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Dacia: Vier neue Elektroautos bis 2030

Den Anfang macht schon dieses Jahr ein Ableger des Renault Twingo E-Tech

Elektroauto von Dacia für weniger ls 18.000 Euro (Teaserbild)
Bild von: Renault

Dacia hat seine strategische Roadmap bis zum Jahr 2030 vorgestellt. Im Zentrum der Planung steht eine deutliche Transformation des Antriebsportfolios: Mit vier neuen vollelektrischen Modellen und einer umfassenden Hybrid-Offensive strebt die Marke an, die Elektromobilität im Volumensegment zu demokratisieren. Ziel ist es, die Positionierung als Anbieter für bezahlbare und robuste Mobilität auch im Zeitalter der Emissionsfreiheit zu festigen.

Dacia plant, bis 2030 vier neue reine Elektrofahrzeuge (BEV) auf den Markt zu bringen. Den strategischen Auftakt bildet bereits in diesem Jahr ein neues Modell im A-Segment. Dieses Fahrzeug basiert auf der AmpR Small Plattform der Renault Group (künftig RGEV Small) und wird in Europa gefertigt.

Renault Twingo E-Tech Electric (2026) in Grün

Das neue E-Auto von Dacia ist eng mit dem Renault Twingo E-Tech Electric (2026) verwandt

Bild von: Renault

Besonders bemerkenswert ist die kurze Entwicklungszeit von weniger als 16 Monaten sowie der angepeilte Einstiegspreis von unter 18.000 Euro. Damit adressiert Dacia eine der größten Hürden der Elektromobilität: die hohen Anschaffungskosten für Privatkunden. Das neue Modell soll aber nicht den existierenden Spring ablösen, der erst kürzlich eine umfangreiche Überarbeitung der Technik erhielt.

AmpR Small wird zu RGEV Small

Als reine Elektro-Architektur dient die AmpR Small Plattform (jetzt RGEV Small, ehemals CMF-B EV) dazu, die spezifischen Anforderungen batterieelektrischer Antriebe (BEV) kosteneffizient zu bedienen. Da sie keinen Bauraum für Verbrennungsmotoren, Abgasanlagen oder Getriebetunnel vorhalten muss, bietet sie entscheidende Vorteile für die kommenden Dacia-Modelle:

Der Akku ist als strukturelles Element flach im Unterboden verbaut. Dies sorgt für einen niedrigen Schwerpunkt und maximiert das Platzangebot im Innenraum, was besonders für das neue Elektro-Modell im A-Segment entscheidend ist. Obwohl sie nur für Elektroautos genutzt wird, teilt sie sich rund 60 % der nicht-antriebsspezifischen Komponenten mit der CMF-B-Plattform (Duster, Sandero). Diese Synergie ermöglicht es Dacia, das neue Einstiegsmodell für unter 18.000 Euro anzubieten.

Parallel dazu wird die Elektrifizierung der bestehenden Modellpalette forciert. Aktuell verfügt bereits jedes vierte verkaufte Fahrzeug der Marke über einen elektrifizierten Antrieb (Vollhybrid oder Elektro). Bis 2030 soll dieser Anteil auf zwei Drittel steigen. Erreicht werden soll dies durch den konsequenten Einsatz von Vollhybrid-Technologien und "intelligenten Elektrifizierungslösungen", die eine Balance zwischen Effizienz und Kosten wahren.

Die Transformation zur Elektromobilität stützt sich bei Dacia auf ein hocheffizientes Geschäftsmodell. Durch eine strikte Design-to-Cost-Philosophie erzielt die Marke einen strukturellen Kostenvorteil von 15 % gegenüber dem Marktdurchschnitt. Die Vertriebskosten liegen laut Unternehmensangaben bei weniger als der Hälfte der westeuropäischen Wettbewerber.