Hyundai Ioniq 6 N debütiert am 10. Juli in Goodwood
Neue Teaser-Videos und Infos zum verbesserten Fahrwerk sowie zum optimierten Drift-Modus
Hyundai stellt den lang herbeigesehnten Ioniq 6 N auf dem Goodwood Festival of Speed am 10. Juli vor, also am Donnerstag in einer Woche. Wer es noch genauer wissen möchte: Die Premiere findet um 12h30 britischer Zeit statt, also um 13h30 deutscher Zeit. Das teilt nun Hyundai USA mit.
Die Presseaussendung enthält neben einigen Teaserbildern sowie einem Teaser-Film (siehe Video oben) auch noch ein paar neue Detailinformationen. So bekommt das Sportmodell ein verbessertes Fahrwerk, eine optimierte "N e-Shift"-Technologie (so bezeichnet Hyundai die vom Ioniq 5 N bekannten, simulierten Gangwechsel), einen "immersiven" Sound und "anpassbare Drifteinstellungen" – der Driftmodus ist ebenfalls ein Feature, das wir vom Ioniq 5 N her kennen.
Der Ioniq 6 N profitiert laut Hyundai durch seine Limousinenform von einem niedrigen Fahrzeugschwerpunkt – gemeint ist wohl, dass der Wagen damit in Kurven einen Vorteil gegenüber dem Ioniq 5 N hat. Zusätzlich verbessere eine überarbeitete Fahrwerksgeometrie die Fahrdynamik gegenüber dem SUV-Schwestermodell.
Die Silhouette des Hyundai Ioniq 6 N (Teaserbild vom Juni 2025)
So wurde auch der Nachlauf vergrößert. Den von Motorrädern her bekannten Begriff erklärt Hyundai als den Abstand zwischen dem Punkt, an dem die Lenkachse den Boden schneidet, und der Mitte der Reifenaufstandsfläche. So soll sich ein verbessertes Fahrgefühl in der Mittellage, ein besseres Lenkfeedback und ein besseres Rückstellverhalten ergeben. Die neuen elektronisch gesteuerten Stoßdämpfer (Electronically Controlled Stroke sensing dampers, ECS) sollen für mehr Fahrsicherheit durch eine optimierte Balance aus Komfort und präzisem Handling sorgen.
Die "N e-shift"-Technologie soll beim Ioniq 6 N in jedem Fahrmodus verfügbar sein. Das neue „N Ambient Shift Light“ verstärke das Fahrerlebnis zusätzlich. Es zeigt die Schaltpunkte für optimale Leistung an. Durch den verbesserten "N Drift Optimizer" gibt es eine größere Auswahl bei den Einstellungen zur Drift-Funktionalität.
Ansonsten erhält der Ioniq 6 N ausgestellte Kotflügel, einen Schwanenhals-Heckspoiler, eine breitere Spur und besonders leichte Räder. Die Front bekommt die schlitzartigen Frontlichter, die für das Faceliftmodell angekündigt sind. Das ist im folgenden Teaser-Video gut zu sehen:
Noch keine Informationen gibt es zur Leistung des Ioniq 6 N. Der Ioniq 5 N bietet 478 kW und 770 Nm maximales Drehmoment. Damit beschleunigt das Modell in 3,4 Sekunden auf Tempo 100. Als Batterie wird der neue 84-kWh-Akku eingesetzt; den bekommt wohl auch die Limousine. Der Preis liegt bei 74.900 Euro. Für das Schwestermodell in Limousinenform erwarten wir einen ähnlichen Preis.
Unter dem Strich
Der Hyundai Ioniq 5 N stieß zunächst auf weitverbreitete Skepsis: Warum sollte man Nachteile des Verbrenners wie die Lärmentwicklung und die Zugkraftunterbrechungen beim Schalten auf das schön leise Elektroauto übertragen? Aber dann bekam das Auto gute Noten von praktisch allen, die den Wagen schon mal gefahren haben. Auch wir sind restlos überzeugt: So emotional wie dieses Auto ist kein anderer Stromer, den wir bisher gefahren haben.
Nun kommt mit dem Ioniq 6 N die Limousinen-Version, die in scharf gefahrenen Kurven noch mehr Spaß machen soll. Der Neuling wird Leute ansprechen, die kein SUV kaufen würden, weil das nicht zu ihrem Selbstbild von der sportlichen Autofahrerin oder dem sportlichen Autofahrer passt. Oder die die Optik schöner finden. Zu den objektiven Vorteilen gehört auch den geringere Luftwiderstand und entsprechend niedrigere Verbräuche auf der Autobahn, zu den Minuspunkten gehört für uns der unpraktische kleine Kofferraumdeckel.
Quelle: Hyundai USA
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