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Ford-Crossover mit Elektroantrieb aus Köln startet 2023
Werk wird derzeit für das neue Modell auf MEB-Basis umgebaut

Stefan Leichsenring 
Von: Stefan Leichsenring
18. Jul. 2022 um 08:52 Uhr
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Das Ford-Werk in Köln macht derzeit Betriebsferien, doch Stillstand herrscht dort keineswegs. Die Produktionspause wird genutzt, um die Fertigungsanlagen auf einen neuen Elektro-Crossover umzustellen, der im Jahr 2023 startet. Das teilt der Hersteller nun offiziell mit.
Bei dem Neuling dürfte es sich um das erste der beiden Modelle auf Basis der MEB-Plattform von Volkswagen handeln, das im Februar 2021 angekündigt wurde. Das Auto wird im Ford Cologne Electrification Center in Köln vom Band laufen, hieß es damals.
Im März 2022 zeigte Ford seine Palette aus vier Elektro-Pkw, die bis 2024 komplett sein soll. Sie enthält zwei Crossover, die beide im Ford Electrification Center in Köln gebaut werden. Das erste, ein medium-sized crossover, soll Ende 2022 vorgestellt und ab 2023 produziert werden; auf den Markt kommt es ebenfalls 2023. 2024 folgt ein weiteres Elektro-Modell aus Köln, und zwar ebenfalls ein Crossover.

Demnach ist der Medium-size-Crossover das 2023 startende Modell, der Sport Crossover folgt 2024. Um welches der beiden Modelle es sich bei der Seitenansicht handelt, ist nicht bekannt. Die Silhouette mit deutlich abfallender Dachlinie deutet eher auf ein Coupé-SUV als auf ein normales SUV hin.
Bei einem Coupé-SUV auf MEB-Basis fällt einem natürlich der VW ID.5 (sowie seine Schwestermodelle Audi Q4 e-tron Sportback und Skoda Enyaq Coupé) ein. Eines der beiden MEB-Modelle von Ford könnte also eine Variante des ID.5 sein, die andere vielleicht eine des ID.4. Die VW-Versionen sind 4,58 bis 4,60 Meter lang, doch vielleicht sind auch kürzere Karosserien möglich. Denn die Ford-Neulinge müssen wohl einen Respektabstand zum 4,71 Meter langen Mustang Mach-E einhalten.

VW ID.4

VW ID.5
Innerhalb von sechs Jahren will Ford jedenfalls 1,2 Millionen Einheiten der beiden neuen E-Modelle produzieren, so der Hersteller, also etwa 100.000 Stück pro Modell und Jahr. Offenbar hat Ford also seine ursprüngliche Bestellung von 600.000 MEB-Plattformen verdoppelt, nachdem man sich für ein zweites MEB-Modell entschieden hatte.
Was die Umbauten in Köln angeht, so muss die Produktion des Fiesta verkleinert werden, damit Platz für die Produktion des neuen Elektro-Crossover ist. Fiesta und der erste MEB-Neuling sollen laut Ford "zunächst" parallel nebeneinander gebaut werden. Das könnte bedeuten, dass der Verbrenner-Kleinwagen ab 2024 (wenn der zweite Elektro-Crossover startet) nicht mehr in Köln produziert wird.

Jedenfalls muss nun eine der beiden Endmontage-Linien für den Fiesta abgebaut und durch eine Linie für den Crossover ersetzt werden. Da das neue Modell größer und schwerer sowie vollelektrisch ist, sind Änderungen bei der Hochzeit nötig. Bei diesem Produktionsschritt Hochzeit werden Batterie, Achsen und E-Motoren (von unten) und die Karosse (von oben) zusammengefügt.
Auch in der Lackiererei werden umfangreiche Umbauten durchgeführt. Hier sollen neue Verfahren genutzt werden, um Lack und Energie einzusparen soll. Da das Kölner Werk bereits seit 2008 ausschließlich regenerativ erzeugten Öko-Strom nutzt, machen sich diese Einsparungen allerdings nicht in der CO2-Bilanz bemerkbar.
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Mit zwei neuen Produktionshallen für den Elektro-Crossover hat Ford bereits im letzten Sommer begonnen. Die Hochbauarbeiten sind inzwischen fast abgeschlossen, nun folgen der Innenausbau sowie die Installation der Produktionsanlagen. Insgesamt investiert Ford knapp zwei Milliarden Euro in den Umbau des Kölner Standorts. Das ist die größte Investition in der 91-jährigen Geschichte der Kölner Ford-Werke.
Quelle: Ford (Umbauten)
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