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VW ID. Cross Concept: So sieht die SUV-Version des ID. Polo aus

Kleinwagen-SUV auf Basis von MEB Small soll kurz nach dem ID. Polo starten

VW ID. Cross Concept
02:26
Bild von: Volkswagen

Gleich drei elektrische Kleinwagen präsentiert VW auf der IAA: Während der ID. Polo und der ID. Polo GTI noch leicht getarnte Serienautos sind, stellt der ID. Cross noch eine Designstudie dar, wenn auch eine seriennahe. Wie die Erstgenannten soll auch der ID. Cross im Jahr 2026 starten: Das Serienmodell soll im Sommer 2026 gezeigt werden und noch im selben Jahr auf den Markt kommen.  

Laut VW tritt der Wagen in der Klasse des T-Cross an. Das passt, denn die beiden Modelle trennen bei der Länge nur drei Zentimeter, bei der Höhe ist der Unterschied noch geringer. Das Etikett Kompakt-SUV ist dagegen diskussionswürdig, denn der Kompaktwagen ID.3 ist mit 4,26 m deutlich länger; der ID. Cross hat eher die Abmessungen eines Renault 4 Electric, also die eines Kleinwagen-SUVs. Der R4 ist allerdings deutlich schmaler:

  Länge Breite Höhe Radstand
VW ID. Cross Concept 4.161 mm 1.839 mm 1.588 mm 2.601 mm
VW T-Cross 4.127 mm 1.760 mm 1.573 mm 2.551 mm
Renault 4 Electric 4.144 mm 1.548 mm 1.572 mm 2.624 mm

Ebenso befremdet etwas, dass "MEB+ mit Frontantrieb" als technische Basis bezeichnet wird. Denn bisher wurde die Plattform entweder MEB Small oder MEB Entry genannt. Mit 4,16 Metern Länge und 1,59 m Höhe hat die Studie etwa die Abmessungen eines Renault 4 Electric. Wir würden den Wagen deshalb als Kleinwagen-SUV einstufen. Es handelt sich wohl um die SUV-Version des ID. Polo. 

Bildergalerie: VW ID. Cross Concept (2025)

Insgesamt besteht die Klein(st)wagen-Offensive von VW aus vier Modellen: Der ID. Polo (die Serienversion des ID.2 all) wird in der ersten Jahreshälfte 2026 vorgestellt, kurz danach wird der ID. Polo GTI präsentiert, der als Studie ID. GTI Concept hieß. Im Sommer 2026 folgt dann wie erwähnt die Weltpremiere des "finalen ID. Cross". Die Serienversion des ID. Every1, die angeblich 20.000 Euro kosten soll, startet dann erst 2027. Wie diese heißen wird, ist noch unklar, aber ID. Up wäre logisch

Die Studie des ID. Cross ist in dunkelgrün lackiert; den Farbton nennt VW "Urban Jungle", was wohl auch das Einsatzgebiet des Neulings sein wird: der Dschungel der Großstadt. Vorne gibt es eine durchgehende Lichtlinie, auf die links und rechts zwei LED-Elemente als Lidstriche gesetzt sind. Die eigentlichen Scheinwerfer sind bei der Studie nicht zu erahnen; sie liegen knapp unterhalb der Lichtlinie. Zur Tagfahrlicht-Signatur gehören auch ein illuminiertes VW-Logo in der Mitte der LED-Linie sowie zwei senkrechte LED-Striche weiter unten. 

VW ID. Cross Concept (2025): Das Exterieur
Bilder von: Volkswagen
VW ID. Cross Concept (2025): Das Exterieur

Sowohl vorne als auch hinten gibt es rustikale Querspangen in Chrom-Optik. Dass das Auto einen Frontradar hat, wird bei der Studie optisch hervorgehoben – die Serienversion dürfte also wohl einen Abstandstempomat (ACC) bieten. Darunter liegen vorne zwei Lufteinlässe, hinten die Rückstrahler. Wie vorne zeigt sich auch am Heck eine durchgehende Lichtlinie mit mittigem VW-Logo. Dazu kommen links und rechts je zwei rechteckige Elemente.

VW ID. Cross Concept: Das Exterieur

Die ums Eck gezogenen roten Rückleuchten könnten andere Verkehrsteilnehmer verwirren 

Bilder von: Volkswagen
VW ID. Cross Concept: Exterieur-Detail

Die weiß illuminierten Streifen sind eine Anspielung auf den ID. Buzz

Seitlich fallen außerdem die weiß illuminierten Streifen hinter den Fondtüren auf. Und natürlich die dicken schwarzen Radlauf-Ränder, die bei der Studie fein gemustert sind – dieses Muster dürfte bei der Serienversion aus Kostengründen wegfallen. Zudem erhält das Auto traditionelle Bügelgriffe.

VW ID. Cross Concept: Exterieur-Detail

Fein gemusterte Radlauf-Leisten und Stromanschluss rechts vorne

Bild von: Volkswagen

Die Studie rollt auf 21-Zoll-Felgen, was ziemlich viel für die Klasse ist: Der T-Cross hat 16- oder 17-Zöller, und selbst der größere ID.3 ist nur mit 18, 19 oder 20 Zoll bestellbar. 

VW ID. Cross Concept (2025): Das Cockpit
Bild von: Volkswagen

Im Cockpit wurde das beim ID.3 nur 5 Zoll große Instrumentendisplay auf 11 Zoll vergrößert, während der Touchscreen mit 13 Zoll praktisch genauso groß ist wie beim ID.3. Zwischen den Vordersitzen wurde eine hohe Mittelkonsole eingezogen, die vorne zwei induktive Handy-Ladeflächen bietet. Etwas weiter oben gibt es eine ziemlich große Zahl physischer Tasten für Klimaanlage und dergleichen.

VW ID. Cross Concept: Interieur-Detail
Bilder von: Volkswagen
VW ID. Cross Concept (2025): Interieur-Detail

Die Fahrmodi werden offenbar mit einem Hebel rechts hinter dem Lenkrad aktiviert, auch auf einen Start-Stopp-Knopf mag VW nicht verzichten. Auch hat die Studie wieder vier Tasten für die vier Fensterheber – während es beim ID.3 bekanntlich nur drei sind. Nur vermuten können wir, dass die oft kritisierten Touch-Tasten am Lenkrad wieder gegen konventionelle Tasten getauscht wurden. Die Zierleisten scheinen mit einem hellen Textil bezogen zu sein, das an einen Teppich erinnert. Die Farbe nennt VW "Vanilla Chai".

Eine Besonderheit der Studie ist, dass sich alle Sitze flachlegen lassen, womit sich eine Liegefläche ergibt – der Hyundai Inster lässt grüßen. Der Kofferraum fasst 450 Liter; hinzu kommt ein kleiner Frunk mit 25 Litern. 

Der Modulare E-Antriebsbaukasten MEB wird künftig kontinuierlich zum MEB+ weiterentwickelt, so VW. Dabei sind Verbesserungen Motoren, Akkus und Software zu erwarten. Diese sollen auch den Elektro-Kleinwagen zugutekommen. Die Studie hat einen 155 kW starken Frontantrieb und ist damit stärker als das ID.3-Basismodell. Die Höchstgeschwindigkeit wird mit 175 km/h angegeben. Zur Batterie macht VW keine Angaben, aber die Reichweite soll bis zu 420 km betragen. Wie beim ID.3 gibt es eine Anhängerkupplung, die wie beim Kompaktwagen 75 Kilo Stützlast bietet, was für zwei E-Bikes ausreichen soll. Anders als beim ID.3 kann man aber auch bis zu 1,2 Tonnen schwere Anhänger ziehen.

Gebaut wird der Neuling im italienischen Pamplona – neben dem Schwestermodell Skoda Epiq.

Unter dem Strich

VW geht wieder ab von den Zahlen bei der Bezeichnung seiner Elektroautos. Statt ID.2 Cross heißt das neue Modell wohl ID. Cross. Die jetzt präsentierte, seriennahe Studie zeigt schon recht genau, was in einem Jahr auf uns zukommt: ein neuer Rivale des Renault 4 Electric, der jedoch ungewöhnlich breit daherkommt. Die Optik ist nicht so altbacken wie beim ID.2 all, aber auch nicht so futuristisch wie bei Kia. Preislich soll es bei etwa 30.000 Euro losgehen.