Elon Musk bestätigt: Tesla Model S und X endgültig eingestellt
Die Konfiguration ist nicht mehr möglich, nur noch Bestandsfahrzeuge sind erhältlich.
Die Produktion des Tesla Model S und X ist nun ausgelaufen. Das hat Unternehmenschef Elon Musk selbst in einem Posting bestätigt. Man plane eine offizielle Veranstaltung zum Produktionsende, schrieb Musk auf X am 1. April.
Um einen Aprilscherz handelt es sich wohl nicht, denn die beiden Modelle sind weder in den USA noch bei uns in Deutschland konfigurierbar. Die beiden Oberklassemodelle werden nur noch als Bestandsfahrzeuge angeboten, und auch das nur in den USA – hierzulande ist der entsprechende Bereich auf der Website bereits leergefegt.
Das Produktionsende für die beiden Modelle hatte Elon Musk schon Ende Januar bei der Telefonkonferenz zu den Geschäftsergebnissen für 2025 angekündigt. Der bisher für die Fertigung benötigte Teil des Werks im kalifornischen Fremont soll zur Produktion des Roboters Optimus verwendet werden, berichtete InsideEVs USA. Damit endet die Produktion der zwei am längsten produzierten Tesla-Modelle. Es sei ein trauriger Moment, sagte Elon Musk, aber es sei "Zeit, die Model-S- und Model-X-Programme in allen Ehren zu beenden."
Der Schritt sei Teil der Umwandlung von Tesla zu einem Spezialisten für autonomes Fahren und Robotik. Im Werk Fremont sollen statt der Autos künftig jährlich eine Million Optimus-Roboter produziert werden, sagte Musk.
Tesla Model S: Die Preise beginnen bei 109.990 Euro. Dafür gibt es 744 km WLTP-Reichweite.
Das Model X mit den spektakulären Flügeltüren gibt es ab 114.900 Euro
Bereits im Sommer 2025 wurden die beiden Modelle in Europa nicht mehr angeboten. Es handelte sich jedoch um einen vorübergehenden Zustand; im Herbst erschienen die Autos wieder im deutschen Konfigurator. Nun aber ist das Aus wohl unwiderruflich.
Die beiden Modelle, die deutlich über 100.000 Euro kosten, machten ohnehin nur einen einstelligen Prozentanteil des Absatzes aus. Im ersten Quartal 2026 stieg er wohl wegen des angekündigten Produktionsendes noch einmal etwas an auf 4,7 Prozent.
Das erste Elektroauto von Tesla war der 2008 gestartete Roadster, doch das Model S war das erste Modell, das in größerem Umfang gefertigt wurde. Die luxuriöse Stufenhecklimousine kam 2012 auf den Markt. Sie gewann zahlreiche Auszeichnungen und trug dazu bei, elektrische Fahrzeuge auf dem Markt zu etablieren. Das Model X folgte im Jahr 2015; dabei handelt es sich um ein großes SUV mit drei Sitzreihen und auffälligen Flügeltüren hinten.
Die Produktionseinstellung passt zur derzeitigen Nachfrageschwäche auf dem US-amerikanischen Elektroauto-Markt. Auch etliche andere Modelle wurden in letzter Zeit gestrichen.
Wichtigste Einnahmequelle von Tesla sind das Model 3 und Model Y. Diese wurden letztes Jahr zusammen 1,6 Millionen Mal verkauft. Die "anderen Modelle", zu denen Model S und X, der Cybertruck und der Semi gehören, kamen nur auf 50.850 Einheiten. Das Cybercab und der neue Roadster sind weiterhin in Entwicklung, wie Tesla im Januar bestätigte.
Unter dem Strich
Tesla-Fahrzeuge galten lange als Vorreiter bei der Elektrifizierung. Model Y und 3 bieten noch immer viel Reichweite und Antriebsleistung für wenig Geld. Auch das Aufladen am Supercharger ist einfacher und praktischer als an den meisten DC-Säulen.
Aber Model S und X fuhren technisch längst hinterher. Wer über 100.000 Euro zahlt, der erwartet inzwischen oft 800-Volt-Technik. Und es gibt mittlerweile auch viele andere Elektroautos, die Reichweiten über 700 km bieten. Allerdings wenige, die so verrückte Beschleunigungszeiten bieten wie das Model S Plaid. Insofern ist es doch schade, dass das Auto eingestellt wird. Aber man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass Elon Musk das Interesse an Elektroautos verloren hat. Dazu mag auch der Misserfolg des Cybertrucks beigetragen haben, der sich deutlich schlechter verkauft als erhofft.
Quelle: Elon Musk auf X
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