Porsche verrät neue Details zum Elektro-Macan. Danach erhält das Auto einen bis zu 450 kW starken Allradantrieb und eine 100 kWh große Batterie. Der Marktstart wurde von 2023 auf 2024 verschoben.

Für den Antrieb des neuen Mittelklasse-SUVs sorgen zwei Permanentmagnet-Synchronmotoren (PSM). Sie sollen mehr Leistungsdichte und Effizienz besitzen als die im Porsche Taycan eingesetzten PSMs. Dazu sind die Magnete in Form eines Doppel-V angeordnet. Zudem hat der Inverter nun eine Siliciumcarbid-Elektronik, was Strom spart, so Autocar unter Berufung auf den Macan-Antriebsexperten Antoon Janssen.

Bildergalerie: Porsche Macan Elektro und PPE

Die Leistung des Elektro-Macan beträgt bis zu 450 kW, das maximale Drehmoment über 1.000 Newtonmeter. Damit liegt der Wagen etwa auf dem Niveau des Porsche Taycan Turbo S, der 460 kW Leistung und 1.050 Nm bringt. Im Boost-Modus kommt das Taycan-Spitzenmodell sogar auf 560 kW. Ob es diesen Modus auch im Macan geben wird, wollte Porsche noch nicht sagen.

Alle Varianten des Elektro-Macan erhalten eine 100-kWh-Batterie mit prismatischen Zellen. Damit ist der Akku etwas größer als die große Batterie des Taycan (93 kWh) und es wird eine andere Zellform eingesetzt, denn der Taycan hat Pouch-Zellen, wie Porsche in seiner Pressemeldung schreibt. (Die große Batterie hat 33 Module à 12 Zellen, die kleine 28 Module à 12 Zellen). Die Reichweite des Elektro-Macan gibt Porsche noch nicht an. Zur Orientierung: Der Porsche Taycan Turbo S schafft mit seiner serienmäßigen 93-kWh-Batterie bis zu 468 WLTP-Kilometer.

Schon Ende 2021 gab Porsche bekannt, dass eine 100-kWh-Batterie für 500 km Reichweite das Optimum zur Minimierung der Rundenzeiten wäre. Mit 500 km Reichweite wäre der Macan allerdings den besten Konkurrenten in der 4,70-Meter-Klasse unterlegen: Der Ford Mustang Mach-E schafft bis zu 600 km, der Fisker Ocean bis zu 630 km.

Wie der Taycan bekommt auch der Elektro-Macan ein 800-Volt-Batteriesystem für schnelles Laden. Die Ladeleistung soll nun über 270 kW liegen – der Taycan Turbo S (und alle Taycan mit der größeren Batterie) laden mit maximal 270 kW. Neu ist offenbar auch, dass sich die Batterie an 400-Volt-Stromquellen (wie Wallboxen) nun schneller laden lässt. Dazu wird die 800-Volt-Batterie sozusagen in zwei Hälften geteilt – Näheres dazu ist nicht bekannt.

Was die Optik angeht, so bekommt der Elektro-Macan eine rundliche Karosserie, die deutlich an die aktuellen Verbrenner-Modelle Macan und Cayenne erinnert. Zahlreiche Erlkönige wurden bereits fotografiert; einen Eindruck gibt zudem unser Rendering des Porsche Elektro-Macan.

Die Auslieferung soll 2024 beginnen. Ursprünglich sollte sie schon 2023 beginnen, doch Software-Probleme verhinderten das. Nach dem 2020 gestarteten Taycan ist der Elektro-Macan das zweite Elektroauto von Porsche. Technische Basis ist die Premium Platform Electric (PPE). Auf dieser Plattform beruhen auch der weitgehend baugleiche Audi Q6 e-tron sowie der Audi A6 e-tron mitsamt seiner Kombiversion.

Außerdem plant Porsche eine Elektroversion des 718 Boxster und 718 Cayman sowie ein großes Elektro-SUV mit sieben Sitzen (Codename K1). Außerdem sind eine zweite Generation des Taycan und ein Elektro-Panamera geplant. Im Jahr 2025 will Porsche 50 Prozent seines weltweiten Absatzes mit Elektroautos bestreiten. 2030 sollen es dann 80 Prozent sein.