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Das waren 2024 die meistverkauften Elektroautos in Europa

Volvo EX30 europaweit deutlich beliebter als bei uns

Volvo EX30

Während sich die Elektroauto-Verkäufe in Deutschland im letzten Jahr um satte 27 Prozent verringerten, lag das Minus in Europa nur bei einem Prozent – da kann man noch von einer Stagnation sprechen. Auch der Gesamtmarkt wuchs 2024 nur um magere 0,9 Prozent.

Meistverkauftes Auto über alle Antriebsarten hinweg war der Dacia Sandero, der damit das Tesla Model Y entthronte. Doch das Mittelklasse-SUV bleibt das meistverkaufte Elektroauto Europas. Es folgten das Tesla Model 3 auf Platz zwei und einem Newcomer auf Platz drei: dem Volvo EX30. Das berichtet nun das Analyseunternehmen JATO Dynamics

    Zulassungen 2024 Änderungen geg. 2023
1 Tesla Model Y 209.214 - 17%
2 Tesla Model 3 112.789 + 12%
3 Volvo EX30 78.032 (neu)
4 Skoda Enyaq 68.874 + 4%
5 VW ID.4 64.756 - 24%
6 VW ID.3 54.531 - 14%
7 BMW iX1 52.283 + 16%
8 MG4 Electric 51.775 - 28%
9 Audi Q4 e-tron 48.094 + 2%
10 BMW i4 45.062 - 8%

Auch in Deutschland stand 2024 erneut das Tesla Model Y an der Spitze. Hierzulande folgten aber der Skoda Enyaq und der VW ID.4/5 auf den Plätzen. Deutlich weniger beliebt als in Europa sind in Deutschland das Tesla Model 3 (Europa: Rang 2, bei uns nur auf Rang 19) und der EX30 (in Europa auf Platz 3, bei uns nur Platz 12). Beim BMW i4 reichte es in Europa für Platz 10, bei uns landete er auf Rang 11. Dafür schafften es in Deutschland auch der Cupra Born, der VW ID.7 und der Mercedes EQA unter die Top 10.

Der Anteil der Elektroautos lag europaweit bei respektablen 15,4 Prozent, nachdem es im Vorjahr noch 15,7 Prozent waren. Eine leichte Verschlechterung also, aber in Deutschland war das Minus weit größer: Nur 13,5 Prozent des deutschen Gesamtmarkts entfielen 2024 auf reine Elektroautos (BEVs) – nach 18,7 Prozent im Vorjahr.

Europäischer Automarkt 2024: Anteile der Antriebsarten

Europäischer Automarkt 2024: Anteile der Antriebsarten

Bild von: JATO Dynamics

Führend bei der Elektromobilität sind die skandinavischen Länder sowie Dänemark, die Niederlande und Belgien. Hier machen Elektroautos bereits rund 30 Prozent des Gesamtmarkts aus oder mehr – wobei Norwegen mit 88 Prozent den Boden ausschlägt.

Europäischer Automarkt 2024: Marktanteil von Elektroautos in den Ländern Europas

Europäischer Automarkt 2024: Marktanteil von Elektroautos in den Ländern Europas

Bild von: JATO Dynamics

Die südeuropäischen Länder sind dagegen bei der Elektro-Transformation hintendran: So liegt der "BEV share" in Italien bei mageren 4 Prozent, in Spanien und Griechenland bei 6 Prozent. Die Türkei dagegen überrascht mit recht hohen 10 Prozent. In Osteuropa ist die Lage ähnlich oder noch schlechter: Polen liegt bei 3 Prozent, Tschechien bei 5 Prozent und auch in den baltischen Staaten gibt es nur einstellige Marktanteile.

Interessant vielleicht auch noch, welche Rolle die Elektromobilität bei den zehn größten Autokonzernen Europas spielt. Inder folgenden Grafik sind die jeweiligen BEV-Anteile dunkelgrün dargestellt:

Europäischer Automarkt 2024: Die 10 größten Autokonzerne nach Zulassungszahlen

Europäischer Automarkt 2024: Die 10 größten Autokonzerne nach Zulassungszahlen

Bild von: JATO Dynamics

Bei der Volkswagen-Gruppe, mit Marken wie VW, Skoda, Audi und Cupra der zulassungsstärkste Autokonzern Europas, beträgt der Elektroauto-Anteil am Absatz 13 Prozent. Stellantis kommt mit seinen Fabrikaten Fiat, Peugeot, Jeep etc. nur auf 11 Prozent, der Renault-Konzern sogar lediglich auf 9 Prozent. Hohe BEV-Anteile können dagegen BMW und Mercedes vorweisen.

Unter dem Strich

In Deutschland war 2024 ein verlorenes Jahr: Bei der Elektro-Transformation ging es nicht vorwärts, sondern rückwärts. Grund war die gestrichene Förderung und die dadurch hervorgerufene Verunsicherung der Kundschaft. Die teils saftigen Rabatte der Hersteller konnten das nicht auffangen.

Europaweit war das Bild rosiger, hier gab es nur eine Stagnation. Wobei die Lage regional sehr unterschiedlich ist: Die skandinavischen Länder eilen voran. Im Mittelfeld liegen Großbritannien, Frankreich und Portugal. Deutschland hinkt etwas nach, schneidet aber immer noch besser ab als viele Länder Süd- und Osteuropas.