Parallel führt Mercedes Me Charge auch Plug & Charge und Green Charging ein

Der Mercedes EQS kommt im August 2021 auf den Markt. Das teilt die Stern-Marke nun offiziell mit. Der EQS basiert auf der Plattform EVA, auf dem auch der etwas später startende EQE und die SUV-Varianten von EQS und EQE beruhen.

Zu den Highlights gehört ein Infotainmentsystem mit drei Displays unter einer einzigen Deckscheibe. Der Mercedes EQS soll Reichweiten über 700 Kilometer nach WLTP bieten und damit weiter kommen als ein Tesla Model S Long Range – die "Plaid+"-Version bleibt dagegen mit 832 km Reichweite nach wie vor Spitzenreiter.

Mercedes-Benz EQS Ladeteaser Silhouette

Mit dem neuen Modell führt Mercedes auch Verbesserungen bei seinem Ladeangebot Mercedes me Charge ein. Wichtigste Neuerung ist die Einführung von Plug & Charge.

Plug & Charge

Wenn die Ladesäule Plug & Charge unterstützt, lässt sich der EQS sehr bequem laden: Mit dem Einstecken des Ladekabels startet der Ladevorgang sofort, es ist keine weitere Authentifizierung notwendig. Die Kommunikation zwischen Fahrzeug und Ladestation erfolgt direkt über das Ladekabel. Wie bisher erfolgt die Bezahlung automatisch über die hinterlegte Zahlungsart. Jeder Ladevorgang wird dann automatisch abgebucht – auch im Ausland. Zur Übersicht über die Ladevorgänge erhält man monatlich eine Rechnung.

Ob eine Ladestation "Plug & Charge"-fähig ist, sieht man im Infotainmentsystem des EQS sowie in der Mercedes-me-App. Dort kann auch nach entsprechenden Ladestationen gesucht werden. Zunächst wird Plug & Charge an den Ionity-Schnellladestationen sowie an ausgewählten Ladestationen in den USA verfügbar sein.

Green Charging

Außerdem stammt der Strom von allen Ladepunkten von Mercedes me Charge in Europa künftig aus erneuerbaren Energien. In Europa gehören über 200.000 Ladepunkte zu dem Ladenetzwerk – mit Wechselspannung und Gleichspannung. Diese Ladepunkte gehören rund 400 verschiedenen Betreibern. Mit Mercedes me Charge erhält man auf einfache Weise Zugang zu allen, nachdem man einmal seine Zahlungsweise hinterlegt hat. Der Start von Green Charging in Nordamerika folgt im weiteren Lauf des Jahres mit dem EQS. 

Mercedes-Benz EQS Ladegeräte Mercedes Me Charge

Natürlich stöpselt Mercedes die Ladestationen dazu nicht irgendwo anders ein, sondern kauft Öko-Zertifikate ein, die sicherstellen, dass eine äquivalente Strommenge aus erneuerbaren Energien ins Stromnetz eingespeist wird. Geladene Energiemengen werden also nach dem Ladevorgang durch Grünstrom ausgeglichen.

Bidirektionales Laden beim japanischen EQS

In Japan wird mit dem Mercedes EQS auch bidirektionales Laden möglich sein, denn dort wird das Auto mit CHAdeMO-Anschluss ausgeliefert, und der unterstützt diese Technik. Damit sind Anwendungen wie V2G (Vehicle-to-Grid, vom Fahrzeug ins Netz) und V2H (Vehicle-to-Home, vom Fahrzeug ins Haus) möglich. Somit kann der EQS beispielsweise als Zwischenspeicher für Strom aus der heimischen Photovoltaikanlage dienen oder beim Ausfall des öffentlichen Stromnetzes den Haushalt mit Energie versorgen.

Bildergalerie: Mercedes EQS (2021) mit weniger Tarnung erwischt