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BMW hat letztes Jahr 13,5% mehr Elektroautos verkauft

Neue-Klasse-SUV heißt iX3 und steht auf der IAA – das wurde nun bestätigt

Getarnter BMW iX3 auf der Jahrespressekonferenz von BMW

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Stefan Leichsenring Stefan Leichsenring

Von: Stefan Leichsenring

15. Mär. 2025 um 08:11 Uhr

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Tesla musste 2024 ein Minus von einem Prozent beim Absatz hinnehmen, Mercedes meldete sogar fast ein Viertel weniger BEV-Verkäufe. Doch BMW verkaufte letztes Jahr mehr reine Elektroautos (BEVs), und zwar stattliche 17 Prozent.

Weltweit wurden 426.536 reine Elektroautos der drei Marken BMW, Mini und Rolls-Royce abgesetzt. Das war ein Plus von 13,5 Prozent. Dabei sank der Gesamtabsatz über alle Antriebsarten hinweg um vier Prozent auf 2.450.854 Fahrzeuge. BEVs haben nun einen Anteil von über 17 Prozent. Bei Mini sei schon etwa jedes vierte Fahrzeug vollelektrisch, bei Rolls-Royce jedes dritte.

Rolls-Royce Spectre auf dem Concorso d'Eleganza Villa d'Este 2023

Der Spectre macht schon rund ein Drittel der Rolls-Royce-Verkäufe von weltweit 5.712 Autos aus  

"Wichtigster Wachstumstreiber für die BMW Group bleiben batterieelektrische Fahrzeuge", schreibt der Konzern. Über alle drei Marken hinweg seien nun "über 15 Modelle" auf dem Markt. Zählen wir nach: Rolls Royce hat eines (den Spectre), Mini drei (Cooper, Aceman und Countryman) und BMW sieben (i4, i5, i5 Touring, i7, iX1, iX2 und iX). In China gibt es auch den bei uns schon ausgelaufenen alten iX3 noch, und einen Elektro-3er namens BMW i3. Damit kommen wir nur auf 13 Modelle, aber sei's drum. 

BMW halte Kurs auch bei schwierigen Markbedingungen, sagte Konzernchef Oliver Zipse am Freitag. Dabei bleibe sowohl das Unternehmensergebnis als auch die langfristige Perspektive im Blick. So habe man einen "robusten Free Cashflow“ erreicht. Beim Gewinn musste BMW allerdings ein Minus einstecken: Die Ebit-Marge sank von 9,8 Prozent im Jahr 2023 auf nur noch 6,3 Prozent. Damit lag sie gerade noch im Zielkorridor von 6 bis 7 Prozent. Und 2025 soll es nicht viel besser werden: 5,0 bis 7,0 Prozent werden erwartet.

Neuer BMW iX3 mit der Neue-Klasse-Limousine

Der neue BMW iX3 (links) läuft wohl erst 2026 richtig an, die Neue-Klasse-Limousine startet als zweites Modell

Bild von: BMW

2025 beginne jedoch das "größte Zukunftsprojekt in der Geschichte des Unternehmens". Gemeint ist die Neue Klasse. Das erste Modell läuft ab Ende 2025 in Debrecen vom Band; bei den Verkäufen wird sich das 2025 also kaum mehr auswirken. Aber BMW bestätigte zwei Fakten: Erstens, dass das Neue-Klasse-SUV den Namen iX3 trägt und zweitens, dass das Serienmodell auf der IAA steht:

"Was heute hier noch unter einer Tarnfolie versteckt ist, enthüllen wir auf der IAA Mobility in München. Dort präsentieren wir Anfang September das Serienmodell, wie es für unsere Kundinnen und Kunden erhältlich sein wird. Ein Detail verrate ich schon heute: Dieser BMW wird unter der Bezeichnung BMW iX3 auf den Markt kommen." (Oliver Zipse in seiner Rede zum Geschäftsbericht)

Der BMW iX3 soll den Startschuss für einen "beispiellosen" Modellhochlauf bis 2027 geben: Über 40 Modellen aller Antriebsarten sollen starten; darunter wird auch "eine sportliche Limousine im Herzen der Marke BMW sein, die 2026 auf den Markt kommt". Den Modellnamen für die Neue-Klasse-Limousine, der wohl "i3" lauten wird, nannte BMW noch nicht.

Mit dem iX3 werden neue "Technologiecluster" eingeführt, die in das gesamte Produktportfolio Einzug halten werden. Damit sind Elemente wie die Panoramic-Vision-Technik gemeint, oder auch die neue zonale Architektur – ein neues Buzzword in der Welt der Autoelektronik. Bei BMW verbergen sich dahinter vier "Superbrains". Diese Bordrechner sind für Infotainment, automatisiertes Fahren, Fahrdynamik und Basisfunktionen wie Fahrzeugzugang, Klima und Komfort zuständig.

Die neue Elektronik-Architektur mit weniger aber leistungsfähigeren Rechnern soll zu weniger Entwicklungsaufwand, effizienterer Produktion und vereinfachten Updates führen. 600 Meter weniger Kabel im Auto bedeuten zudem deutlich weniger Gewicht. Außerdem können durch so genannte Smart eFuses (digitale Sicherungen) nicht benötigte Verbraucher abgeschaltet werden, zum Beispiel beim Parken oder Laden.

Bildergalerie: BMW i3 und iX3 (Prototypen)

BMW iX3 als Prototyp bei der Hitzeerprobung

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BMW iX3 als Prototyp bei der Hitzeerprobung BMW iX3 als Prototyp bei der Hitzeerprobung BMW iX3 als Prototyp bei der Hitzeerprobung BMW iX3 als Prototyp bei der Hitzeerprobung BMW iX3 als Prototyp bei der Hitzeerprobung Neuer BMW iX3 mit der Neue-Klasse-Limousine

Quelle: BMW

BEV-Absatz bei Mercedes 2024 und bei BMW im Jahr 2023:

Mercedes verkaufte 2024 fast ein Viertel weniger Elektroautos

BMW hat sein 15-Prozent-Ziel bei Elektroautos erreicht

Unter dem Strich

BMW machte 2024 weniger Gewinn, wofür unter anderem wohl die schwierige Lage in China und die hohen Entwicklungsaufwendungen verantwortlich waren. Aber der Elektroauto-Absatz stieg. Stramme 74,1 Prozent Steigerung wie von 2022 auf 2023 waren es nicht mehr, aber auch 13,5 Prozent sind im momentanen Umfeld ein Erfolg. Damit machen Elektroautos nun schon 17 Prozent des Absatzes aus – zwei Prozent mehr als im Vorjahr. Für 2025 erwartet BMW eine weitere leichte Steigerung beim BEV-Anteil.

Quelle: BMW, BMW (Zipse-Rede)

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