Skoda Elroq 2027: Alle Daten, Preise und Varianten
Der Elroq erhielt kürzlich neue Antriebe und Batterien. Hier finden Sie alle Daten, Reichweiten, Ladezeiten, Preise und Ausstattungen.
Der Skoda Elroq erhielt im Frühjahr deutliche technische Änderungen, vor allem an Antrieben und Akkus, aber auch beim Infotainment. Damit Sie alle Informationen zu der Baureihe in einem Artikel finden, haben wir hier das Wesentliche zusammengestellt.
Die meisten Änderungen im neuen Modelljahr 2027 beziehen sich sowohl auf den Elroq als auch auf den größeren Enyaq. Am Exterieur ändert sich bei beiden nichts, auch das Interieur sieht aus wie zuvor. Der Elroq erhält nun jedoch ein Infotainmentsystem auf Google-Basis sowie einen Digital Key. Vor allem aber gibt es andere Antriebe und Batterien, darunter der neue Elroq 60 mit 140 kW und LFP-Batterie.
Exterieur | Interieur | Antriebe/Batterien | Preise/Ausstattung
Bildergalerie: Skoda Elroq (2025)
Exterieur
Skoda Elroq und Skoda Enyaq basieren beide auf dem Modularen Elektrobaukasten (MEB bzw. MEB+) des VW-Konzerns. Die Radstände sind fast identisch, der Enyaq ist jedoch 17 Zentimeter länger. Der Enyaq bietet auch deutlich mehr Kofferraum. Von der Größe her ist der Elroq dem Ford Explorer ähnlicher, der auf der gleichen Plattform basiert. Der VW ID.4 dagegen ist rund zehn Zentimeter kürzer:
| Länge | Breite | Höhe | Radstand | Kofferraum | |
| Skoda Elroq | 4.488 mm | 1.884 mm | 1.654 mm | 2.765 mm | 470–1.580 Liter kein Frunk |
| Skoda Enyaq | 4.658 mm | 1.879 mm | 1.622 mm | 2.766 mm | 585–1.710 Liter kein Frunk |
| Ford Explorer | 4.468 mm | 1.872 mm | 1.632 mm | 2.767 mm | 532–1.460 Liter kein Frunk |
| VW ID.4 | 4.584 mm | 1.852 mm | 1.634 mm | 2.771 mm | 533–1.565 Liter kein Frunk |
Auf einen traditionellen Kühlergrill verzichtet Skoda; stattdessen gibt es eine schwarze Blende, das sogenannte Tech-Deck. Die Lichter bestehen aus einer gestrichelten Linie oben als Tagfahrlicht und LED-Scheinwerfern eine Etage tiefer. Die gehobenen Versionen besitzen zudem eine gestrichelte Lichtlinie am oberen Rand des Tech-Decks. Statt des Skoda-Logos mit dem Indianer-Kopfschmuck prangt nun der Markenname auf der Fronthaube. Die Türen werden jedoch wie gehabt mit Bügelgriffen geöffnet.
Serienmäßig rollt der Elroq auf 19-Zoll-Stahlfelgen, optional gibt es Aluräder in 19 und 20 Zoll. Neben "Energy Blau", das keinen Aufpreis kostet, werden acht weitere Farben angeboten, darunter auch ein Rot sowie ein weiteres Blau.
Interieur
Während neuere MEB-Modelle wie der VW ID.3 Neo schon ein größeres Instrumentendisplay haben, besitzt der Elroq nach wie vor das kleine 5,5-Zoll-Display. Dazu kommt wie gehabt ein 13-Zoll-Touchscreen. Zum Systemstart muss man einen Knopf drücken. Die Fahrmodi P, N, R und D werden über eine Art Schieber in der Mittelkonsole aktiviert. Zudem kann man dort einen B-Modus mit stärkerer Rekuperation aktivieren.
Die gehobenen Varianten Sportline und RS besitzen Lenkradwippen zum Einstellen der Rekuperation; die Einstellungen bleiben aber je nach Fahrmodus nur bis zum nächsten Bremsvorgang erhalten. Auch One-Pedal-Driving bis zum Stillstand ist nicht möglich. Mehr dazu lesen Sie in unserem Test der alten 85er-Version.
Antriebe und Batterien
Der Skoda Elroq wurde im Herbst 2024 vorgestellt. Damals gab es die Versionen Elroq 50, 60, 85 und 85X, der RS folgte später. Der Elroq 50 wird zumindest derzeit nicht angeboten, der zeitweise nicht angebotene 60er ist wieder verfügbar, die anderen Varianten sind mit teils veränderter Technik weiter erhältlich.
Der neue Elroq 60 erhält einen anderen Motor und eine neue Batterie. Wie bei zahlreichen MEB-Modellen ersetzt der neue APP350-Motor auch hier den alten APP310. Im Elroq 60 leistet er 140 kW und ist damit 10 kW schwächer als die alte Maschine, dafür steigt das Drehmoment von 310 auf 350 Nm – laut Konfigurator, während im Datenblatt noch der alte Wert steht (vermutlich ein Fehler). Zudem wird die alte NMC-Batterie durch eine LFP-Batterie mit Cell-to-Pack-Architektur ersetzt. Mit 58 kWh netto ist sie etwas kleiner als die alte Batterie mit 59 kWh netto. Die Reichweite ist mit rund 400 km ähnlich wie beim alten Modell.
Beim Elroq 85 sorgt nach wie vor der APP550 mit 210 kW und 545 Nm für Vortrieb, der Strom kommt wie gehabt aus einer 77-kWh-Batterie. Offenbar werden aber andere Zellen eingesetzt, denn die maximale Ladeleistung beträgt nur noch 165 statt 185 kW. Zudem verlängert sich die Ladedauer von 28 auf 29 Minuten (10–80 %).
Die gleiche 77-kWh-Batterie mit geringerer Ladeleistung wird auch beim Elroq 85X eingesetzt. Hier steigt aber auch die Antriebsleistung: Statt 210 werden nun 220 kW angegeben. Wie aus der Drehmomentangabe hervorgeht, arbeitet hier nicht mehr der APP550 mit 545 Nm an der Hinterachse, sondern ein neuer Motor mit 350 Nm (vermutlich der APP350). Vorne kommt noch ein Asynchronmotor mit 134 Nm hinzu. Durch die höhere Leistung verkürzt sich der Sprintwert von 6,6 auf 6,2 Sekunden. Auffällig ist, dass Verbrauch und Reichweite des 85X fast identisch mit den Werten des Elroq 85 sind.
Beim Elroq RS schließlich wird die 79-kWh-Batterie wieder durch den älteren 77-kWh-Akku ersetzt. Trotz der geringeren Nettokapazität bleibt die Reichweite fast unverändert. Die maximale Ladeleistung verringert sich auch hier von 185 auf 165 kW, und die Ladedauer steigt von 26 auf 29 Minuten.
| Elroq 60 | Elroq 85 | Elroq 85X | Elroq RS | |
| Antrieb | RWD 140 kW, 350 Nm |
RWD 210 kW, 545 Nm |
AWD 220 kW, 134+350 Nm |
AWD 250 kW, k.A. |
| 0–100 km/h / Vmax |
8,5 Sek. / 160 km/h |
6,6 Sek. / 180 km/h |
6,2 Sek. / 180 km/h |
5,4 Sek. / 180 km/h |
| WLTP-Verbrauch | 15,3-16,8 kWh | 15,3-17,1 kWh | 15,5-17,2 kWh | 16,2-17,5 kWh |
| Akku netto | 58 kWh | 77 kWh | 77 kWh | 77 kWh |
| WLTP-Reichweite | 408–453 km | 523–576 km | 524–576 km | 516–554 km |
| Max. Anhängelast | 1.200 kg | 1.800 kg | 1.800 kg | 1.800 kg |
Die neue 58-kWh-Batterie lässt sich mit bis zu 105 kW laden, die bei den drei übrigen Varianten eingesetzte 77-kWh-Batterie mit 165 kW. Aus den Herstellerangaben zur Ladedauer haben wir die Ladegeschwindigkeit errechnet. Für die 77-kWh-Batterie ergeben sich 77 kWh × 0,7 / 29 min = 1,9 kWh/min. Analog ergeben sich für das Reichweite-Nachladen beim Elroq 85 bis zu 576 km × 0,7 / 29 min = 13,9 km/min. Das heißt, pro Minute Ladezeit gewinnt man Strom für durchschnittlich etwa 14 Kilometer.
| Elroq 60 | Elroq 85 | Elroq 85X | Elroq RS | |
| DC-Ladeleistung | 105 kW | 165 kW | 165 kW | 165 kW |
| DC-Ladedauer 10-80 % |
26 min | 29 min | 29 min | 29 min |
| DC-Ladegeschwind. | 1,6 kWh/min | 1,9 kWh/min | 1,9 kWh/min | 1,9 kWh/min |
| Reichweite-Nachladen | bis 12,2 km/min | bis 13,9 km/min | bis 13,9 km/min | bis 13,4 km/min |
Preise und Ausstattung
LFP-Akkus gelten als günstiger als NMC-Batterien. Möglicherweise ermöglicht das die niedrigeren Preise. Der alte Elroq 60 kostete jedenfalls 38.400 Euro, den neuen gibt es schon ab 37.390 Euro. Neu sind auch die Ausstattungsvarianten Essence und Selection. Damit gibt es nun acht Varianten:
| Elroq 60 | Elroq 85 | Elroq 85X | Elroq RS | |
| Essence | 37.390 Euro | — | — | — |
| Selection | 41.890 Euro | 46.390 Euro | 48.690 Euro | — |
| Sportline | 45.490 Euro | 49.990 Euro | 52.290 Euro | — |
| RS | — | — | — | 54.790 Euro |
Zur Serienausstattung des Essence gehören 19-Zoll-Stahlfelgen, LED-Licht, Licht- und Regensensor, elektrisch einstell-, beheiz- und anklappbare Außenspiegel, eine Zweizonen-Klimaautomatik, Parksensoren hinten, eine Rückfahrkamera, ein Abstandsregeltempomat (ACC), ein Spurhalteassistent und ein Totwinkelwarner. Für 1.520 Euro (oder im Abo für 8,44 Euro pro Monat) gibt es das Smart-Paket. Dabei werden Parksensoren vorne, Sitz- und Lenkradheizung, die Fahrprofilauswahl und die Navigation freigeschaltet. Für 1.110 Euro gibt es eine Wärmepumpe.
Die Version Selection baut auf Essence auf, hier ist das Smart-Paket jedoch schon an Bord. Zudem gibt es hier 19-Zoll-Aluräder, das schlüssellose Zugangssystem KESSY, den Travel Assist, Komfortsitze, eine induktive Ladevorrichtung fürs Smartphone sowie eine Akustikverglasung vorn und getönte Scheiben hinten.
Skoda Elroq mit und ohne das beleuchtete Tech-Deck
Bei Sportline sind zudem Matrix-LED-Scheinwerfer, Rückleuchten mit beleuchteten Kristallelementen, das beleuchtete Tech-Deck, andere Stoßfänger, Sport-Komfortsitze mit Microfaser-Kunstleder-Bezug, die Lenkradwippen zur Rekuperationseinstellung sowie eine Progressivlenkung.
Die RS-Version schließlich bietet darüber hinaus noch 20-Zoll-Alufelgen, sportliche Schürzen vorn und hinten, eine elektrische Sitzeinstellung vorn mit Memoryfunktion (auch für die Spiegel), eine Massagefunktion am Fahrersitz, Sitzheizung auch hinten, eine Heckklappe mit sensorgesteuerter Öffnungsfunktion, eine beheizbare Frontscheibe, eine Drei-Zonen-Klimaautomatik, gelbgrüne Ziernähte an den Sitzen, adaptive Dämpfer (DCC), ein Rundumsichtsystem, ein Head-up-Display und ein Canton-Audiosystem.
Unter dem Strich
Der Skoda Elroq war im ersten Halbjahr 2026 das Elektroauto mit den meisten Neuzulassungen in Deutschland. Er gehört nicht grundlos zu den meistgekauften Elektroautos. Das Kompakt-SUV ist ein recht vernünftig ausgelegtes Modell mit einem guten Verhältnis von Reichweite und Preis. Ein Kia EV3 bietet zwar noch etwas mehr Reichweite, aber etwas zu wenig Platz für eine vierköpfige Familie. Der Skoda Enyaq bietet vor allem mehr Kofferraum, aber sonst wenig mehr als sein kleiner Bruder. Aber Alternativen gibt es viele, zum Beispiel der Ford Explorer, der BYD Atto 3 Evo, der Geely E5 oder der MGS5 EV.
Quelle: Skoda (Modelljahr 2027)
Auch interessant
Skoda Peaq: Produktion des großen Elektro-SUVs gestartet
Jaguar Type 01: Erste Bilder vom Cockpit
Skoda Peaq (2026): Daten, Preise und Reichweite des Elektro-SUVs
ACE: Urlaubsreise mit Elektroauto an den Hauptrouten problemlos
MySkoda-App mit neuem "Camp-Modus": Besser übernachten im E-Auto
Xpeng L03 gegen Geely E5: Zwei Elektro-SUVs im Vergleich
BMW iX3: Alle Daten, Preise und Reichweiten im Überblick