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Xpeng zahlt 3.000 Euro Eintauschprämie bei Kauf eines G6 oder G9

Qualität und Alter des Gebrauchten spielen dabei offenbar keine Rolle

Xpeng G6 und G9 (Collage)
Bild von: InsideEVs

Ab sofort zahlt man beim Kauf eines neuen Xpeng G6 oder G9 3.000 Euro weniger, wenn man seinen Gebrauchtwagen in Zahlung gibt. Dabei spielt es offenbar keine Rolle, ob der Gebrauchte ein Verbrenner, ein Plug-in-Hybrid oder ein Elektroauto ist. Die Eintauschprämie wird bis zum 30. Juni 2025 gewährt. 

"Ob Verbrenner oder alternativer Antrieb, Interessenten erhalten 3.000 Euro als Bonus, wenn sie ihren Gebrauchten gegen einen neuen Xpeng G6 oder Xpeng G9 eintauschen", erklärt Xpeng-Deutschland-Chef Markus Schrick. In der Pressemeldung ist nicht die Rede davon, dass Alter und Qualität des Gebrauchten eine Rolle spielen. Im Extremfall könnte der Wert des Gebrauchten also gleich den Entsorgungskosten sein oder sogar noch darunter liegen.

Bildergalerie: XPeng G6 (2023)

Dabei sind der Xpeng G6 (Coupé-SUV der Mittelklasse) und Xpeng G9 (4,89 Meter langes SUV) ohnehin nicht teuer, wie wir in Vergleichen mit Rivalen immer wieder festgestellt haben. Den G6 gibt es ab 43.600 Euro, den G9 ab 59.600 Euro. Beide Fahrzeuge haben 800-Volt-Technik, was derzeit sonst kein chinesischer Anbieter in Deutschland bietet. (Wobei allerdings demnächst der in China produzierte Smart #5 mit 800-Volt-Technik hinzukommt.)

Dank der hohen Spannungslage lässt sich der G6 mit bis zu 280 kW laden; an einer entsprechenden Ladesäule dauert der Standard-Ladehub (10-80%) damit nur 20 min. Bei 87,5 kWh netto entspricht das 3,1 kWh pro Minute. Der G9 kommt sogar auf bis zu 300 kW; er lässt sich in 15 min aufladen, allerdings von 20 bis 80%. Bei 93,1 kWh netto entspricht das 3,7 kWh pro Minute – ein sehr guter Wert.

Die Reichweiten betragen bei beiden Modellen bis zu 570 km, außerdem hat man jeweils die Wahl zwischen drei Modellvarianten, nämlich RWD Standard Range, RWD Long Range und AWD Performance. Die Ausstattung ist bei beiden Baureihen umfangreich. Neben einem 10,2-Zoll-Instrumentendisplay gibt es einen knapp 15 Zoll großen Touchscreen. Im Xpeng G9 kommt noch ein genauso großer Bildschirm vor dem Beifahrersitz hinzu. 

Beide Modelle haben fast eine Vollausstattung. Als Extras werden nur eine elektrisch ausfahrbare Anhängerkupplung und verschiedene Sonderlackierungen angeboten, alles andere ist Serie. LED-Scheinwerfer, beheizbare Sitze vorne und hinten, ein Panorama-Glasdach, eine sensorgesteuerte Heckklappe und eine Zwei-Zonen-Klimaautomatik sind beispielsweise immer an Bord. Dazu kommen zahlreiche Assistenzsysteme. Außerdem bieten die Xpeng Modelle bidirektionales Laden über eine Steckdose im Fahrzeug oder einen Adapter für den Ladeanschluss. Ein weiteres Plus ist die Fahrzeuggarantie über sieben Jahre sowie eine Acht-Jahres-Garantie auf die Hochvoltbatterie (beides bis 160.000 km). 

Unter dem Strich

Xpeng ist mit gerade mal 400 verkauften Autos im letzten Jahr eine sehr kleine Marke. Aber von Januar bis April wurden schon 639 Stück in Deutschland abgesetzt. Vielleicht entdeckt die Kundschaft allmählich, dass die Marke interessant ist: Kein anderer China-Anbieter hat bisher 800-Volt-Technik in Deutschland, und 800-Volt-Modelle deutscher Hersteller sind meist teurer – den Audi Q6 e-tron zum Beispiel gibt es erst ab 63.500 Euro. Mit einer Inzahlungnahme des Gebrauchten schafft Xpeng nun einen weiteren Kaufanreiz.

Die Eintauschprämie gilt jedoch nur für die beiden SUVs, nicht für die 4,89 Meter lange Limousine P7. Das liegt wohl daran, dass diese in der aktuellen Version keine Zukunft mehr hat. Denn sie arbeitet noch mit 400 Volt, während es in China längst verbesserte 800-Volt-Varianten gibt. Vermutlich werden wir beim P7 einen Modellwechsel sehen, sobald die Restexemplare verkauft sind.