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Faraday Future FF 91 verschoben, soll aber noch 2022 starten

Markteinführung sollte eigentlich jetzt sein, doch die Firma steckt in Finanznöten

Faraday Future FF91 erneut verschoben

Stefan Leichsenring Stefan Leichsenring

Von: Stefan Leichsenring

27. Jul. 2022 um 08:09 Uhr

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Faraday Future verschiebt den Serienstart deines Luxus-Crossovers FF 91 erneut. Zuletzt hieß es, die Einführung würde im Juli 2022 beginnen, doch daraus wird nichts, denn Firma ist derzeit etwas klamm: Es sei zusätzliches Kapital nötig, um die Markteinführung zu stemmen, so die Firma.  

Die Produktion soll nun im "dritten oder vierten Quartal 2022" starten, heißt es in einem Bericht von Faraday an die US-Börsenaufsicht, aus dem Bloomberg zitiert: 

"Aufgrund der jüngsten Probleme in der Lieferkette werden der Produktionsbeginn und die ersten Auslieferungen des Flaggschiff-Elektroautos FF 91 des Unternehmens in den Vereinigten Staaten nun voraussichtlich im dritten oder vierten Quartal 2022 beginnen." (Faraday Future im einem Bericht an die SEC vom 25. Juli)

Da das dritte Quartal bereits begonnen hat, soll das offenbar heißen: Das Elektro-SUV soll demnächst starten, aber noch im laufenden Jahr. Aber auch das ist alles andere als sicher.

Denn in einer Präsentation für Investoren hieß es, das Unternehmen versuche derzeit, "zusätzliches Kapital zu beschaffen, um seine Geschäftstätigkeit bis zum 31. Dezember 2022 zu finanzieren." Es soll um 325 Millionen Dollar gehen. Die Summe aufzubringen, wird wohl nicht einfach, zumal das Kapital bei Investoren seit den jüngsten Zinsanhebungen nicht mehr so locker sitzt. Mit Canoo und Lordstown leiden auch andere US-Startups unter Kapitalnot, so Bloomberg in einem Artikel vom Mai. 

Faraday Future FF 91

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Faraday Future FF 91 Faraday Future FF 91 Faraday Future FF 91 Faraday Future FF 91: Exterieur-Detail Faraday Future FF 91: Exterieur-Detail Faraday Future FF 91: Exterieur-Detail

Faraday Future wurde 2017 von dem chinesischen Unternehmer Jia Yueting gegründet. Im gleichen Jahr wurde der FF 91 vorgestellt, wie bei Motor1 berichtet. Produktion und Verkauf sollten 2018 beginnen, also vor nunmehr vier Jahren. Realität wurde der FF91 bisher nicht, der Marktstart wurde immer wieder verschoben.

Man kann das Auto wohl als Crossover der Oberklasse bezeichnen. Die Preise sollen bei über 200.000 Dollar beginnen, und die Maße sind üppig. Mit 5,25 Meter ist der FF91 so lang wie ein Mercedes EQS, aber etwa neun Zentimeter höher. Mit 1,60 Metern Höhe bleibt er jedoch deutlich unter den 1,72 Metern des EQS SUV. 

Der 783 kW starke Allradantrieb soll den Boliden in extrem sportlichen 2,4 Sekunden auf Tempo 100 bringen, der 130-kWh-Akku von LG Chem ermöglicht eine Reichweite von über 700 Kilometern.

Die erneute Verschiebung des FF91-Starts könnte mit Auseinandersetzungen zwischen der Firmenleitung und Faraday-Gründer Jia Yueting zu tun haben. Eine Jia nahestehende Aktionärsgruppe habe der Firma über 100 Millionen Dollar Kapital versprochen, falls ein Faraday-Vorstand zurücktrete. Doch Faraday Future hat das Angebot ignoriert, so Bloomberg.

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Quelle: Bloomberg

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