Zum Hauptinhalt springen

Mercedes-AMG GLC 53 EQ als Erlkönig mit seltsamen Aero-Elementen

Sportversion erhält angeblich drei Axialflussmotoren und über 660 kW, dazu die neue AMG-Batterie mit immersionsgekühlten Rundzellen.

Mercedes-AMG GLC 53 EQ als Erlkönig
Bild von: Automedia

Der Mercedes GLC EQ ist bisher nur in einer Motorisierung auf dem Markt, als 360 kW starker GLC 400 4Matic. Aber natürlich werden weitere Versionen folgen. Dazu dürfte ein günstigerer und womöglich reichweitenstärkerer Hecktriebler gehören, aber auch AMG-Modelle mit mehr Leistung. Nun haben die Erlkönigjäger von Automedia ein Sportmodell abgelichtet, bei dem es sich um den AMG 53 EQ handeln soll.

Der Erlkönig trägt nur vorne und hinten noch Tarnung – aber gerade da sind die Änderungen gegenüber dem normalen GLC zu erwarten. Auf den ersten Blick sind an der Front kaum Veränderungen zu sehen; nur ein links und rechts unten abstehendes Element fällt auf:

Mercedes GLC EQ (2025)

Mercedes GLC EQ (2025)

Bild von: Mercedes-Benz
Mercedes-AMG GLC 53 EQ als Erlkönig

Mercedes-AMG GLC 53 EQ als Erlkönig

Bild von: Automedia

Dabei handelt es sich um aerodynamische Anbauteile. Wie auf dem folgenden Bild erkennbar, stehen die kleinen Leitelemente gegen den Fahrtwind; demnach dienen sie eher zur Verbesserung des Abtriebs als der Windschnittigkeit. Uns erinnern sie entfernt an die Klappen am Heck des Porsche Cayenne Turbo Electric:

Mercedes-AMG GLC 53 EQ als Erlkönig
Bild von: Automedia

Außerdem fallen die großen Leichtmetallräder mit riesigen Bremsscheiben und großen Sätteln vorne auf. Die Sättel sind allerdings grau und nicht rot, wie bei Sportmodellen üblich. Darüber hinaus ist der Dachspoiler auf den Bildern weniger auf Stromlinienform als auf Abtrieb ausgerichtet als beim bürgerlichen GLC, wo er mit dem Kabinendach fluchtet. Angeblich lässt sich der Winkel des Spoilers jedoch einstellen:

Mercedes GLC EQ (2025)

Mercedes GLC EQ (2025)

Bild von: Mercedes-Benz
Mercedes-AMG GLC 53 EQ als Erlkönig

Mercedes-AMG GLC 53 EQ als Erlkönig

Bild von: Automedia

Der Kühlergrill dürfte das bei AMG-Modellen übliche Panamericana-Design erhalten, das heißt, es wird senkrechte Chromstreifen in einer schwarzen Blende geben, ähnlich wie beim AMG EQE SUV:

Mercedes EQE SUV: Das Exterieur

Mercedes EQE SUV: Links die AMG-Version mit Panamericana-Grill 

Da der Grill beim neuen GLC EQ deutlich anders aussieht als beim bürgerlichen EQE SUV, bleibt die genaue Ausgestaltung spannend.

Zur Antriebstechnik gibt es bisher nur Gerüchte. Autocar berichtete vor einem Monat, Mercedes plane eine AMG-Version des GLC mit mehr als 900 PS, also über 660 kW. Für den Antrieb sollen nicht zwei, sondern drei Axialflussmaschinen sorgen, die den Wagen in weniger als 3,0 Sekunden auf 100 km/h beschleunigen. Die Axialflussmaschinen wären ein deutlicher Unterschied zum bürgerlichen GLC EQ, der konventionelle Radialflussmotoren besitzt. Offenbar setzt das AMG-Modell auf der Plattform AMG.EA auf und nicht auf MB.EA wie der normale GLC. 
 
Die drei Motoren – einer vorne und zwei hinten – dürften ein aktives Torque Vectoring ermöglichen. Mit 660 kW oder 900 PS wäre das Auto zudem der stärkste AMG auf dem Markt. Es würde den Mercedes-AMG GT 63 S E-Performance mit seinem 450 + 150 kW = 600 kW starken Plug-in-Hybrid-Antrieb hinter sich lassen. Das Verbrennermodell sprintet allerdings in 2,8 Sekunden und damit noch schneller als der Elektro-Neuling.

Mercedes-AMG GT XX Concept: Detail der Batterie

Die Batterie des AMG GT XX Concept besteht aus direkt gekühlten, zylindrischen Zellen

Bild von: Mercedes-AMG

Das neue Modell soll nach dem Bericht auch eine andere Batterie erhalten, die bereits im AMG-GT XX vorgestellt wurde. Diese besteht nicht aus prismatischen Zellen wie beim normalen GLC EQ, sondern aus zylindrischen. Zudem gibt es statt einer konventionellen Kühlplatte eine Immersionskühlung. Das heißt, die Zellen stehen in einem elektrisch nicht leitenden Kühlmittel. Das soll die Kühlleistung erhöhen, sodass der Akku auch bei starkem Beschleunigen nicht überhitzt.

Zudem soll die maximale Ladeleistung gegenüber dem normalen GLC EQ um 70 auf 400 kW steigen. Schließlich soll die AMG-Version des GLC EQ auch noch simulierte Gangwechsel à la Hyundai Ioniq 5 N erhalten, komplettiert durch einen künstlichen V8-Sound.

Unter dem Strich

Der Mercedes GLC 400 4Matic EQ enttäuschte uns etwas. Er bietet zwar mehr Antriebsleistung als der fast gleichzeitig präsentierte BMW iX3 50xDrive, aber weniger Reichweite und langsameres Laden. Die AMG-Version könnte die Scharte zumindest in Bezug auf das Schnellladen auswetzen.

Zudem wird die AMG-Version wohl noch wesentlich mehr Power haben als die 360 KW des bisher bekannten Allradlers. Auch wenn die ultimativen Sportmodelle von Mercedes, der AMG GT EQ und AMG GT SUV EQ mit 1.000 kW nochmal draufsatteln werden. Aber ehrlich gesagt: Die meisten Elektroauto-Fans, die wir kennen, kann man mit Reichweite und schnellem Laden mehr beeindrucken als mit Antriebsleistung. Schon 400 kW kann man auf öffentlichen Straßen selten nutzen.

Bildergalerie: Mercedes-AMG GLC 53 EQ als Erlkönig (12/25)