Porsche Cayenne Coupé (2026): Weniger Tarnung, bis zu 1.000 PS
Auch das SUV-Coupé wird Leistung und Lade-Speed ohne Ende haben. Und die coolen Aero-Klappen
Erst letzte Woche gab es ein ziemlich gewaltiges Informations-Update zur Technik des kommenden Porsche Cayenne. Inzwischen kennen wir die (ziemlich irren) Leistungsstufen, die Akku-Größe, die aerodynamischen Feinheiten und wir wissen, dass Zuffenhausen V8-Klänge und vielleicht sogar simulierte Gangwechsel plant. All das wird es dann nicht nur im Cayenne SUV, sondern natürlich auch im Cayenne Coupé geben.
Letzteres fuhr uns erstmals im Februar vor die Linse. Jetzt, da die Katze beim elektrischen Cayenne-SUV zu guten drei Vierteln aus dem Sack ist, sieht man die Sache offenbar auch beim Coupé ein wenig lockerer. Die neuesten Erlkönig-Bilder zeigen das Auto mit wesentlich weniger Tarnung. Absoluter Hingucker wie schon beim normalen Cayenne: ausfahrbare, seitliche Klappen am Heck zur Verbesserung der Aerodynamik. Sie sind, wie die fünf Kühlklappen pro Seite an der Front, dem Cayenne Turbo vorbehalten.
Weiterhin fällt auf, dass das Coupé noch coupéiger und schnittiger wirkt, als das beim aktuellen Cayenne Coupé mit Verbrennungsmotor der Fall ist. Wir wissen bereits, dass das SUV mit 4,98 Meter gut fünf Zentimeter länger ist als sein Verbrenner-Pendant (das uns übrigens noch über 2030 hinaus erhalten bleiben wird). Zudem wächst der Radstand um mehr als zwölf Zentimeter auf 3,02 Meter. Beim Coupé dürfte es nicht anders sein.
Bildergalerie: Porsche Cayenne Coupé (2027)
Wie wir bereits wissen, wird das Turbo-Topmodell bis zu 1.000 PS leisten (bei Launch Control-Start). Dazu kommen Varianten mit 400 sowie 600 PS. Alle elektrischen Cayennes stehen auf einer modifizierten PPE-Plattform (Premium Platform Electric), erhalten einen beidseitig gekühlten 108-kWh-Akku, mit dem Ladegeschwindigkeiten von 400 kW und mehr möglich sein sollen. So dauert der Standard-Ladevorgang von 10 auf 80 Prozent laut Porsche lediglich 16 Minuten. Die Reichweiten von 600 Kilometer decken sich mit denen des kleinen SUV-Bruders Macan.
Was die Fahrdynamik betrifft, wissen wir inzwischen, dass die elektrischen Cayennes eine Luftfederung mit einstellbaren Dämpfern erhalten werden. Optional wird eine Hinterradlenkung erhältlich sein. Zudem hat man sich offenbar der Kritik bezüglich mangelnder Emotionalität angenommen. Was bisher in Zuffenhausen strikt abgelehnt wurde, scheint nun Realität zu werden: Die Rede ist von einem künstlich eingespielten V8-Klang, der sich wohl je nach Fahrmodus verändert und nach Aussagen von Journalisten, die bei Erprobungsfahrten dabei waren, sehr anständig tönt.
Außerdem erprobt Porsche wohl sogar simulierte Gangwechsel, was bis vor kurzem ebenfalls unvorstellbar schien. Der elektrische Cayenne könnte demnach früher oder später mit einem falschen 8-Gang-Getriebe an den Start gehen.
Das elektrische Cayenne SUV wird - noch als Prototyp - ab nächster Woche auf der IAA Mobility in München gezeigt. 2026 wird es dann auf den Markt kommen. Das neue Cayenne Coupé dürfte etwa ein halbes Jahr später folgen.
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