Mazda 6e: Elektro-Limousine nun ab 44.900 Euro bestellbar
Unterlegene Technik und weniger Kofferraum als beim VW ID.7, aber günstiger und besser ausgestattet (Update)
Der Mazda 6e ist ab sofort konfigurier- und bestellbar. Auch eine komplette Preisliste mit technischen Daten gibt es bereits. Die Preise für die Elektrolimousine beginnen bei 44.900 Euro, während die Long-Range-Version bei 46.500 Euro beginnt, wie bereits am 18. März bekanntgegeben wurde. Die Auslieferung beginnt im Sommer.
Auch Leasing wird angeboten. Für den Mazda 6e EV Takumi werden bei 48 Monaten Laufzeit, und 10.000 km Laufleistung pro Jahr 546 Euro monatlich fällig; eine Leasing-Sonderzahlung wird nicht verlangt. Dieses Angebot gilt für die private Kundschaft, von Gewerbekunden werden 441 Euro netto verlangt.
Der Mazda 6e wurde im Januar vorgestellt. Der coupéhaft wirkende Wagen ist 4.921 mm lang und hat eine große Heckklappe. Das macht ihn zu einem Rivalen des VW ID.7. Der Kofferraum fasst laut PDF-Preisliste 336 Liter, inklusive des Stauraums unter dem Ladeboden 446 Liter. Mit dem Fach unter dem Ladeboden, umgeklappten Rücksitzen und bei Beladung bis zum Dach sind es 1.074 Liter. Dazu kommt noch ein 72-Liter-Frunk. Damit ist der Gepäckraum des 6e deutlich kleiner als beim VW ID.7, der als Limousine mit großer Heckklappe 532 bis 1.586 Liter bietet.
Für den Mazda 6e werden zwei Motor-Akku-Kombinationen angeboten. Beides sind Hecktriebler; das Drehmoment ist identisch, die Leistung unterscheidet sich nur um 10 kW. Seltsamerweise ist die Basisversion dabei die stärkere und sprintet schneller.
| Modell | Mazda 6e EV | Mazda 6e EV Long Range |
| Antrieb | RWD 190 kW, 320 Nm | RWD 180 kW, 320 Nm |
| 0-100 km/h / Höchstgeschwind. | 7,6 Sek. / 175 km/h | 7,8 Sek. / 175 km/h |
| WLTP-Verbrauch | 16,6 kWh/100 km | 16,5 kWh/100 km |
| Akku brutto / netto | 68,8 / ca. 66 kWh (LFP) | 80,0 / ca. 75 kWh (NCM) |
| WLTP-Reichweite | 479 km | 552 km |
| Max. Ladeleistung AC/DC | 11 / 165 kW | 11 / 90 kW |
| DC-Ladedauer (10-80%) | 24 min | 47 min |
| DC-Ladegeschwindigkeit | 1,9 kWh/min | 1,1 kWh/min |
| Reichweite-Nachladen | 14,0 km/min | 8,2 km/min |
Als Motoren werden Permanentmagnet-Synchronmaschinen (PSMs) eingesetzt. Vermutlich bekommen beide Varianten die gleiche Motoren-Hardware, und die unterschiedliche Systemleistung ist durch die Batterie bedingt. Der Akku ist jedenfalls der Hauptunterschied zwischen den beiden Versionen: Das Einstiegsmodell bekommt einen LFP-Akku mit 68,8 kWh, die gehobene Variante eine NMC-Batterie mit 80,0 kWh. Ob netto oder brutto bleibt offen.
Für das Aufladen mit Gleichstrom werden verschiedene Ladeleistungen angegeben, und zwar verkraftet kurioserweise der kleinere Akku bis zu 165 kW, der größere nur 90 kW – normalerweise ist die Ladeleistung bei größeren Batterien höher. Der Standard-Ladehub soll beim kleinen Akku schon nach 24 Minuten erledigt sein, während man beim großen Akku geschlagene 47 Minuten warten muss.
Laut EV-Database sind die angegebenen Speicherkapazitäten Brutto-Werte; die Nettokapazität soll bei etwa 66 bzw. 75 kWh liegen. Auf dieser Basis kann man die Ladegeschwindigkeit in kWh/min errechnen. Dabei ergeben sich für die kleine Batterie 1,9 kWh/min, was genauso viel ist wie beim VW ID.7 Pro. Der große Akku liegt dagegen bei unterirdischen 1,1 kWh/min.
Analog kann man aus der WLTP-Reichweite einen Wert fürs Reichweite-Nachladen ausrechnen. Die Ergebnisse sind ähnlich wie bei der Ladegeschwindigkeit: Die Basisversion lädt in einer Minute Strom für etwa 14 km nach, während es beim großen Akku nur rund 8 km sind. Zum Vergleich: Der VW ID.7 Pro liegt bei 15,5 km/min.
Schicke bogenförmige Dachlinie: Optisch gibt es am Mazda 6e wirklich nichts auszusetzen
Die Preispolitik ist erfreulich einfach: Die günstigste Variante kostet wie erwähnt 44.900 Euro. Für die große Batterie verlangt Mazda 1.600 Euro Aufpreis, die gehobene Ausstattung Takumi Plus wird mit 2.000 Euro extra berechnet:
| Mazda 6e EV | Mazda 6e EV Long Range | |
| Takumi | 44.900 Euro | 46.500 Euro |
| Takumi Plus | 46.900 Euro | 48.500 Euro |
Die Serienausstattung ist schon bei Takumi sehr umfangreich. Standard sind nicht nur ein 10,25-ZollInstrumentendisplay und ein 14,6-Zoll-Touchscreen, sondern auch ein Head-up-Display. Die Sitze sind mit schwarzem oder weißem Kunstleder bezogen. Dabei sind die Vordersitze elektrisch einstellbar, beheizbar und klimatisiert, der Fahrersitz hat sogar eine Memory-Funktion.
Auch eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik, ein Sony-Soundsystem mit 14 Lautsprechern (auch in den vorderen Kopfstützen), eine kabellose Smartphone-Ladestation, kabelloses Apple CarPlay und Android Auto, ein Glasdach, eine elektrisch bedienbare Heckklappe, LED-Frontscheinwerfer, 19-Zoll-Alufelgen sowie ein Rundumsicht-System sind Serie.
Das Cockpit des Mazda 6e, hier in Hellbraun
Bei Takumi Plus kommen ein Interieur in Hellbraun und Sitzbezüge mit einer Kombination aus Nappaleder und Kunstleder, ein Lederlenkrad, ein schwarzer Dachhimmel, sowie schwarze Dekore in Holzoptik hinzu. Auch ein elektrisches Rollo fürs Glasdach ist hier an Bord.
Acht Metallic-Lackierungen stehen zur Wahl, darunter das Mazda-typische Rot, aber auch ein kupferfarbener und ein grauer Farbton. Die Garantie aufs Fahrzeug gilt für sechs Jahre oder 150.000 km, auf die Batterie gibt es acht Jahre oder 160.000 km.
VW ID.7: Mit 4,96 m Länge und großer Heckklappe nah am Mazda 6e. Die Preise beginnen bei rund 50.000 Euro
Tesla Model 3: Nur 4,72 m lang, kleiner Kofferraumdeckel
Werfen wir zum Schluss noch einen Blick auf die Konkurrenten. Der VW ID.7 Pro ist zwar selbst mit dem neuen Rabatt von 5.000 Euro noch teurer als der Mazda. Dafür hat er mehr Leistung und Reichweite, ist sparsamer und lädt auch viel schneller. Ähnliches gilt für das Tesla Model 3 in der Version Long Range RWD, nur dass dieses Auto zudem noch günstiger als der 6e ist. Von den Daten her ist der Mazda klar unterlegen, nur beim Preis kann er mithalten – zumal angesichts der umfangreichen Ausstattung.
| Mazda 6e EV Long Range | VW ID.7 Pro | Tesla Model 4 LR RWD | |
| Antrieb | RWD 180 kW | RWD 210 kW | RWD 235 kW |
| 0-100 km/h / Spitze | 7,8 Sek. / 175 km/h | 6,5 Sek. / 180 km/h | 5,2 Sek. / 201 km/h |
| WLTP-Verbrauch | 16,5 kWh | 14,0 kWh | 13,6 kWh |
| WLTP-Reichweite | 552 km | 618 km | 702 km |
| DC-Ladedauer (10-80%) |
47 min | 28 min | ca. 27 min (inoffiziell) |
| Basispreis | 46.500 Euro | 48.995 Euro (rabattiert) | 44.990 Euro |
Unter dem Strich
Mit dem Mazda 6e startet ein neuer Konkurrent des VW ID.7 und Tesla Model 3. In puncto Langstreckentauglichkeit ist der Neuling seltsam: Man hat die Wahl zwischen der Basisversion, die schnell lädt, aber weniger Reichweite hat, und der gehobenen Variante, bei der es andersherum ist.
Technisch sind die genannten Modelle von VW und Tesla besser, doch bei der Ausstattung dürfte der Mazda vorne liegen. Und auch die Optik sowie das schöne Mazda-Rot sind Argumente.
Bildergalerie: Mazda 6e (2025)
Quelle: Mazda (Preise), Mazda (Bestellstart), Konfigurator
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