent für die Anforderungen des Alltags entwickelt worden. Laut Zellmer belegen die jüngsten Verkaufserfolge der Modelle Enyaq und Elroq, dass zukunftsweisende Technologie in Europa bezahlbar und gleichzeitig inspirierend sein kann.
Produktion des Skoda Epiq (2026) beginnt in Pamplona
Auch Andreas Dick, Skoda-Vorstand für Produktion und Logistik, hebt die Vorteile des flexiblen Produktionsnetzwerks hervor. Die effiziente Auslastungssteuerung innerhalb des Volkswagen Konzerns unterstütze den Hochlauf wichtiger Elektromodelle, während gleichzeitig eine hohe Fertigungsqualität und wettbewerbsfähige Kostenstrukturen garantiert werden.
Das Werk in Pamplona, das 1965 gegründet wurde und seit 1984 zum Volkswagen Konzern gehört, bietet dafür optimale Voraussetzungen. Mit fast 5.000 Beschäftigten und einer Tagesleistung von über 1.400 Fahrzeugen hat der Standort bereits mehr als zehn Millionen Autos produziert. Bislang wurden dort die Verbrennermodelle Taigo und T-Cross gefertigt.
Nun wird die Fertigungslinie so angepasst, dass sowohl Verbrennungsmotoren als auch reine Elektrofahrzeuge flexibel auf demselben Band montiert werden können. Neben dem Skoda Epiq soll dort in Kürze auch der Volkswagen ID. Cross produziert werden.
Der Skoda Epiq, der seine Weltpremiere im Mai in Zürich feierte, soll zu einem Einstiegspreis von rund 26.000 Euro auf den Markt kommen. Trotz kompakter Außenmaße bietet das Fahrzeug dank der neuen MEB+-Plattform einen großzügigen Innenraum und setzt als erstes Modell der Marke die neue Designlinie "Modern Solid" vollständig um.
Technisch stehen den Kunden verschiedene Batteriegrößen und Leistungsstufen von 85 bis 155 kW sowie eine maximale Reichweite von rund 440 Kilometern zur Verfügung. Zusammen mit dem ebenfalls erwarteten Modell Peaq wird der Epiq im Laufe des Jahres 2026 maßgeblich dazu beitragen, das rein elektrische Portfolio von Skoda zu verdoppeln.
Bildergalerie: Skoda Epiq (2026)
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