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BMW iX3: Jetzt kann man den V2G-Ladetarif abschließen

Man profitiert durch bis zu 720 Euro Bonus jährlich und eine Vergütung von 40 Cent pro zurückgespeister Kilowattstunde.

BMW iX3 an der Wallbox mit Strommast im Hintergrund (Symbolbild für das V2G-Angebot von BMW und E.ON)
Bild von: E.ON

Bereits im September kündigten die BMW Group und der Energieversorger E.ON Deutschlands erste Vehicle-to-Grid-Lösung (V2G) an. Nun sind die dafür nötige bidirektionale Wallbox sowie der Ladetarif bestellbar. Damit kann der neue BMW iX3 den geladenen Strom bei Bedarf ins Netz zurückspeisen, und dank des Spezialtarifs profitiert man davon finanziell.

Ab sofort können Privatleute das vollständige Paket bestellen, schreibt BMW. Es besteht aus der BMW Wallbox Professional, dem V2G-Stromtarif von E.ON (E.ON ÖkoStrom Home & Drive V2G gemeinsam mit E.ON V2G Plus Einspeisevertrag) und – sofern noch nicht vorhanden- einem intelligenten Stromzähler alias Smart Meter.

Der BMW iX3 unterstützt das bidirektionale Laden. Er kann den Strom aus seiner Batterie ins Stromnetz zurückgeben. Die dazu nötige BMW Wallbox Professional kostet laut iX3-Konfigurator 2.095 Euro. Die ersten 100 Personen, die sich für den V2G-Stromtarif entscheiden, erhalten 700 Euro Rabatt darauf – in Form eines Wertgutscheins für den BMW-Shop. Der Gutschein ist bis 31. Dezember einlösbar.

Wer die Fahrzeugbatterie des iX3 für das intelligente Laden und Entladen zur Verfügung stellt, erhält einen jährlichen Bonus von bis zu 720 Euro. Der Bonus beträgt 24 Cent pro Stunde. Maximal sind jedoch 60 Euro pro Monat oder 720 Euro im Jahr möglich. Das entsprich 250 "Ansteckstunden" im Monat. Bei einem Strompreis von 32,97 Cent/kWh deckt der Bonus bis zu 2.184 geladene kWh pro Jahr ab. Bei einem WLTP-Verbrauch des iX3 von 15,1 bis 17,9 kWh/100 km sind damit etwa 12.000 bis 14.000 km jährlich möglich, so BMW. Zusätzlich zum Bonus gibt es eine Vergütung von 40 Cent für jede Kilowattstunde, die man zurück ins Netz speist.

Dabei kann man einen Mindest-Ladestand festlegen, der im Auto zurückbleibt. So bleibt man auch dann mobil, wenn Strom ins Netz abfließt. Die Batterielebensdauer soll durch das häufigere Laden und Entladen nicht leiden: Schutzfunktionen sollen dafür sorgen, dass der Ladestand immer optimal für die Lebensdauer bleibt.

BMW iX3 (2026): Das Exterieur

Der BMW iX3 50 xDrive ist zu einem Preis von 68.900 Euro bereits bestellbar.

Bild von: BMW

Der knapp 109 kWh große Akku des BMW iX3 unterstützt das Stromnetz, indem bei einem Überangebot an Strom Energie in die Batterie fließt. Bei Dunkelflaute wird dagegen Strom entnommen. So unterstützt V2G die Nutzung erneuerbarer Energien und senkt langfristig die Kosten des Energiesystems, argumentiert E.ON.

Der iX3 ist nur der Anfang. BMW will das bidirektionale Laden sukzessive in weiteren Modellreihen einführen. Langfristig ist eine ganzheitliche Energieplattform geplant, die Ladeinfrastruktur, Photovoltaik, Wärmepumpen und Smart-Home-Systeme miteinander verbindet. Dabei soll die strategische Partnerschaft zwischen BMW und E.ON genutzt werden.

Auf der Website von E.ON gibt es eine Website zum Thema bidirektionales Laden gefunden. Auf einer weiteren Subhomepage finden sich auch spezielle Informationen zum V2G-Ladetarif für den BMW iX3. Allerdings wird der BMW iX3 erst ab März 2026 ausgeliefert.

Unter dem Strich

Bis zu 720 Euro Bonus jährlich und eine Vergütung von 40 Cent je zurückgespeister Kilowattstunde: Das neue V2G-Angebot von E.ON und BMW soll sich für die Kundschaft lohnen. Aber natürlich fallen mehr Ladezyklen an, was die Batterielebensdauer verkürzen könnte. Gegenrechnen muss man wohl, dass der Ladestand immer in einem für den Akku optimalen Fenster gehalten wird. Denn bekanntlich ist es für eine Batterie auch nicht gut, wenn man das Auto länger vollgeladen herumstehen lässt.

Allerdings ist zu bedenken, dass man für die Nutzung des Angebots eine relativ teure bidirektionale Wallbox braucht, die in der Rechnung von BMW zu den Gratis-Kilometern nicht enthalten ist.