"Model T-Moment": Ford stellt Pläne für Günstig-EV am 11. August vor
Ford-CEO Jim Farley sagt, es handele sich um ein "bahnbrechendes" Elektrofahrzeug
Update: Lesen Sie alles zu Fords neuer Elektroauto-Plattform, die am 11. August vorgestellt wurde.
Ford meldete im zweiten Quartal eine negative Auswirkung der Zölle der Trump-Regierung in Höhe von 800 Millionen Dollar, wie aus dem am Mittwoch veröffentlichten Ergebnisbericht hervorgeht. Die größte Neuigkeit aus dem Bericht ist jedoch, dass das Unternehmen nächsten Monat mehr über seine zukünftigen Pläne für Elektrofahrzeuge bekannt geben wird.
"Der 11. August wird ein großer Tag für uns alle bei Ford sein", sagte CEO Jim Farley am Mittwoch während der Telefonkonferenz des Autoherstellers zu den Ergebnissen des zweiten Quartals. "Wir werden in Kentucky sein, um mehr über unsere Pläne für die Entwicklung und den Bau eines bahnbrechenden Elektrofahrzeugs und einer Plattform in den USA zu berichten."
"Dies ist für uns bei Ford der Moment des Model T", sagte Farley und bezog sich dabei auf die in über 15 Millionen Exemplaren zwischen 1908 und 1927 gebaute Auto-Legende. Es war eines der ersten serienmäßig hergestellten erschwinglichen Autos und brachte Amerika auf die Räder.
Bildergalerie: Fords erschwingliches "Skunkworks"-Elektroauto (Rendering)
Im vergangenen Jahr gab der Ford bekannt, dass man an einem geheimen Projekt arbeitet, um kostengünstige Elektroautos für die breite Masse zu entwickeln. Damals wurde berichtet, dass die neue Elektroplattform die Grundlage für mehrere Elektroautos bilden würde, darunter ein kompakter SUV, ein kleiner Pick-up und möglicherweise ein Fahrzeug für Lieferdienste.
Da die Verkäufe von Elektrofahrzeugen in den USA in diesem Jahr aufgrund der Rücknahme der Steuergutschriften am 30. September und der Aufhebung der Vorschriften zum Kraftstoffverbrauch uneinheitlich waren, hat Ford seinen Schwerpunkt auf Hybride und sein profitables Kerngeschäft mit Benzin-SUVs und -Pick-ups verlagert. Letztes Jahr änderte das Unternehmen seinen Elektrifizierungsplan und sagte ein geplantes dreireihiges Elektro-SUV ab.
Dennoch gibt Ford das Thema Elektromobilität nicht völlig auf und bleibt zumindest mit einem Bein im Geschäft. Die Enthüllung am 11. August wird "eine Chance sein, der Welt eine neue Familie von Fahrzeugen zu präsentieren, die eine unglaubliche technologische Effizienz, Raum und Ausstattung bieten", so Farley.
Bildergalerie: Ford Mustang Mach-E (2025) mit neuen Farben
Die EV-Bemühungen von Ford haben sich in letzter Zeit schwierig gestaltet. Das Unternehmen hat in den USA nur drei Elektroautos in seinem Portfolio: den Mustang Mach-E, den F-150 Lightning und den E-Transit. Gleichzeitig hat General Motors sein Angebot an Elektroautos auf fast ein Dutzend Modelle aufgestockt, und Chevrolet ist in diesem Jahr nach Tesla die am zweitbesten verkaufte Elektroauto-Marke in Amerika.
Natürlich gibt es auch die Konkurrenz, der sich der Autohersteller auf den Überseemärkten durch aufstrebende chinesische Konkurrenten stellen muss. Zudem drängt mit Slate ein einhemischer Anbieter mit günstigen Preisen auf den Markt.
Jetzt wird Ford seine nächste Generation von Elektroautos in den USA herstellen, und zumindest einige von ihnen werden mit kostengünstigen Lithium-Eisenphosphat-Batterien (LFP) betrieben werden. Das 3-Milliarden-Dollar-Werk für LFP-Batterien mit dem Namen BlueOval Battery Park Michigan wird im nächsten Jahr mit der Produktion der ersten amerikanischen LFP-Zellen in Automobilqualität beginnen.
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