Sie würden gern ein Rennrad fahren, kommen aber bergauf nie mit ihren Freunden mit? Dann haben wir was für Sie: ein Rennrad, dem man die E-Bike-Technik nicht ansieht. Bergauf werden Sie damit kaum zu schlagen sein, weil Sie 25 km/h schaffen. Und in der Ebene, wo man als Rennradler 35 km/h fährt (und wo die E-Bike-Technik nichts nutzt), sind Sie nicht langsamer als die Kameraden.

Das Rad heißt Ares Super Leggera by HPS und ist mit gerade mal neun Kilo kaum schwerer als ein normales Rennrad. Es wird vom italienischen Karosseriebauer Ares aus Modena in Zusammenarbeit mit dem E-Bike-Hersteller HPS (High Performance Systems) aus Monaco aufgelegt.

ARES Super Leggera by HPS_Full (12)

In der Kooperation ist Ares für den Rahmen und die Oberflächen verantwortlich; der Carbon-Rahmen wird auch bei Ares produziert. HPS steuert die Antriebstechnik bei, das sogenannte Watt-Assist-System, das auch beim HPS Domestique zum Einsatz kommt, einem ähnlichen E-Bike-Rennrad mit konventionellem Design.

Der Motor liefert nur 200 Watt (erlaubt sind bei E-Bikes 250 Watt) und auch das Drehmoment ist mit 15 Newtonmeter nicht hoch – die gängigen Bosch-Motoren liefern 40 bis 85 Nm. Doch die Besonderheit des Systems liegt nicht in seiner Leistungsfähigkeit, sondern in der diskreten Unterbringung: Motor, Batterien und elektronische Steuereinheit sind so geschickt in den Rahmen integriert, dass man sie frühstens auf den dritten Blick bemerkt.

Die Batterien werden, als Trinkflaschen getarnt, am Unterrohr und am Sattelrohr befestigt. Zwei Versionen werden angeboten:

  • 85 Wattstunden (720 Gramm): bis zu 1,5 Stunden Unterstützung
  • 193 Wattstunden (1,2 kg): bis zu 3 Stunden Unterstützung
ARES Super Leggera by HPS_Full (11)

Die Retro-Optik kommt durch einen braunen Ledersattel und ein dazu passendes Lenkerband zustande. Dazu passen die Reifen mit ihren braunen Flanken. Der Rundrohr-Rahmen aus Carbon wird in typischen Fahrradfarben der 60er- und 70er-Jahre lackiert; so zum Beispiel der Elfenbein-Ton auf den Bildern.

Vorne unter dem Lenker prangt das schwarze Ares-Logo auf der Gabel; am Unterrohr ist der Schriftzug aresdesign zu lesen. Der Preis der limitierten Auflage passt zu der exklusiven Auflage des Rades: Nur 24 Stück werden gebaut und jedes kostet 18.950 Euro. Bei der Größe, den Farben, diversen Stil-Details und anderen Sonderwünschen kommt man den Kundinnen und Kunden entgegen.

Die Kooperation zwischen Ares und HPS ist mit diesem Fahrrad noch nicht beendet, sondern ist auf längere Zeit angelegt. Im Oktober soll eine zweite Serie von leichten Rennrädern mit elektrischer Unterstützung folgen – jedoch mit moderner Optik. Im Dezember soll dann ein City-E-Bike auf den Markt kommen.

Ach ja, noch was: Wenn Ihnen das Rennrad mit E-Bike-Unterstützung zusagt, hätten wir noch einen Tipp für Sie: Legen Sie sich, falls noch nicht vorhanden, ein Bier-Bäuchlein zu. Das soll gut für die Aerodynamik sein. Das Fachmagazin Radsport-Rennrad.de hat es im Windkanal geprüft!

Technische Daten des Ares Super Leggera by HPS

  • Rahmen: Carbon

  • Lenker, Gabel und Sattelstütze: Deda Elementi

  • Baugruppen: Campagnolo Ekar

  • Kettenschaltung: Campagnolo Ekar; 1x13; 9-36, 9-42 oder 10-44

  • Kurbel: Campagnolo Ekar; 42 oder 44 Zähne

  • Scheibenbremsen: Campagnolo Ekar; Ergopower-Bremshebel

  • Räder: Campagnolo Shamal Carbon Disc Brake

  • Reifen: Pirelli P Zero Velo

  • Watt Assist Pro E-System: 200 Watt, 15 Nm

  • Batterien: 85 Wh (720 g) für 1,5h Unterstützung oder 193 Wh (1,2 kg) für 3h

  • Antriebsgewicht: 1.5 kg (Motor mit 85-Wh-Batterie)

  • Größen: S, M, L, XL und nach Maß
  • Gesamtgewicht: 9 kg (Größe S mit 85-Wh-Batterie)

  • Enthaltenes Zubehör: Auto-Fahrradständer Sea Sucker suction, Fahrradständer Gioma bike stand, Garmin-Fahrradcomputer

Bildergalerie: Ares Super Leggera by HPS (Elektro-Rennrad)