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Aral rüstet 120 seiner Tankstellen mit Schnellladern aus

Zahl der Ladepunkte soll verfünffacht werden, doch auch EnBW rüstet auf

Aral will 500 Ladestationen an seinen Tankstellen bis Ende 2021 bauen

Stefan Leichsenring Stefan Leichsenring

Von: Stefan Leichsenring

16. Feb. 2021 um 19:56 Uhr

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Aral baut sein Schnellladenetz für Elektroautos aus. Im Jahr 2021 will der Tankstellenbetreiber die Zahl seiner Ladepunkte an Tankstellen verfünffachen. Bis Ende Februar will das Unternehmen 100 eigene Ladepunkte an 25 Tankstellen haben, bis Jahresende dann 500 Ladepunkte an 120 Tankstellen. Alle spenden Ökostrom und haben eine Ladeleistung von stolzen 300 oder 350 Kilowatt.

Das klingt gut, doch 120 Tankstellen mit Ladestationen sind gerade mal fünf Prozent der insgesamt 2.400 Aral-Tankstellen in Deutschland – da ist also noch Luft nach oben.

Die Aktivitäten im Bereich Elektromobilität firmieren bei Aral künftig unter dem Namen Aral pulse. Die Ladesäulen erhalten ein spezielles Logo.

"Das Herzstück des neuen Aral pulse Logos ist ein Elektron in Bewegung. Die Ladesäulen erhalten dieses neue Design und heben sich optisch von den Tanksäulen ab." (Aral)

Zu den Stromkosten an den neuen Schnellladern machte Aral keine Angaben. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung erfuhr jedoch auf Anfage, dass man an der Zapfsäule "über einen QR-Code mit der eigenen Kreditkarte zahlen" könne – vermutlich über eine App. Dafür werden 69 Cent je Kilowattstunde berechnet. In wenigen Wochen soll auch die Zahlung über Paypal und später dann auch ohne Smartphone direkt mit der Kreditkarte möglich sein.

Aral Pulse

Aral Pulse

Der Aral-Vorstoß könnte laut FAZ eine Folge des letzten Autogipfels vom November sein, bei dem entschieden wurde, das Ladenetz schneller auszubauen. So will die Bundesregierung nun, dass bis Ende 2022 ein Viertel aller Tankstellen Schnelllader haben, bis Ende 2024 dann 50 Prozent und Ende 2026 sogar 75 Prozent. Dazu wollte die Regierung eine Selbstverpflichtung der Tankstellenbetreiber anstreben.

Ein weiterer Grund könnte die so genannte THG-Novelle sein, mit der die Bundesregierung die Mineralölwirtschaft dazu bringen will, mehr CO2-neutrale Kraftstoffe wie Strom (aber auch grüner Wasserstoff) zu verkaufen. Dazu soll die Treibhausgasminderungsquote (THG-Quote) bis 2030 schrittweise von 6 auf 22 Prozent steigen.

Mehr zum Thema Lade-Infrastruktur:

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Aber auch Energieversorger bauen nun Schnelllader auf. So hat EnBW kürzlich seinen fünfhundertsten Standort in Betrieb genommen, bis zum Ende 2021 sollen es 1.000 werden. Auch die Autohersteller bemühen sich um eine bessere Ladeinfrastruktur und haben dafür das Gemeinschaftsunternehmen Ionity gegründet, das 400 Schnellladestationen in Europa anstrebt, wovon derzeit schon etwa 300 existieren. Außerdem denkt Audi derzeit über ein eigenes Ladenetz mit 200 bis 300 nach, das eventuell zusammen mit Porsche betrieben werden könnte.

Quelle: Aral, FAZ.net

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