Schwestermodell des U5 soll noch 2021 zu uns kommen

Auch wenn kaum jemand dieses Elektro-SUV auf dem Zettel hat: Den Aiways U5 kann man seit Herbst 2020 in Deutschland bestellen. Nun stellt der chinesische Hersteller das Schwestermodell U6 vor. Es handelt sich um die Coupé-SUV-Variante des U5.

Als Studie U6ion präsentierte Aiways das Auto vor etwa einem Jahr. Damals hatte der Wagen noch einen großen (unserer Meinung nach ziemlich protzigen) Heckflügel, der nun offenbar gestrichen wurde; allerdings gab es schon bei der Studie auch Zeichnungen von einer Variante ohne Flügel:

Bildergalerie: Aiways U6ion Concept (2020)

Die Front wurde weitgehend von der Studie übernommen, genauso die auffälligen schwarzen Schweller mit den senkrechten Einschnitten. Insgesamt erinnert die Optik ein wenig an den Polestar 2; wie diesen könnte man den U6 auch als Schräghecklimousine bezeichnen:

Bildergalerie: Aiways U6 (2021)

Völlig verändert wurde das Interieur. Die Studie hatte noch das gleiche Cockpit wie der U5, mit zwei Displays im Querformat. Nun wurde der Touchscreen in der Mitte größer, das Fahrerdisplay aber viel kleiner – es zeigt wenig mehr als den Fahrmodus (P, R, N, D).

Aiways U6ion Concept (2020)
U6ion Concept (2020)
Aiways U6 (2021)
U6-Serienversion (2021)

Die Mittelkonsole mit dem "Schubhebel" wird dagegen von der Studie übernommen: Das von Yachten oder großen Flugzeugen bekannte Element dient offenbar dazu, den Fahrmodus (P, N, R, D) zu aktivieren.

Die schicken Türgriffe sind offenbar aus Metall, die Sitze und Türinnenseiten sind mit dreifarbigem Leder bespannt. Aiways erwähnt außerdem eine induktive Ladestation fürs Handy und eine einstellbare Ambiente-Beleuchtung.

Wie der U5 basiert auch der U6 als zweites Serienmodell der Marke auf der Plattform MAS (More Adaptable Structure) auf. Er soll den U5 ergänzen "als sportliche Variante für aufgeschlossene Kunden, die weniger statusorientiert leben, jedoch hohe Ansprüche an technische Lösungen und ein eigenständiges Design stellen."

Zu Antrieben, Maßen und Preisen hat Aiways noch keine Angaben gemacht. Der Antrieb dürfte aber wohl vom U5 übernommen werden. Diesen gibt es ausschließlich mit einem 63-kWh-Akku, der für 410 Kilometer WLTP-Reichweite sorgt. Der Elektromotor an der Vorderachse leistet 150 kW. Mit einer Länge von 4,68 Metern konkurriert der Wagen mit einem weiteren China-Neuling, dem MG Marvel R Electric oder auch dem Skoda Enyaq.

Der Aiways U6 soll noch im Laufe des Jahres starten, und zwar sowohl in China wie in Europa. Die Preise dürften etwas höher als beim U6 ausfallen, den es laut Konfigurator ab 35.993 Euro gibt. Das ist jedoch der Bruttopreis nach Abzug des Herstelleranteils am Umweltbonus. Nach Förderung kostet der Wagen 29.993 Euro. Hierzulande dürfte der U6 wie der U5 über den Elektronikhändler Euronics angeboten werden.