Mercedes CLA elektrisch: Alle Daten, Antriebe und Preise
Der Elektro-CLA im Überblick mit allen Motorisierungen, Reichweiten, Ladeleistungen, Preisen und den wichtigsten Vor- und Nachteilen
Das meistverkaufte Elektroauto von Mercedes ist derzeit der CLA mitsamt seiner Kombiversion: Über 11.000 Neuzulassungen wurden im ersten Halbjahr 2026 in Deutschland verzeichnet. Inzwischen gibt es schon fünf Motorisierungen – wenn man die AMG-Version mitzählt. Grund genug, die Baureihe noch einmal im Ganzen vorzustellen.
Der CLA als Limousine wurde im März 2025 vorgestellt. Er war damals das erste Modell auf Grundlage der Mercedes Modular Architecture (MMA), die 800 Volt unterstützt. Die Kombiversion folgte im November 2025, danach starteten der GLB und zuletzt der GLA. Nach Gerüchten ebenfalls auf dieser Plattform basieren soll eine elektrische A-Klasse, die aber angeblich erst 2028 startet.
Exterieur | Interieur | Antriebe/Batterien | Preise
Bildergalerie: Mercedes CLA (2025)
Exterieur
Von der Länge her gehört der rund 4,70 Meter lange Mercedes CLA in die Mittelklasse. Das Tesla Model 3 und der neue BMW i3 sind etwa genauso groß. Von Mercedes wird der CLA allerdings manchmal auch als Kompaktmodell eingestuft – vermutlich aus historischen Gründen, weil die Mercedes A-Klasse als Stammvater des CLA in diesem Segment antrat. Auch bei der Karosserieart gibt es Differenzen: Wir stufen das Auto als viertürige Stufenhecklimousine ein, Mercedes dagegen bezeichnet den Wagen mitunter auch als Coupé. Die Maße des Modells sind jedenfalls praktisch identisch mit denen des Kombis (CLA Shooting Brake) und der Kofferraum ist kaum größer:
| Länge | Breite | Höhe | Radstand | Kofferraum | |
| Mercedes CLA | 4.723 mm | 1.855 mm | 1.468 mm | 2.790 mm | 405–1.250 Liter, 101 Liter Frunk |
| Mercedes CLA Shooting Brake | 4.723 mm | 1.855 mm | 1.469 mm | 2.790 mm | 455–1.290 Liter, 101 Liter Frunk |
Eine ausgefeilte Aerodynamik führt zu einem cW-Wert von 0,21. Das ist der Minimalwert, doch die Spreizung innerhalb der Baureihe soll gering sein. Der Kombi liegt bei 0,23.
Zur Optik der Basisversion Progressive gehört der mit Leuchtsternen übersäte schwarze "Grill" mit teilbeleuchtetem großem Stern in der Mitte. Die Frontleuchten enthalten je einen Stern vorne; sie werden durch eine Lichtlinie verbunden. Außerdem werden 17-Zoll-Alufelgen montiert. Die Basisversion hat Bügelgriffe, die höheren Ausstattungen aber flächenbündige Griffe. Dann werden auch die Räder größer: Die AMG Line besitzt 18-Zöller, die AMG Line Plus 19-Zöller. Neben einer schwarzen Lackierung ohne Aufpreis werden sieben weitere Außenfarben angeboten, darunter ein leuchtendes Rot und ein schönes Blau.
Interieur
Innen besitzt der CLA serienmäßig ein 10,25-Zoll-Instrumentendisplay und einen 14-Zoll-Touchscreen. Optional gibt es einen weiteren 14-Zoll-Monitor vor dem Beifahrersitz, womit sich der Superscreen ergibt. Dafür zahlt man 1.160 Euro; allerdings muss man weitere Extras dazubestellen, womit sich ein Gesamtpreis von 2.856 Euro ergibt. Auch beim Superscreen bleiben schwarze Stege zwischen den einzelnen Displays; der Hyperscreen, bei dem das nicht der Fall ist, wird erst eine Klasse höher in der C-Klasse und im GLC angeboten.
Das Lenkrad hatte anfangs nur Touch-Tasten, doch bei den neueren Modellen gibt es links wieder eine physische Wippe für den Abstandstempomaten und rechts eine Walze für die Lautstärke.
Der Kofferraum des CLA: Kleine Klappe, aber die Rücksitzlehnen lassen sich umklappen
Antriebe und Batterien
Der elektrische CLA bietet wie erwähnt 800-Volt-Technik. Für den Antrieb wird bei den bürgerlichen Versionen die neue Antriebseinheit EDU 2.0 verwendet. Dazu gehören ein Zweiganggetriebe und ein Siliciumcarbid-Inverter an der Hinterachse; beides verbessert den Wirkungsgrad, der auf der Langstrecke bei 93 Prozent liegen soll. Als Motoren werden ausschließlich Permanentmagnet-Synchronmaschinen (PSM) eingesetzt. Bei den Hecktrieblern bietet das Aggregat 165 bzw. 200 kW, beim CLA 350 4Matic kommt eine zweite Maschine mit 80 kW hinzu. Diese wird über eine Disconnect Unit abgekoppelt, wenn sie nicht gebraucht wird.
Die AMG-Version besitzt einen völlig anderen Antrieb auf der Basis von Axialflussmaschinen. Aus Platzgründen haben wir diese 500 kW starke Version nicht in die Tabelle aufgenommen:
| Mercedes CLA 200 EQ |
Mercedes CLA 250 EQ |
Mercedes CLA 250+ EQ |
Mercedes CLA 350 4Matic EQ |
|
| Antrieb | RWD 165 kW, 335 Nm |
RWD 200 kW, 335 Nm |
RWD 200 kW, 335 Nm |
AWD 260 kW, 515 Nm |
| 0–100 km/h | 7,5 Sek. | 6,7 Sek. | 6,7 Sek. | 4,9 Sek. |
| Höchstgeschw. | 210 km/h | 210 km/h | 210 km/h | 210 km/h |
| WLTP-Verbrauch | 12,3 kWh | 12,3 kWh | 12,3 kWh | 12,7 kWh |
| Autobahnverbrauch | 15,0 kWh | 14,9 kWh | 14,9 kWh | 15,4 kWh |
| Akku netto | 58 kWh (LFP) | 71 kWh (NMC) | 85 kWh (NMC) | 85 kWh (NMC) |
| WLTP-Reichweite | 541 km | 673 km | 791 km | 770 km |
| Max. Anhängelast | 1.500 kg | 1.500 kg | 1.500 kg | 1.800 kg |
Als Energiespeicher werden ein LFP-Akku mit 58 kWh und ein NMC-Akku mit 85 kWh eingesetzt. Daneben gibt es noch eine 71-kWh-Version, bei der die nutzbare Speicherkapazität des großen Akkus per Software begrenzt wird. Diese Variante lädt schneller als die LFP-Version, aber langsamer als die 85-kWh-Versionen:
| Mercedes CLA 200 EQ |
Mercedes CLA 250 EQ |
Mercedes CLA 250+ EQ |
Mercedes CLA 350 4Matic EQ |
|
| Max. Ladeleistung AC/DC | 11 / 200 kW | 11 / 250 kW | 11 / 320 kW | 11 / 320 kW |
| DC-Ladedauer (10–80 %) | 20 min | 20 min | 22 min | 22 min |
| DC-Ladegeschwind. | 2,0 kWh/min | 2,5 kWh/min | 2,7 kWh/min | 2,7 kWh/min |
| Reichweite-Nachladen | 18,9 km/min | 23,6 km/min | 25,2 km/min | 24,5 km/min |
Serienmäßig können alle Varianten nur an 800-Volt-Ladesäulen geladen werden. Hier werden bis zu 320 kW erreicht. Für die Ladegeschwindigkeit beim 250+ errechnen sich 85 kWh × 0,7 / 22 min = 2,7 kWh/min. Reichweite wird mit bis zu 791 km × 0,7 / 22 min = 25,2 km/min nachgeladen.
Um an 400-Volt-Säulen (zum Beispiel älteren Tesla-Superchargern) zu laden, braucht man den optionalen DC-DC-Konverter für 655 Euro. Aber auch damit wird nur eine maximale Ladeleistung von 100 kW möglich. Ein Pluspunkt des elektrischen CLA ist allerdings, dass man einen 22-kW-Bordlader für ebenfalls 655 Euro bestellen kann. Damit geht das Laden zum Beispiel an öffentlichen Wechselstrom-Ladesäulen schneller.
Preise und Ausstattung
Die Preise für den elektrischen CLA beginnen bei rund 48.000 Euro, wenn man den im Konfigurator ausgewiesenen Herstellerrabatt von fünf Prozent berücksichtigt. Hier sind die Preise im Überblick:
| Mercedes CLA 200 EQ |
Mercedes CLA 250 EQ |
Mercedes CLA 250+ EQ |
Mercedes CLA 350 4Matic EQ |
|
| Listenpreis | 49.421 Euro | 52.872 Euro | 55.859 Euro | 60.381 Euro |
| Rabattiert | 46.950 Euro | 50.228 Euro | 53.066 Euro | 57.361 Euro |
Zur Serienausstattung der Grundversion Progressive gehört außer den schon erwähnten Elementen am Exterieur und im Interieur auch das "Advanced-Paket mit Digitalen Extras" (LED-Licht mit Fernlichtassistent, Glasdach, anklappbare Außenspiegel, eine Rückfahrkamera, eine Klimaautomatik, Sitzheizung und ein Navigationssystem). Auch Kunstledersitze, Sitzheizung, Abstandstempomat (ACC), Spurhalteassistent, Totwinkelassistent und eine Wärmepumpe sind Standard.
Bei der AMG Line kommen Sportsitze, eine kabellose Ladestation fürs Handy, Edelstahl-Pedale, eine Armlehne im Fond und ein künstlicher Motorsound hinzu. Die AMG Line Plus bietet zusätzlich das "Premium-Paket mit Digitalen Extras" (Superscreen, Memoryfunktion für die Sitzeinstellung und Zweizonen-Klimaautomatik), getönte Seitenscheiben, rote Nähte an den Sportsitzen und rote Sicherheitsgurte, ein Lederlenkrad, einen sensorgesteuert öffnenden Kofferraumdeckel sowie eine AMG-Abrisskante am Heck hinzu.
Viele Extras sind verfügbar, zum Beispiel ein Head-up-Display, ein Burmester-Soundsystem, Parksensoren ("Parktronic") oder Matrix-LED-Licht ("Multibeam"), das Sky-Control-Glasdach mit einstellbarer Transparenz (aber ohne Mercedes-Sterne) und eine Anhängerkupplung mitsamt Anhängerstabilisierung.
Zu den Rivalen des elektrischen Mercedes CLA gehören der neue BMW i3, das Tesla Model 3, der VW ID.7 (als Limousine mit großer Heckklappe oder als Kombi, der gegen den Shooting Brake antritt) und andere Elektro-Limousinen bzw. Elektro-Kombis.
Unter dem Strich
Sie haben es vielleicht bei der Lektüre schon gemerkt: Der elektrische Mercedes CLA hat es uns angetan. Den geringen Verbrauch finden wir besonders lobenswert, hier hat Mercedes sogar die Tesla-Modelle überholt. Dadurch ergeben sich mit der großen 85-kWh-Batterie bemerkenswerte Reichweiten.
Nicht so gut ist dagegen das Ladeverhalten, zumindest nicht im Vergleich mit anderen 800-Volt-Modellen. Dabei muss man allerdings den günstigen Preis berücksichtigen. Zu den Nachteilen gehören die kleine Kofferraumklappe und der begrenzte Platz im Fond. Wenn hinten regelmäßig Erwachsene sitzen, sollte man vielleicht besser die elektrische C-Klasse wählen. Wer viel Gepäck transportieren möchte, greift bei Mercedes wohl besser zum elektrischen GLC oder zum kommenden BMW i3 Touring, denn der CLA Shooting Brake hat zwar eine große Heckklappe, aber kaum mehr Kofferraumvolumen als der normale CLA.
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