Bis dahin, Spätzünder ...

Der BMW i3 ist nicht unbedingt das sportlichste Modell des bayerischen Herstellers auf dem Markt. Er ist auch nicht wirklich das attraktivste Fahrzeug, das man für sein Geld kaufen kann. Der Designchef von Bentley gab zu Protokoll, dass die i3-Besitzer und i3-Interessenten das wissen und man sich dieses Fahrzeug nicht wegen des Aussehens kaufen würde. Nichtsdestotrotz: 200.000 Einheiten konnten unters Volk gebracht werden.

Im Jahr 2013 wurde das ungewöhnlich aussehende Modell eingeführt und BMW kündigte erst letztes Jahr an, dass die Produktion des i3 erhöht werden soll, um die nun steigende Nachfrage nach Elektroautos zu befriedigen.

Bildergalerie: BMW i3

Trotzdem wurde jetzt bekannt gegeben, dass die Serienproduktion für den US-Markt bereits im Juli 2021 enden soll. Dies wurde in einem BMW-Händler-Bulletin angekündigt, der von BimmerToday ausgegraben wurde. Damit sieht es so aus, als ob der frühere Plan, die Produktion zu erhöhen, nie wirklich zum Tragen kam.

Im gleichen Bericht schreibt BimmerToday, dass die Produktion des i3 bis 2022 auch für alle anderen Märkte enden dürfte und in Leipzig damit keine dieser Modelle mehr vom Band laufen könnten. Dies widerspricht irgendwie dem vorherigen Bericht aus dem Jahr 2019, dass der i3 bis 2024 durchhalten wird.

Das soll nicht heißen, dass BMW seinen elektrischen Pläne für die Zukunft aufgibt. Der BMW i4 und der BMW iX wurden erst kürzlich vorgestellt. Sowohl die elektrische Limousine als auch der Crossover sehen gegenüber dem i3 sehr konventionell und deutlich gefälliger aus und werden im ersten Quartal 2022 auf den Markt kommen.

Auf diese Fahrzeuge will BMW anscheinend seinen Fokus verschieben und alle verfügbaren Kapazitäten darauf konzentrieren. Je nach Markt sind offenbar auch Elektroversionen des 3er oder gar 7er geplant. Besagter Strom-3er könnte nach dem Aus des i3 den Namen erben.

Mehr über die Produktion des i3 werden wir wohl in den kommenden Wochen erfahren, wenn eine offizielle Mitteilung von BMW herausgeht.