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Für eine persönlichere Erfahrung

Skoda Peaq 90 im Vergleich mit Model Y, E-5008 und Xpeng G9

Der Skoda Peaq tritt gegen drei starke Rivalen an. Welches große Elektro-SUV ist bei Reichweite, Platz und Preis am besten?

Collage: Skoda Peaq und Rivalen von Peugeot, Tesla und Xpeng V2
Bild von: Hersteller

Ein 4,87 Meter langes, also schon ziemlich großes Elektro-SUV mit fast 647 km Reichweite und optional sieben Sitzen für rund 58.000 Euro: Der Skoda Peaq wirkt auf den ersten Blick nicht teuer. Doch wie gut das Auto wirklich abschneidet, zeigt nur ein detaillierter Datenvergleich mit der Konkurrenz. Wir haben uns dafür die reichweitenstärkste Version, den Peaq 90, ausgesucht und stellen ihn Rivalen gegenüber.

Welche Konkurrenten passen von der Größe her zum Skoda Peaq und sind günstig zu haben? Da fällt uns zunächst der Peugeot E-5008 ein, der ebenfalls bis zu sieben Sitze bietet. Auch das Tesla Model Y gibt es als Siebensitzer. Er ist ebenfalls kürzer und bietet viel Reichweite für wenig Geld. Schließlich kommt noch der Xpeng G9 infrage, schließlich ist er ein großes SUV für wenig Geld. Hier zunächst die Maße:

  Skoda Peaq Peugeot E-5008 Tesla Model Y Xpeng G9
Länge / Höhe 4,87 / 1,67 m 4,79 / 1,69 m 4,80 / 1,62 m 4,89 / 1,68 m
Zahl der Sitze 5 (optional 7) 5 (optional 7) 5 (optional 7) 5
Kofferraum
(Fünfsitzer)
935–2.150 Liter
+37 Liter Frunk
831–1.958 Liter
kein Frunk
835–2.118 Liter
+114 Liter Frunk
660–1.576 Liter
+71 Liter Frunk

Die größten Kofferraumvolumina haben der Skoda Peaq, das Tesla Model Y und der Peugeot E-5008. Diese drei sind optional auch mit sieben Sitzen erhältlich, wenngleich das beim Model Y nur für eine Allrad-Motorisierung gilt. Der von außen so riesig wirkende Xpeng G9 dagegen bietet keine sieben Sitze. Und für die Klasse auch wenig Kofferraum. Wir haben dreimal in den technischen Daten nachgesehen, aber der Maximalwert beträgt wirklich nur 1.576 Liter. Im Augenschein wirkt der Stauraum nicht klein. Hat Xpeng womöglich nur bis zur Fensterunterkante statt bis zum Dach gemessen? Wir wissen es nicht.

Sehen wir uns nun die übrigen Daten an. Wir haben möglichst passende Motor-Akku-Kombinationen mit möglichst hoher Reichweite herausgesucht, dabei aber auch auf den Preis geachtet. Beim Peugeot wählten wir die Long-Range-Variante; sie bietet zwar weniger Leistung, aber dank sehr großer Batterie ähnlich viel Reichweite wie der Peaq 90. Bei Tesla passt angesichts von Preis, Antrieb und Reichweite die Version Long Range RWD Premium am besten. Beim Xpeng entschieden wir uns aus Preisgründen für die Basisversion Standard Range. Hier die wichtigsten Daten: 

  Skoda Peaq 90 Peugeot E-5008 230 Tesla Model Y LR RWD Xpeng G9 Std. Range
Antrieb RWD 210 kW RWD 170 kW RWD 220 kW RWD 258 kW
0–100 km/h /
Höchstgeschw.
7,1 Sek. /
180 km/h
9,6 Sek. /
170 km/h
5,6 Sek. /
201 km/h
6,6 Sek. /
200 km/h
Normverbrauch 15,1–17,6 kWh 18,1–19,5 kWh 14,2 kWh 18,4 kWh
Akku netto 86 kWh 97 kWh ca. 74 kWh 78 kWh
Normreichweite 553–642 km 624–669 km 609 km 502 km
DC-Ladedauer
10–80 %
28 min 27 min ca. 36 min 12 min
Reichweite- Nachladen bis 16,1
km/min
bis 16,2
km/min
ca. 11,8
km/min
29,3
km/min
Anhängelast 1.800 kg 1.000 kg 1.600 kg 1.500 kg
Basispreis 57.900 Euro 55.250 Euro 50.990 Euro 59.600 Euro

Der Skoda Peaq ist dank des APP550-Motors mit 210 kW recht sparsam: Er liegt in allen Versionen unter 18 kWh/100 km, während die meisten Rivalen darüber liegen. Dennoch ist er keineswegs lahm, zumindest nicht nach Leistung und Sprintwert. Eine weitere Stärke ist die hohe Anhängelast von 1,8 Tonnen. Durch die zweitgrößte Batterie im Vergleich kommt der Peaq zudem auf gute Reichweiten, während die Ladeperformance eher mittelmäßig ist.

Als Maßzahl für die Ladeperformance verwenden wir hier einen Wert, den wir aus den Herstellerdaten errechnen, und der angibt, wie viel Reichweite man pro Minute nachladen kann. Beim Peaq sind es maximal 642 km x 0,7 / 28 min = 16,1 km/min.

Bildergalerie: Skoda Peaq (2026)

Der Peugeot E-5008 bietet noch etwas mehr Reichweite als der Peaq. Der Verbrauch ist recht hoch, aber das kompensiert der Wagen mit der riesigen Batterie – 97 kWh sind tatsächlich der Nettowert, brutto sind es laut offizieller Preisliste sogar 104 kWh. Der Sprintwert ist wegen der unterdurchschnittlichen Antriebsleistung deutlich schlechter als bei den Rivalen. Beim Laden schneidet das französische Modell ähnlich ab wie das tschechische, aber die Anhängelast ist wieder enttäuschend. Zumal angesichts der großen und sicher teuren Batterie ist der E-5008 vergleichsweise günstig.

Bildergalerie: Peugeot E-5008 (2024, Bilder zum Test)

Mit Anstand das günstigste Angebot ist das Tesla Model Y, das in der Version mit Hinterradantrieb und größerer Batterie unter 51.000 Euro bleibt. Dazu kommen die besten Fahrleistungen und der mit Abstand niedrigste Normverbrauch: Mit nur 14,2 kWh/100 km ist das Modell wirklich sagenhaft sparsam. So kann das Auto trotz des kleinsten Akkus im Vergleichsfeld bei der Reichweite mithalten. Zum Aufladen macht Tesla kaum Angaben, daher weichen wir auf die Daten von EV-Database aus. Danach braucht das Auto arg lange für den Standard-Ladevorgang: 36 Minuten.

Bildergalerie: Tesla Model Y (2025)

Es bleibt noch der Xpeng G9. Seine Stärken sind der starke Antrieb, der für sehr gute Fahrleistungen sorgt, und natürlich das Laden: Der Xpeng hat ein 800-Volt-System und gehört beim Reichweite-Nachladen schon in der Einstiegsversion zu den besten zehn Modellen. Je nach Einsatzart mag das die eher mittelmäßige Reichweite von rund 500 km kompensieren. Der Preis ist allerdings auch der höchste im Vergleich.

Bildergalerie: Xpeng G9 AWD Performance (2026)

Welche Modelle wären sonst noch infrage gekommen? Der BYD Sealion 7, der Polestar 4 (neuerdings Polestar 4 Coupé genannt) sowie der Mazda CX-6e passen von der Länge, bieten als Coupé-SUVs aber viel weniger Innenraum. Der Kia EV9 hat mit 800 Volt ähnliche Eigenschaften wie der Xpeng G9, kostet aber in der Basis schon 61.990 Euro und schafft sogar nur 443 km am Stück. 800-Volt-Premiummodelle haben wir ebenfalls aus Preisgründen ausgeschlossen: Den Mercedes GLC EQ gibt es mit Mercedes-Rabatt erst ab 61.499 Euro, den BMW iX3 sogar erst ab 63.400 Euro.

Unter dem Strich

Wir haben es geahnt: Der Skoda Peaq ist wirklich gut. Er verkörpert die klassischen Tugenden der Marke, die schon immer viel Innenraum für wenig Geld – mit wenig Schnickschnack, wenn man mal von den günstigen Simply-Clever-Plastikteilen absieht. Der Peaq bietet bis zu sieben Sitze und viel Kofferraum. In der hier betrachteten, mittleren Version ist er zudem das Modell mit der größten Reichweite im Vergleich. Dafür sind die knapp 58.000 Euro wahrlich nicht zu viel.

Ein dickes Aber müssen wir jedoch anfügen: Das Model Y ist sicher nicht nur einen Seitenblick wert. Es ist zwar kleiner und bietet deswegen möglicherweise weniger Innenraum, aber die restlichen Daten sowie last but not least der Preis überzeugen mindestens genauso wie beim Peaq.