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VW steigt 2035 aus dem Verbrenner-Geschäft aus

Das gilt für Europa – in den USA und China wird es länger dauern

VW steigt bis 2035 aus dem Verbrenner-Verkauf in Europa aus

Stefan Leichsenring Stefan Leichsenring

Von: Stefan Leichsenring

26. Jun. 2021 um 19:01 Uhr

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Jaguar will schon ab 2025 keine Verbrenner mehr verkaufen, während Ford, Volvo und Mini das Jahr 2030 genannt haben und Audi kürzlich das Jahr 2033. Nun hat sich auch die Marke Volkswagen geäußert: VW will 2035 aussteigen. Das geht aus einem Interview von VW-Vertriebschef Klaus Zellmer mit dem Münchner Merkur hervor.

Allerdings will die Marke den Verkauf von Benzinern und Dieseln nicht überall gleichzeitig beenden, sondern zuerst in Europa:

"In Europa steigen wir zwischen 2033 und 2035 aus dem Geschäft mit Verbrenner-Fahrzeugen aus, in den USA und China etwas später."

In Südamerika und Afrika soll es wegen "der noch fehlenden politischen und infrastrukturellen Rahmenbedingungen" noch ein gutes Stück länger dauern.

Auch innerhalb Europas sieht Zellmer Unterschiede: "Es wird dabei Märkte geben, in denen frühzeitiger nur noch batterie-elektrische Fahrzeuge erlaubt sein werden, denken Sie an Norwegen. Und es wird Märkte geben, in denen batterie-elektrische Fahrzeuge ökologisch wenig Sinn ergeben würden, weil der Strom auch perspektivisch vor allem aus Kohle gewonnen wird."

Und: "Am Ende liegt die Entscheidungsfreiheit immer beim Kunden." Dieser Satz scheint dem zuvor gesagten zu widersprechen. Denn die Nachfrage im Jahr 2035 lässt sich ja bislang nur prognostizieren. Vermutlich meint Zellmer: VW geht in seiner Planung davon aus, dass bis zum Jahr 2035 Verbrenner verkauft werden. Politische und nachfragemäßige Verschiebungen in den nächsten 14 Jahren sind ja nicht auszuschließen.

Beim Ausstieg aus der Verbrenner-Technologie habe VW als internationale Marke auch die Märkte außerhalb Europas im Auge zu behalten, wo die politischen Vorgaben nicht so eindeutig sind, so Zellmer. In Europa rechnet VW im Jahr 2030 mit einer Elektroauto-Quote von 70 Prozent am Absatz.

Derzeit hat VW allerdings erst zwei E-Autos im Programm, den ID.3 und den ID.4. Dem gegenüber stehen 15 Baureihen, die nur als Verbrenner oder allenfalls als Plug-in-Hybride angeboten werden. Und dabei sind die Nutzfahrzeuge noch gar nicht eingerechnet. Konzernchef Herbert Diess hat sich allerdings ziemlich eindeutlich auf die Elektromobilität festgelegt, unter anderem bei VW Power Day.

Mercedes-Chef Ola Källenius peilt einen Verbrenner-Ausstieg für spätestens 2039 an, wahrscheinlich aber früher. BMW dagegen lehnt es ab, ein konkretes Enddatum zu nennen, geht aber davon aus, dass 2030 jeder zweite BMW ein E-Auto sein wird.

Mehr zum Thema Verbrenner-Ausstieg:

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Quelle: Münchner Merkur

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