Skoda Epiq: Erste Bilder ohne Tarnung und Preise ab 25.900 Euro
Skoda zeigt den neuen Epiq. Die drei Versionen heißen Epiq 35, 40 und 55, aber nur der 55er ist schon konfigurierbar.
Vieles war zum neuen Elektro-Einstiegsmodell von Skoda schon bekannt, aber die Bilder und die Preise fehlten noch. Nun gibt es die ersten offiziellen Fotos, auf denen der Skoda Epiq ohne Tarnung zu sehen ist. Außerdem ist der Wagen bereits konfigurier- und bestellbar, wenn auch nur in der Topmotorisierung Epiq 55.
Der Epiq soll kompakte Außenmaße mit einem geräumigen Interieur kombinieren. Technische Basis ist die neue MEB+-Plattform mit Frontantrieb. Zum Start gibt es Antriebe, die wir aus dem Cupra Raval und dem VW ID. Polo kennen, nur von der 166-kW-Topversion ist bislang keine Rede – vielleicht wird sie als Epiq RS später nachgereicht.
Exterieur | Interieur | Antriebe/Akkus | Ausstattung/Preise
Bildergalerie: Skoda Epiq (2026)
Exterieur
Mit dem Epiq erhält Skoda ein drittes Elektro-SUV, das unter dem Elroq und dem noch größeren Enyaq positioniert ist; der siebensitzige Skoda Peaq soll noch 2026 als viertes Modell am oberen Ende hinzukommen. Mit 4,17 Metern ist der Epiq gleich 30 Zentimeter kürzer als der Elroq, aber das Kofferraumvolumen kann gut mithalten, solange die Rücksitze nicht umgelegt werden. Zudem hat der Epiq einen kleinen Frunk fürs Ladekabel.
| Länge | Breite | Höhe | Radstand | Kofferraum | |
| Skoda Epiq | 4.171 mm | 1.798 mm | 1.620 mm | 2.601 mm | 475–1.344 Liter 25 Liter Frunk |
| Skoda Elroq | 4.488 mm | 1.884 mm | 1.654 mm | 2.770 mm | 470–1.580 Liter kein Frunk |
Der Epiq ist das erste Serienmodell mit allen "Modern Solid"-Elementen. Soweit wir wissen, erhielten auch der Elroq und das Enyaq Facelift schon einige dieser Designelemente, darunter die feinen Strichlein an der Vorderkante der Front. Die T-förmigen Tagfahrleuchten, die wir bereits vom Epiq Concept kannten, fehlten dort aber noch. Beim Epiq wird dieses Element erstmals verwendet. Das dürfte bedeuten, dass auch der Peaq solche T-Signatur erhält.
Dass der Peaq hinten T-förmige Lichter bekommt, zeigt dieses Teaserbild, aber vorn dürfte es ähnlich aussehen.
Auffällig ist die Sicke unter der C-Säule. Robuste schwarze Kunststoffteile schützen bei der gezeigten Version die Karosserie. Vorn fallen die acht rechteckigen Lufteinlässe auf. Über aktive Klappen lassen sie sich schließen, um den Windwiderstand zu senken. Obwohl sie kaum zu sehen sind, hat der Epiq auch Air-Curtain-Schlitze, mit denen der Wind über die Felgen hinweg geleitet wird.
Auch am Heck gibt es eine T-förmige Lichtsignatur. Darunter prangt eine robust aussehende Schürze, die den SUV-Charakter des Autos hervorheben und natürlich auch vor Parkremplern schützen soll. Die Felgen messen 17 bis 19 Zoll.
Interieur
Wie bereits bekannt, hat der Skoda Epiq anders als seine Plattform-Kollegen nur ein kleines 5,3-Zoll-Instrumentendisplay, das hier in einer traditionellen Hutze untergebracht ist. Dazu kommt aber der gleiche freistehende 12,9-Zoll-Touchscreen (obwohl Skoda bei seinen Angaben auf 13 Zoll aufrundet). Darunter gibt es eine kleine Tasten-Klaviatur.
Am Lenkrad finden sich zwei Bedienröllchen. Das System wird über einen Startknopf angeschaltet, der bei der gezeigten Version noch mit "Start Engine" bezeichnet ist, obwohl damit der Elektromotor (englisch motor) gesteuert wird. Die Fahrmodi P, N, R, D und B werden über einen Drehhebel rechts am Lenkrad aktiviert. Die Mittelkonsole ist zweigeschossig: Oben gibt es die üblichen Becherhalter und die Schale zum kabellosen Handy-Laden, darunter ein Staufach und USB-C-Anschlüsse.
Skoda bietet drei Innenraumdesigns an: Studio ist die Einstiegsversion, Loft ist in Grau oder Mintgrün erhältlich, Suite verfügt über braune Sitze. Die Varianten Loft und Suite bieten auch eine Ambientebeleuchtung.
Zu den "Simply-Clever"-Funktionen, die bei einem Skoda nicht fehlen dürfen, gehören eine Ladekabel-Tasche, die an Haken im Kofferraum befestigt wird, der bekannte Regenschirm in der Tür, der Parktickethalter an der linken A-Säule und der Eiskratzer.
Antriebe und Batterien
Der Epiq ist der erste Skoda auf der MEB+-Plattform. Dazu gehört ein Frontantrieb mit zwei Versionen des neuen Elektromotors APP290. Die Basisvariante wird mit 85 oder 99 kW angeboten; beide haben 267 Nm. Die gehobene Version mit 290 Nm wird zumindest zunächst nur mit 155 kW offeriert. Die drei Motorisierungen heißen Epiq 35, Epiq 40 und Epiq 55.
Zwei Batterien kommen zum Einsatz. Die beiden günstigsten Varianten erhalten einen LFP-Akku mit 37,0 kWh netto, die Topversion den 51,7-kWh-Akku mit NMC-Chemie. Alle drei Varianten können mit 11 kW Wechselstrom geladen werden, während DC-Laden mit bis zu 50, 90 bzw. 125 kW möglich ist – hier unterscheiden sich die Angaben gegenüber dem Cupra und dem VW.
Die NMC-Batterie soll sich laut Pressemeldung in 24 Minuten von 10 auf 80 % aufladen lassen. Das entspricht einer Ladegeschwindigkeit von 51,7 x 0,7 / 24 min = 1,5 kWh/min, während der kleinere Akku nur auf 37,0 x 0,7 / 25 min = 1,0 kWh/min kommt. Das gilt allerdings nur für den Epiq 40. Bei der Basisversion Epiq 35 wird die Ladeleistung offenbar per Software begrenzt. Im Konfigurator wird auch eine deutlich längere Ladezeit angegeben, nämlich 33 statt 25 Minuten. Damit ergeben sich 37,0 kWh x 0,7 / 33 min = 0,8 kWh/min – auch für ein Einstiegsmodell kein guter Wert.
| Skoda Epiq 35 | Skoda Epiq 40 | Skoda Epiq 55 | |
| Antrieb | FWD 85 kW, 267 Nm | FWD 99 kW, 267 Nm | FWD 155 kW, 290 Nm |
| 0-100 km/h / Vmax | 11,0 Sek. / 150 km/h | 9,8 Sek. / 150 km/h | 7,4 Sek. / 150 km/h |
| WLTP-Verbrauch | 13,0 kWh | 13,0 kWh | 13,1 kWh |
| Akku netto / brutto | 38,5 / 37,0 kWh LFP | 38,5 / 37,0 kWh LFP | 55,0 / 51,7 kWh NMC |
| WLTP-Reichweite | 315 km | 315 km | 430 km |
| Ladeleistung AC/DC | 11 / 50 kW | 11 / 90 kW | 11 / 125 kW |
| DC-Ladedauer | 33 min | 25 min | 24 min |
| EU-Leergewicht | 1.542 kg | 1.542 kg | 1.544 kg |
Ausstattungen und Preise
Das Fahrwerk basiert vorn auf der üblichen MacPherson-Achse, während hinten keine Mehrlenkerachse wie etwa beim Renault 5 verwendet wird, sondern eine Verbundlenkerachse. Das ist fahrwerkstechnisch ein Nachteil, spart aber Platz. Anders als bei Elroq und Enyaq, die hinten Trommelbremsen haben, hat der Epiq rundum Scheibenbremsen.
Zu den Assistenzsystemen gehört der neue Travel Assist 3.0. Er umfasst einen Abstandstempomat (ACC) und einen Spurhalteassistenten, die beide über den gesamten Geschwindigkeitsbereich arbeiten. Darüber hinaus erkennt das System nun auch rote Ampeln und Stopp-Schilder und hält das Auto automatisch an.
Das Top-View-Panorama-System basiert auf vier Kameras, welche die gesamte Umgebung des Fahrzeugs abdecken. Auf dem Touchscreen wird das Auto aus der Vogelperspektive gezeigt, was das Manövrieren auf engem Raum erleichtern soll. Eine weitere Neuheit ist Cross Assist 2.0. Dieses System nutzt Radarsensoren an den Ecken der Stoßfänger, um das Einfahren in unübersichtliche Kreuzungen zu vereinfachen. Das Auto kann mit bis zu neun Airbags ausgestattet werden, darunter ein Mittenairbag zwischen den Vordersitzen.
Der Skoda Epiq ist serienmäßig mit LED-Scheinwerfern ausgestattet, während die Top-Ausstattung über Matrix-LED-Scheinwerfer verfügt. Diese bieten vier Modi für Stadt, Landstraße, Autobahn und Schlechtwetter.
Der Einstiegspreis für den neuen Skoda Epiq wird in Deutschland 25.900 Euro betragen. Allerdings ist das Einstiegsmodell Epiq Essence 35 erst Ende September 2026 bestellbar. Im Konfigurator stehen derzeit nur Versionen des Epiq 55, aber auch die anderen Preise sind bereits teilweise bekannt:
| Skoda Epiq 35 | Skoda Epiq 40 | Skoda Epiq 55 | |
| Essence | 25.900 Euro | 27.900 Euro | 32.100 Euro |
| Selection | k.A. | k.A. | 35.600 Euro |
| Edition One | k.A. | k.A. | 35.600 Euro |
Zumindest beim Epiq 55 bietet Essence LED-Scheinwerfer, Abstandstempomat (ACC), Spurhalteassistent, den 13-Zoll-Touschscreen, eine Einzonen-Klimaautomatik, Parkpiepser hinten und eine Bluetooth-Freisprecheinrichtung.
Der Epiq Selection 55 bietet zusätzlich 18-Zoll-Leichtmetallfelgen in Schwarz, dunkel getönte Scheiben, Parksensoren vorn und hinten, eine Rückfahrkamera, der schlüssellose Fahrzeugzugang, das bidirektionale Laden, Sitz- und Lenkradheizung, eine Zweizonen-Klimaautomatik und induktives Handy-Laden. Das Sondermodell Edition Eins 55 verfügt darüber hinaus über Matrix-LED-Scheinwerfer, ein Navigationssystem, eine Sprachsteuerung, vier USB-C-Anschlüsse sowie den Travel Assist.
Zu den Rivalen des Skoda Epiq dürften außer den anderen Modellen auf der gleichen Plattform auch viele andere kleine SUVs gehören wie der Renault 4, der Kia EV2, der Ford Puma Gen-E und weitere.
Unter dem Strich
Skoda zeigt erste Bilder des Epiq ohne Tarnung und verrät die allermeisten Daten und Fakten zu dem neuen Modell. Das kleine Elektro-SUV ist sogar schon bestellbar, wenn auch nur als Epiq 55, die günstigeren Versionen Epiq 35 und 40 folgen später.
Seltsam finden wir, dass Skoda beim Epiq 35 das Laden offenbar künstlich verlangsamt. Obwohl er die gleiche Batterie hat wie der Epiq 40, scheint Skoda die Performance herunter zu regeln – vermutlich aus Marketinggründen. Oder hat dieser Akku andere Zellen? Hier bestehen noch Unklarheiten. Aus technischer Sicht interessant ist auch, dass es zwei unterschiedliche Versionen des APP290-Motors gibt, die sich offenbar im Drehmoment (und wohl auch weiteren Daten) unterscheiden.
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