Der Citroën e-C4 X ist ein Vertreter der Kompaktklasse, der sich von der Masse abheben will. Er fährt nicht nur rein elektrisch, sondern hat auch eine ungewöhnliche Karosserieform: Er ist ein Crossover mit Stufenheck, das optisch einem Fließheck ähnelt. Wir haben den Citroën e-C4 X getestet und verraten, was er zu bieten hat.

Design und Platzangebot

Der Citroën e-C4 X basiert auf der e-CMP-Plattform, die auch von anderen Elektroautos der Stellantis-Gruppe wie dem Opel Mokka-e (der jetzt Mokka Electric heißt) oder dem Peugeot e-2008 (der jetzt mit großem "E" geschrieben wird) genutzt wird. Er ist 4,60 Meter lang und damit 25 Zentimeter länger als der normale Citroën e-C4, mit dem er sich die Frontpartie teilt. Der Radstand ist mit 2,67 Metern identisch, aber der hintere Überhang ist deutlich länger.

Das sorgt für mehr Platz im Fond und im Kofferraum, aber auch für ein etwas unharmonisches Design. Der Citroën e-C4 X wirkt von hinten etwas geduckt und hat viele Sicken und Kanten, die ihm einen etwas unruhigen Charakter verleihen. Die SUV-Optik wird durch die höhere Bodenfreiheit, die Kunststoffverkleidungen und die ausgestellten Radhäuser unterstrichen.

Citroen e-C4 X (2023) im Test
Citroen e-C4 X (2023) im Test
Citroen e-C4 X (2023) im Test

Der Innenraum des Citroën e-C4 X ist typisch für die Marke: modern, komfortabel und originell. Das Armaturenbrett ist horizontal gegliedert und verfügt in der Mitte über einen 10-Zoll-Touchscreen, über den die meisten Funktionen gesteuert werden. Darunter befinden sich einige physische Knöpfe für die Klimaanlage und die Fahrmodi. Das Lenkrad ist klein, dahinter sitzt ein digitales Kombiinstrument.

Die Sitze sind bequem und haben eine spezielle Polsterung, die für mehr Komfort sorgen soll. Die Materialien sind solide, aber nicht besonders hochwertig. Es gibt viel Kunststoffe und wenig Chrom oder Leder. Die Verarbeitung ist ordentlich - nicht perfekt - aber für die Kompaktklasse auf einem guten Niveau.

Citroen e-C4 X (2023) im Test
Citroen e-C4 X (2023) im Test
Citroen e-C4 X (2023) im Test
Citroen e-C4 X (2023) im Test
Citroen e-C4 X (2023) im Test

Der Citroën e-C4 X bietet viel Platz für die Passagiere. Vor allem im Fond. Dort haben auch große Personen ausreichend Bein- und Kopffreiheit. Die Sitzposition ist bequem und die Rundumsicht gut. Der Fond ist auch breit genug, um mit etwas Geschick sogar drei Kindersitze nebeneinander unterzubringen.

Der Kofferraum fasst 510 Liter und kann durch Umklappen der Rücksitzlehnen auf 1.360 Liter erweitert werden. Das ist mehr als beim normalen Citroën e-C4, aber weniger als bei vielen anderen Kompaktwagen. Das Problem ist die kleine Kofferraumöffnung, die nur 45 Zentimeter hoch ist. Das macht es schwierig, sperrige Gegenstände einzuladen. Außerdem ist der Ladeboden nicht eben und hat eine hohe Ladekante.

Citroen e-C4 X (2023) im Test
Citroen e-C4 X (2023) im Test

Der Kofferraum ist wie ein großes, tiefes Loch, in das man nur mit Mühe hineinkommt - selbst mit langen Armen. Für den Alltag ist der Platz ausreichend, aber für Transportaufgaben ist der Citroën e-C4 X nicht ideal. Ein weiterer Nachteil des Designs ist, dass sich unter den Türfalzen der ganze Straßenschmutz sammelt - nicht weiter schlimm, aber leider auch nicht sehr appetitlich.

Antrieb und Fahrverhalten

Unser Citroën e-C4 X verfügt über einen Elektromotor mit 100 kW (136 PS) und 260 Nm Drehmoment, der die Vorderräder antreibt. Es gibt ihn auch mit 115 kW (156 PS) und leicht vergrößerter Batterie. Er wird aber immer in 9,5 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigt und er erreicht eine Höchstgeschwindigkeit von 150 km/h. Die Batterie unseres Testwagens hat eine Kapazität von 50 kWh und ermöglicht eine Reichweite von 350 Kilometern nach WLTP. An einer Schnellladestation kann sie in 30 Minuten zu 80 Prozent aufgeladen werden. An einer normalen Steckdose dauert es rund 15 Stunden.

Citroen e-C4 X (2023) im Test
Citroen e-C4 X (2023) im Test
Citroen e-C4 X (2023) im Test

Mit dem Citroën e-C4 X fährt es sich angenehm und entspannt. Er ist leise, geschmeidig und hat einen guten Antritt. Das Auto ist kein Sportler, aber es kommt gut voran. Es gibt drei Fahrmodi: Eco, Normal und Sport. Im Eco-Modus wird die Leistung auf 80 kW (109 PS) reduziert, um die Reichweite zu erhöhen. Im Sport-Modus wird die Leistung auf 100 kW (136 PS) erhöht, um die Dynamik zu verbessern.

Der Normal-Modus ist für uns der beste Kompromiss, wobei die verschiedenen Fahrmodi auch die Rekuperation und die Leistung der Klimaanlage beeinflussen. Dabei ist die Bremsenergie-Rückgewinnung in allen Modi recht moderat, ohne einen allzu spürbaren Bremseffekt. Eine stärkere Rekuperation lässt sich über den B-Modus erreichen, ein One-Pedal-Driving-Modus fehlt jedoch. So muss der e-C4 X muss mit dem Bremspedal zum Stillstand bewegt werden.

Der Citroën e-C4 X ist kein Kurvenräuber, aber er ist stabil und sicher. Er hat eine weiche Federung, die für viel Komfort sorgt. Er schluckt die meisten Unebenheiten problemlos und federt sanft zurück. Die Lenkung ist progressiv und wird bei höheren Geschwindigkeiten direkter. In Kurven neigt er sich leicht, aber nicht übermäßig. Er hat eine gute Traktion und ein neutrales Fahrverhalten. Es ist kein Spaßauto, aber es ist souverän und vertrauenserweckend.

Ausstattung und Preis

Seit der neuesten Preissenkung ist der Citroën e-C4 X nun nur noch in drei Ausstattungslinien erhältlich: You, Plus und Max. Sie ersetzen die bisherigen fünf Versionen Live, Feel, Feel Pack, Shine und Shine Pack. Die Basisversion You kostet 35.990 Euro und bietet unter anderem 16-Zoll-Leichtmetallfelgen, LED-Scheinwerfer, Klimaautomatik, Tempomat, Spurhalteassistent, Verkehrszeichenerkennung, Notbremsassistent, Rückfahrkamera und einen 10-Zoll-Touchscreen mit Apple CarPlay und Android Auto. 

  You Plus Max
e-C4 Electric 136 35.590 Euro 36.300 Euro 38.640 Euro
e-C4 Electric 156 36.640 Euro 37.300 Euro 39.640 Euro
e-C4 X Electric 136 35.990 Euro 36.700 Euro 39.040 Euro
e-C4 X Electric 156 37.040 Euro 37.700 Euro 40.040 Euro

Die mittlere Variante Plus kostet 36.700 Euro und bietet unter anderem 17-Zoll-Leichtmetallfelgen, Dachreling, elektrische Parkbremse, induktive Ladeschale für das Smartphone, Einparkhilfe vorne und hinten, Totwinkel- und Fernlichtassistent. Die Topversion Max kostet 39.040 Euro und bietet unter anderem 18-Zoll-Leichtmetallfelgen, Metallic-Lackierung, elektrische Heckklappe, Sitzheizung vorne, Spurwechselassistent, adaptive Geschwindigkeitsregelanlage, Head-up-Display und Navigationssystem.

Fazit

Der Citroën e-C4 X ist ein attraktives Elektroauto für alle, die Komfort, Platz und Originalität schätzen. Er hebt sich durch seine ungewöhnliche Karosserieform von der Masse ab: Es ist ein Crossover mit Stufenheck, das wie ein Fließheck aussieht. Er hat einen guten Motor mit einer ordentlichen Reichweite. Außerdem hat Citroën die Preise für den e-C4 X und andere Modelle deutlich gesenkt, wodurch er zu einem fairen Kompromiss mit vielen Stärken, aber auch einigen Schwächen wird.

Bildergalerie: Citroen e-C4 X (2023) im Test

Bild von: Fabian Grass