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Mercedes-AMG teasert Sportlimousine à la Taycan an

Es dürfte sich um den elektrischen GT 4-Türer handeln

AMG-Sportlimousine (Teaserbild)
Bild von: Mercedes-AMG

Mercedes-AMG teasert eine Sportlimousine an und schreibt dazu, dass wir im Juni mehr dazu erfahren werden. Aller Wahrscheinlichkeit nach handelt es sich um das erste komplett eigene Elektromodell der Submarke, das vermutlich Mercedes-AMG GT 4-Türer mit EQ-Technologie heißen wird.

Elektrische AMG-Modelle wie den Mercedes-AMG EQE 53 4MATIC+ gibt es bekanntlich schon lange, aber es waren keine eigenständigen Modelle, sondern nur Antriebsvarianten bekannter Mercedes-Fahrzeuge. Der Neuling dagegen hat eine eigenständige Karosserie und eigenständige Antriebstechnik.

 

Doch zunächst zu dem Bild. Natürlich haben wir versucht, ihm durch Aufhellen mehr Informationen zu entlocken, aber da ist nichts zu machen. Die Silhouette wirkt sportlich und elegant, die hinteren Kotflügel sind betont. Sehr ungewöhnlich ist die Finne auf der Fronthaube, die in einer Spitze endet. Als heller, diagonaler Strich an der Front scheint sich ein relativ großer Scheinwerfer abzuzeichnen.

Getarnter Mercedes-AMG bei der Wintererprobung (vermutlich GT Viertürer mit EQ-Technologie)

Getarnter Mercedes-AMG bei der Wintererprobung ...

Bilder von: Mercedes-Benz
Getarnter Mercedes-AMG bei der Wintererprobung (vermutlich GT Viertürer mit EQ-Technologie)

.. mit 3 Rückleuchten pro Seite

AMG zeigte den Wagen bereits im März 2024 bei der Wintererprobung. Damals schrieb Mercedes nur, dass es sich um ein Fahrzeug auf Basis der Plattform AMG.EA handelt. Zu erkennen waren die relativ großen Scheinwerfer und drei Rücklichter pro Seite. Besser zu erkennen war das Auto auf Erlkönigbildern vom vergangenen Sommer. Wie bei den offiziellen Schnee-Bildern fehlte die Finne auf der Fronthaube, aber das Modell hatte ähnliche hintere Kotflügel und war für ein Elektroauto sehr flach. Die Silhouetten passen ganz gut zueinander:

AMG-Sportlimousine (Teaserbild)

AMG-Sportlimousine (Teaserbild)

Bild von: Mercedes-AMG
Elektrischer Mercedes-AMG GT 4-Türer neue Erlkönigbilder

Elektrischer Mercedes-AMG GT 4-Türer als Erlkönig

Bild von: Automedia

Da das neue Modell auf der Plattform AMG.EA basiert, erhält es die Axialflussmotoren von Yasa. Laut Autocar hat Yasa-Chef Tim Woolmer bereits verraten, dass ein solcher Motor 358 kW leistet, obwohl er nur 23 Kilo wiegt. Die Frage ist, wie viele davon eingebaut werden. Sind es zwei, drei oder gar vier?

Bei der Designstudie Vision AMG, die das Modell wohl vorwegnahm, machte AMG dazu keine Angaben. Der stärkste Porsche Taycan bietet 760 kW; wenn Mercedes die schlagen möchte, müssen es drei Motoren sein; wenn man zwei davon an der Hinterachse einbaut, könnte man dort echtes Torque Vectoring machen. Die Systemleistung wird wohl niedriger als dreimal 358 gleich 1.074 kW sein, aber bis hinunter auf 760 kW ist ja noch genug Luft.

Bildergalerie: Mercedes-AMG GT 4-Türer EQ als Erlkönig (8/24)

Ein interessanter Punkt ist auch, wie es Mercedes geschafft hat, die Batterie so flach zu bekommen, dass das Fahrzeug kaum höher wirkt als eine Verbrenner-Limousine. Dass das geht, zeigt aber schon der Porsche Taycan, der nur 1,38 Meter misst – hier machen es unter anderem Fußgaragen möglich. Der Mercedes-AMG GT 4-Türer mit Verbrenner misst 1,44 m, ist also sogar höher. Beide Modelle, der Porsche wie der Mercedes, sind zudem rund fünf Meter lang und haben einen Radstand von rund 2,90 Meter. Da passt eine Menge Batterie hinein, vor allem, wenn der neue Akku mit Silicium-Anode eingebaut wird. 

 

Mercedes schreibt im weiteren Verlauf des X-Threads, dass weitere Teaser folgen werden. Insofern brauchen wir nur abzuwarten, bis wir den nächsten Info-Brocken zugeworfen bekommen.

Unter dem Strich

Das erste Serienmodell mit Axialfluss-Elektromotoren rollt auf uns zu. Es handelt sich wohl um den Mercedes-AMG GT 4-Türer, der vermutlich drei davon bekommt, so dass echtes Torque Vectoring an der Hinterachse möglich wird. BMW-M plant ebenfalls ein Sport-Monster, das sogar vier Elektromotoren bekommen soll. Porsche jedenfalls muss sich allmählich auf deutlich mehr Konkurrenz gefasst machen.