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Mercedes EQA: Basisversion 250 mit kleinem Akku entfallen

Basispreis steigt nur moderat auf 45.933 Euro

Mercedes EQA (2023)
Bild von: Mercedes-Benz

Rund 11.500 Exemplare vom EQA wurden im vergangenen Jahr in Deutschland verkauft; damit war das Auto das meistgekaufte Elektroauto von Mercedes. Das 4,46 Meter lange Kompakt-SUV gab es bisher in vier Motorisierungen, darunter zwei Fronttriebler und zwei Allradler. Nun entfiel mit der Basisversion EQA 250 eine dieser Versionen. Das ist dem Konfigurator zu entnehmen; zuerst fiel das der Mercedes-Fan-Site JesMB auf. 

Durch den Wegfall der Einstiegsversion 250 erhöht sich der Basispreis des Mercedes EQA. Aber weniger, als man fürchten könnte, denn Mercedes hat gleichzeitig den Preis für den 250+ gesenkt. Für den 250er wurden bisher mit Herstellerrabatt 45.192 Euro verlangt, der Listenpreis lag bei 50.777 Euro. Dafür bekam man einen 140-kW-Frontantrieb sowie einen Akku mit 66,5 kWh netto für 526 Kilometer WLTP-Reichweite. Die nächstteurere Variante EQA 250+ mit dem gleichen Antrieb, aber größerer Batterie (70,5 kWh) für 561 km am Stück kostete 52.205 Euro bzw. rabattiert 46.463 Euro.

Künftig beginnt die Palette mit dem EQA 250+. Der Listenpreis für den 250+ wurde auf 51.610 Euro gesenkt, mit Rabatt bleiben 45.933 Euro. Der Basispreis erhöhte sich damit von 45.192 auf 45.933 Euro, also um weniger als 800 Euro. Dafür gibt es 35 km mehr Reichweite (561 statt 526 km). Das EQA-Angebot sieht nun folgendermaßen aus:

  EQA 250+ EQA 300 4Matic EQA 350 4Matic
Antrieb FWD 140 kW, 385 Nm AWD 168 kW, 390 Nm AWD 215 kW, 520 Nm
0-100 km/h / Spitze 8,6 Sek. / 160 km/h 7,7 Sek. / 160 km/h 6,0 Sek. / 160 km/h
WLTP-Verbrauch 14,4 kWh 16,9 kWh 16,9 kWh
Akku netto 70,5 kWh
WLTP-Reichweite 561 km 476 km 476 km
Listenpreis 51.610 Euro 53.520 Euro 56.424 Euro
Rabattiert 45.933 Euro 47.633 Euro 50.217 Euro

Eine weitere Veränderung ist, dann nun auch beim EQA 300 4Matic die größere Batterie mit 70,5 kWh eingesetzt wird. So steigt die Reichweite hier auf 476 km – den gleichen Wert wie beim Topmodell EQA 350 4Matic. Dennoch bleiben beim EQA 300 4Matic sowohl der Listenpreis als auch der Preis mit Rabatt (im Konfigurator links oben zu finden) gleich. Beim technisch unveränderten Topmodell EQA 350 4Matic blieben die Preise ebenfalls konstant.

  EQA 250+ EQA 300 4Matic EQA 350 4Matic
Akku netto 70,5 kWh
Max. Ladeleistung AC/DC 11  / 100 kW
DC-Ladedauer 10-80% 35 min
DC-Ladegeschwindigkeit 1,4 kWh/min
WLTP-Reichweite 561 km 476 km 476 km
Reichweite-Nachladen 11,2 km/min 9,5 km/min 9,5 km/min

Aufgeladen wird nach wie vor nicht gerade sehr schnell: Mercedes gibt 35 Minuten für den Standard-Ladehub an. Daraus errechnet sich eine Ladegeschwindigkeit von 1,4 Kilowattstunden pro Minute Wartezeit am Schnelllader. Zum Vergleich: Der BMW iX1 lädt mit 1,6 kWh/min spürbar schneller, der Audi Q4 e-tron ist mit 1,9 kWh/min noch fixer. Beim Reichweite-Nachladen bekleckert sich der EQA ebenfalls nicht mi Ruhm, vor allem die Allradler patzen hier – wegen ihres hohen Verbrauchs.

Bildergalerie: Mercedes EQA Facelift (2024)

Unter dem Strich

Beim beliebten Mercedes EQA gab es bisher zwei Versionen mit der kleineren Batterie und zwei mit der größeren. Künftig haben alle Varianten die größere. Reichweitenstärkste Version ist nach wie vor der EQA 250+ mit 561 km. Für uns ist das die attraktivste Version, doch die Kundschaft sieht das offenbar anders: Meistverkaufte Variante ist laut Konfigurator das Topmodell.