Bestellstart für den Mercedes EQS war im August 2021. Wie viele EQS seither verkauft wurden, ist nicht bekannt, doch derzeit hat Mercedes nicht weniger als 20.000 Bestellungen vorliegen. 3.600 davon gingen allein im Januar ein, wie der Hersteller nun bei der Bekanntgabe seiner Geschäftsergebnisse im Jahr 2021 bekannt gab. 

Verglichen mit den Auflagen von Verbrennern mag das nach wenig klingen, aber für eine Oberklasse-Limousine mit Elektroantrieb, das im Einstieg schon rund 100.000 Euro kostet, ist das viel. Zum Vergleich: Im gesamten Jahr 2021 verkaufte Mercedes weltweit rund 61.000 Elektroautos. Der Absatz von elektrischen Pkw erhöhte sich um 64 Prozent.

"Insbesondere das Elektro-Flaggschiff EQS stieß auf eine sehr positive Resonanz, was sich in einer hohen Anzahl an Bestellungen widerspiegelt. Diese liegen derzeit bei rund 20.000, wovon 3.600 Bestellungen alleine im Januar 2022 eingingen." (Mercedes)

Bildergalerie: Mercedes EQS (2021)

Neben dem EQS stellte Mercedes im vergangenen Jahr noch drei weitere Elektro-Neulinge vor:

Premiere auf der IAA hatten auch wichtige Studien wie der EQG und der Maybach EQS (das erste Elektro-SUV auf Basis der Plattform EVA).

"Gleichzeitig bereitet sich Mercedes‑Benz auf die Markteinführung einer Reihe neuer Elektro-Fahrzeuge im Jahr 2022 vor, darunter der EQE und der EQS SUV." (Mercedes)

Noch 2022 sollen der EQE und der EQS SUV starten. Der EQE ist für Mitte 2022 angekündigt, für den Start des EQS SUV ist noch kein Datum bekannt. Mercedes erwähnt nur diese beiden, doch eigentlich ist auch das EQE SUV für 2022 angekündigt. Mit den neuen Modellen jedenfalls dürften die Elektroauto-Verkäufe deutlich steigen, zumal mit dem EQE ein kleiner Bruder des EQS dabei ist, der wohl auch spürbar günstiger sein wird – Preise sind allerdings offiziell noch nicht bekannt. 

Mercedes EQE SUV als Rendering
Mercedes EQE SUV als Rendering
Mercedes-Maybach EQS SUV Concept
Mercedes-Maybach EQS Concept

Was die Gewinne im Jahr 2021 angeht, so sprach Konzernchef Ola Källenius von einem hervorragenden Ergebnis. Die Umsatzrendite lag bei stolzen 12,7 Prozent. Erreicht wurde das unter anderem durch einen höheren Umsatz pro Fahrzeug. Ein durchschnittlicher Mercedes brachte 49.800 Euro Umsatz, womit dieser Wert seit 2019 um sage und schreibe 26 Prozent stieg.   

Ein durchschnittlicher Mercedes kostete 2021 fast 50.000 Euro

Der Umsatz der Mercedes-Benz Group stieg von 154 auf 168 Milliarden Euro, obwohl der Fahrzeugabsatz 2021 um 5 Prozent zurückging (von 2,5 auf 2,3 Millionen Fahrzeuge). Der Absatz der Top-End-Modelle (Mercedes-Maybach, Mercedes-AMG, G-Klasse, S-Klasse, GLS und EQS) stieg um 30 Prozent, wobei die Nachfrage nach Mercedes-Maybach-Fahrzeugen in China besonders stark war.

Mercedes-Chef Källenius (rechts) mit Finanzvorstand Harald Wilhelm bei der Bekanntgabe der Geschäftsergebnisse 2021
Mercedes-Chef Källenius (rechts) mit Finanzvorstand Harald Wilhelm bei der Bekanntgabe der Geschäftsergebnisse 2021

Der weitere Ausbau des Luxusgeschäfts steht für Källenius auch 2022 im Mittelpunkt. Weitere Ziele sind "die Skalierung unserer Elektro-Offensive" und "die Beschleunigung unserer Car-Software-Pläne," so der Mercedes-Chef. Bei der Produktion wird man angesichts des Halbleitermangels weiter den Top-End- und Elektrofahrzeugen Priorität geben.