Smart #5: Modellübersicht mit allen Daten und Preisen
Das erste Elektroauto mit 400 und 800 Volt in der gleichen Baureihe
Ende März 2025 verriet der Hersteller die Motorisierungen, Akkus und Lademodalitäten des neuen Smart #5, Anfang April wurde dann noch die leistungsstärkste Variante (Brabus) präsentiert und seit Ende April kennen wir auch die Preise für das elektrische Mittelklasse-SUV. Nun ist es Zeit, das Ganze zusammenzufassen.
Der Smart #5 ist das dritte Modell der neueren Smart-Familie nach dem Smart #1 und dem etwas längeren, aber weniger hohen Smart #3. Wie alle Hashtag-Modelle basiert auch der #5 auf der Sustainable Experience Architecture (SEA) von Geely. Erstmals wendet sich der frühere Klein- und Kleinstwagen-Spezialist nun aber der Mittelklasse zu, und erstmals gibt es auch 800-Volt-Technik. Richtig gelesen: "auch". Denn während die Basisversion mit 400-Volt arbeitet, sind die höheren Varianten 800-Volt-Modelle. Bestellbar ist der Wagen seit 28. April, die Preise beginnen rabattiert bei 43.300 Euro.
Bildergalerie: Smart #5 (2025)
Exterieur und Maße
Der Smart #5 ist 4.695 mm lang, 1.920 mm breit und 1.705 mm hoch, der Radstand liegt bei 2.900 mm. Von der Länge her ist der Wagen ein typisches Mittelklasse-SUV; die Höhe ist allerdings größer als bei den meisten Modellen im Segment, in dem das Tesla Model Y und der Skoda Enyaq zu den Platzhirschen gehören. Zu den 800-Volt-Konkurrenten gehören der Hyundai Ioniq 5 und der Xpeng G6.
Die Optik mit der kastenartigen Grundform und den glatten Flächen erinnert an den Mercedes EQB. Vorne wie hinten dominieren die Leuchten in Form von horizontalen Strichen; jeweils zwei davon pro Seite fallen dicker aus und bilden offenbar die Scheinwerfer. Darüber gibt es einen dünnen Strich. Die Heckleuchten sind analog gestaltet.
Unter den Leuchten gibt es vorne ein gelochtes Element, das ein Lufteinlass zu sein scheint, hinten sind die Luftlöcher nur angedeutet. Der Rest der Karosserie ist sehr schlicht gehalten; es gibt kaum Kanten. Die Kratzschutzleisten sind relativ schmal, außerdem sind versenkte Türgriffe und ein Smart-Logo an der C-Säule zu sehen. Auf einen Dachspoiler verzichtet Smart. Die Räder messen je nach Version 19, 20 oder 21 Zoll.
Antriebe und Akkus
Technisch bemerkenswert ist, dass es beim Smart #5 400-Volt- und 800-Volt-Versionen in der gleichen Baureihe gibt. Das ist, soweit wir wissen, bislang einmalig auf dem deutschen Markt. Der Smart #5 wird in insgesamt sechs Versionen angeboten, doch es gibt nur vier Motorisierungen, denn die Versionen Premium/Pro+ sowie Pulse/Summit Edition sind technisch weitgehend identisch. Hier sind die wichtigsten Daten:
| Smart #5 Pro |
Smart #5 Pro+/Premium |
Smart #5 Pulse/Summit Edition |
Smart #5 Brabus |
|
| Antrieb | RWD 250 kW | RWD 267 kW | AWD 432 kW (165+310 kW) |
AWD 475 kW |
| Drehmoment | 373 Nm | 373 Nm | 643 Nm | 710 Nm |
| 0-100 km/h | 6,9 Sek. | 6,5 Sek. | 4,9 Sek. | 3,8 Sek. |
| Höchstgeschwind. | 200 km/h | |||
| WLTP-Verbrauch | 18,5 kWh | 18,4 kWh | 19,9 kWh | 19,9 kWh |
| Akku brutto/netto | 76,0 / 74,4 kWh (LFP, 400 Volt) |
100,0 / 94,0 kWh (NCM, 800 Volt) |
||
|
WLTP-Reichweite |
465 km | 590 km | 540 km | 540 km |
|
Anhängelast |
1.600 kg | 1.600 kg | 1.600 kg | 1.600 kg |
Für den Antrieb sorgen hinten Permanentmagnet-Synchronmotoren (PSM), bei den Allradlern kommt vorne eine Asynchronmaschine (ASM) hinzu. Nach den Daten auf der chinesischen Website wird die PSM mit einem Siliciumcarbid-Inverter gekoppelt, vorne arbeitet ein Inverter mit konventionellen Silicium-Chips. Die Verbräuche sind mit 18,4 bis 19,8 kWh/100 km recht hoch, was wohl an der aerodynamisch ungünstigen großen Höhe liegt.
Die Basisversion hat einen Lithium-Eisenphosphat-Akku (LFP) mit 400 Volt, die übrigen Varianten einen NMC-Akku (Nickel-, Mangan- und Cobaltoxide) mit 800 Volt. Mit dem großen Akku sind bis zu 590 km nach WLTP-Norm möglich – ein guter, aber keineswegs ein Spitzenwert in der Mittelklasse.
Aufladen
Bemerkenswert ist jedoch die extrem hohe DC-Ladeleistung von bis zu 400 kW der 800-Volt-Varianten. Das ist das Maximum, was der CCS-Anschluss bei 800 Volt zulässt, denn dieser ist auf 500 Ampere limitiert – und 800 Volt mal 500 Ampere ergeben eben 400 kW. Der Porsche Taycan und der neue Mercedes CLA EQ laden mit bis zu 320 kW, der Hyundai Ioniq 5 mit bis zu 260 kW, der Kia EV6 mit maximal 258 kW. Hier die übrigen Daten zum Aufladen:
| Smart #5 Pro | Smart #5 Pro+/Premium | Smart #5 Pulse/Summit Edition | Smart #5 Brabus | |
| Akku netto | 74,4 kWh | 94,0 kWh | ||
| Reichweite | 465 km | 590 km | 540 km | 540 km |
|
Ladeleistung (AC/DC) |
bis 11 / 150 kW | bis 22 / 400 kW | ||
| Ladedauer (10-80%) |
30 min | 18 min | ||
| Ladegeschwindigkeit | 1,7 kWh/min | 3,7 kWh/min | ||
| Reichweite-Nachladen | 10,9 km/min | 22,9 km/min | 21,0 km/min | 21,0 km/min |
Wichtiger als die maximale Ladeleistung ist die Ladedauer für den Ladehub von 10 bis 80 Prozent. Hier liegt der Smart #5 in den 800-Volt-Versionen mit 18 Minuten auf dem Niveau von Hyundai, Kia und Porsche, während es beim Mercedes CLA 22 Minuten sind. Aber die 18 min sind möglicherweise eine konservative Angabe, denn auf der chinesischen Smart-Website werden 15 Minuten genannt.
Aus den Angaben für die Nettokapazität und die Ladedauer haben wir die Ladegeschwindigkeit errechnet. Sie liegt für die kleine Batterie bei 1,7 kWh/min, bei der großen sind es 3,7 kWh/min. Zum Vergleich: Beim Porsche Taycan sind es wegen der etwas größeren Batterie bis zu 3,8 kWh, beim Hyundai mit der großen Batterie aber nur etwa 3,1 kWh/min.
Analog zur Ladegeschwindigkeit lassen sich auch Werte fürs Reichweite-Nachladen errechnen. Hier ergeben sich bei der großen Batterie bis zu 22,9 Kilometer pro Minute, das heißt: In einer Minute kann man Strom für rund 23 km nachladen – ein fantastischer Wert. Der Taycan kommt auf maximal 25 km/min. Abgesehen davon wird Plug & Charge sowie bidirektionales Laden unterstützt.
Cockpit des Smart #5: Ab Premium gibt es drei Bildschirme
Interieur
Innen haben alle Versionen ein 10,25-Zoll-Instrumentendisplay und einen 13-Zoll-Touchscreen, die höheren Varianten haben sogar drei Displays im Armaturenbrett sowie ein Head-up-Display. Wie bei den anderen hashtag-Modellen fällt die Mittelkonsole recht hoch aus.
Physische Bedienelemente gibt es fast nur am Lenkrad und an den Türen, wo es vier Tasten für die Fensterheber sowie Einstellmöglichkeiten für die Sitze gibt. Die Außenspiegel scheinen über den Touchscreen eingestellt zu werden. Einen Startknopf für den Antrieb scheint es nicht zu geben. Die Modi P, N, R und D werden über einen Hebel rechts hinter dem Lenkrad aktiviert.
Die Rücksitze lassen sich ein wenig längs verschieben, die Lehnen kann man ebenfalls etwas verstellen, wie der italienische Kollege im obigen Video berichtet. Er lobt Qualitätsanmutung und Platzverhältnisse. Der Film gibt einen Überblick über die Features des neuen Smart #5 und erklärt den Innenraum. Klicken Sie auf das Zahnrad rechts unten und wählen Sie die englische Synchronisation.
Die Heckklappe wird über einen Druck auf das "a" im Markenschriftzug geöffnet. Der Kofferraum fasst 630 bis 1.530 Liter. Dazu kommt noch ein Frunk, der bei den Hecktrieblern mit 72 Litern größer ausfällt als beim Allradler (47 Liter), weil bei letzteren vorne noch eine zweie Elektromotor untergebracht werden muss.
Nach dem Umklappen der Rücksitzlehnen ergibt sich ein schön ebener Ladeboden
Preise und Ausstattung
Die Preise für den Smart #5 beginnen bei knapp 46.000 Euro, die günstigste 800-Volt-Version kostet rund 51.000 Euro. Allerdings gewährt Smart einen Rabatt von 2.500 Euro für alle Versionen.
| Pro | Pro+ | Premium | Pulse | Summit Edition | Brabus | |
| Listenpreis | 45.900€ | 50.900€ | 55.400€ | 55.400€ | 56.900€ | 60.900€ |
| Rabattiert | 43.400€ | 48.400€ | 52.900€ | 52.900€ | 54.400€ | 58.400€ |
Die Ausstattung ist bereits bei der Basisausstattung so gut, dass man sich gut noch eine Pure-Version darunter vorstellen kann. Denn schon die Version Pro bietet rahmenlose Türen, versenkte Türgriffe, ein 10,25-Zoll-Instrumentendisplay und einen 13-Zoll-Touchscreen. Auch 19-Zoll-Räder, LED-Licht ("CyberSparks-LED"-Scheinwerfer), eine elektrisch bediente Heckklappe, ein Glasdach, elektrisch einstellbare Sitze mit Sitzheizung, Zweizonen-Klimaautomatik, Ambientelicht, Parkpiepser und ein Rundumsichtsystem sind immer an Bord, genauso wie der Smart Pilot Assist.
Bei Pro+ kommen (neben dem 800-Volt-System und der großen Batterie sowie der höheren Antriebsleistung) noch ein 22-kW-Bordlader, Kunstledersitze sowie kabelloses Smartphone-Laden hinzu.
Ab der Premium-Ausführung gibt es wie erwähnt drei Monitore und ein Head-up-Display. Eine Wärmepumpe, Sitzbelüftung vorne, Sitzheizung hinten, ein Sennheiser-Audiosystem mit 20 Lautsprechern und Ledersitze sind hier Standard. Außerdem kommen hier Matrix-LED-Scheinwerfer ("CyberSparks-LED+"-Scheinwerfer) zum Einsatz. Die Pulse-Version setzt (neben dem Allradsystem) nur noch Offroad-Fahrmodi drauf.
Die Summit Edition, die nur im ersten Jahr angeboten werden soll, bietet eine sensorgesteuerte Heckklappe, einen speziellen Look mit diversen Plaketten sowie 20-Zoll-Rädern. Für diese Version gibt es offenbar auch einen Dachkorb sowie eine Dachleiter. Die Brabus-Version schließlich hat aggressivere Schürzen und rote Bremssättel, schwarze Sitze mit roten Nähten und Belüftungs- sowie Heizfunktion. Auch ein Panoramaglasdach, Sportpedale und ein Sennheiser-Soundsystem sind Standard.
Zu den Konkurrenten der 800-Volt-Versionen gehören der Hyundai Ioniq 5, Kia EV6, Genesis Electrified GV70, Xpeng G6, Audi Q6 e-tron und Porsche Macan. Wir haben bereits einen Konkurrenzvergleich des Smart #5 Pro+ mit dem Ioniq 5 und Xpeng G6 durchgeführt. Die Alternativen zur 400-Volt-Basisvariante sind noch viel zahlreicher; dazu rechnen das Tesla Model Y, der Skoda Enyaq, der Peugeot E-5008, der Ford Mustang Mach-E und viele mehr.
Unter dem Strich
Der Smart #5 ist ein technischer Leckerbissen. Das betrifft vor allem die Ladefähigkeiten der 800-Volt-Version, während die Reichweiten nur ordentlich sind, aber keine neuen Rekordmarken setzen. Auch die "Abenteuer-Optik" der Summit Edition mit ihrer Dachleiter und dem Dachkorb ist etwas Besonderes. Mehr zu dem neuen Mittelklasse-SUV können wir berichten, wenn wir den Wagen demnächst selbst testen.
Technische Daten des Smart #5
- Heckantrieb mit Permanentmagnet-Synchronmotor (PSM) oder Allradantrieb mit zusätzlich ASM vorne
- 0-100 km/h / Höchstgeschwindigkeit: 6,9 bis 3,8 Sek. / 200 km/h
- WLTP-Verbrauch: 18,4-19,9 kWh/100 km
- Akku netto / WLTP-Reichweite: 74 bzw. 94 kWh / bis 590 km
- Max. Ladeleistung: 11 (optional 22) kW mit AC, 150 bzw. 400 kW mit DC
- DC-Ladedauer (10-80%): 30 bzw. 18 min
- Maße: 4.695 mm Länge / 1.920 mm Breite / 1.705 mm Höhe / 2.900 mm Radstand
- Kofferraum: 630-1.530 Liter plus Frunk (72 Liter bei RWD, 47 Liter bei AWD)
- Leergewicht: 2.200-2.378 Kilo
- Anhängelast: 750 kg ungebremst, 1.600 kg gebremst
- Basis-Listenpreis: 45.900 Euro
- Bestellstart: 28. April 2025
Quelle: Smart
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