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Genesis GV60 Magma: Sportversion mit 448 kW vorgestellt

Der Neuling bekommt die virtuellen Gangwechsel aus dem Hyundai Ioniq 5 N – und einen riesigen Heckflügel.

Genesis GV60 Magma (2026)
Bild von: Genesis

Bereits seit anderthalb Jahren macht Genesis einen gehörigen Wirbel um seinen neuen GV60 Magma. Nun wurde die Sportversion des elektrischen Mittelklasse-SUVs GV60 endlich offiziell vorgestellt. Sie bietet 448 kW, für 15 Sekunden sogar 478 kW, eine Sportoptik mit riesigem Heckspoiler und virtuelle Gangwechsel à la Hyundai Ioniq 5 N.

Der GV60 Magma basiert auf der bereits im April 2024 vorgestellten Studie und ist das erste Magma-Modell, das in Serie geht. Er bekommt eine breitere Spur und ein anderes Design mit einer um 20 mm niedrigeren Dachlinie sowie neu gestalteten Stoßfängern mit markanter Dreiloch-Struktur. Schwarzglänzende Elemente, dunkle Metallakzente und Canards (kleine flügelförmige Elemente an der Front) prägen das Erscheinungsbild. Dazu kommen breitere Kotflügel, 21-Zoll-Schmiederäder und 275-mm-Reifen. Am Heck prangt ein überdimensionaler Spoiler und es gibt einen neuen Diffusor.

Bildergalerie: Genesis GV60 Magma (2026)

Innen gibt es Materialien wie ein Mikrofaser-Velours und orangefarbene Akzente sowie Kontrastnähte. Dunkle Metalloberflächen sollen Reflexionen minimieren und ein ruhiges, luxuriöses Ambiente schaffen. Das Lenkrad trägt exklusive Magma-Details, darunter orangefarbene Tasten für Fahrmodi und Boost-Funktion.

Technisch gehört der GV60 Magma zu den leistungsstärksten Modellen der Hyundai Motor Group. Der Allradantrieb bietet 448 kW und 740 Nm – im Boost-Modus sind für 15 Sekunden sogar 478 kW und 790 Nm abrufbar. Der GV60 Magma sprintet mit der Launch-Control-Funktion in nur 10,9 Sekunden auf 200 km/h; die Höchstgeschwindigkeit beträgt 264 km/h. 

Der GV60 Magma bietet außerdem drei Fahrmodi: Sprint, GT und My. Im My-Modus können Fahrer die Einstellungen für das elektronische Sperrdifferenzial (e-LSD), das ESP und andere Leistungsparameter individuell anpassen. Darüber hinaus verfügt der Magma über elektronisch gesteuerte Dämpfer und ein Bremssystem mit besonders großen Bremsscheiben und Monoblock-Bremssätteln vorne.

Im Magma-Modus zeigt das Instrumentendisplay auch Motor- und Batterietemperatur sowie die g-Kräfte an. Darüber hinaus bietet das Head-up-Display eine vereinfachte Ansicht wichtiger Informationen zu  Geschwindigkeit, Rekuperationsstärke verbleibender Boost-Zeit.

Genesis GV60 Magma (2026): Das Cockpit
Bild von: Genesis

Das Virtual Gear Shift System (VGS) passt Motorleistung, Drehmoment und Rekuperation so an, dass man ein Schaltgefühl wie bei einem sportlichen Verbrenner erhält, verspricht Genesis. Gleichzeitig wird ein entsprechender Sound produziert. Der Drift-Modus verschiebt die Kraftverteilung nach hinten und nutzt das e-LSD, um das Driften zu erleichtern. High-Performance Battery Control (HPBC) schließlich optimiert die Batterietemperatur für maximale Leistung beim Rennen oder bei Drag-Racing-Events. 

Der Genesis GV60 Magma wird 2026 in Europa und Nordamerika eingeführt. Der Preis wurde noch nicht verraten. Er dürfte sich aber am Hyundai Ioniq 5 N orientieren, den es ab 74.900 Euro gibt.

Unter dem Strich

Der Hyundai Ioniq 5 N mit seinen simulierten Gangwechseln, seinem realistischen Sound und auch mit seiner gigantischen Performance löste einen gewaltigen Wirbel in der Branche aus. Seitdem denken sogar Premiumhersteller wie Porsche darüber nach, wie man Ähnliches in die eigenen Autos bekommt. Im Hyundai-Konzern greift das System ebenfalls um sich: Nach dem Kia EV6 GT bekommt es nun auch der Genesis GV60 Magma. Der Rest dürfte vor allem das Design und die Ausstattung betreffen.