Opel kündigt für die IAA drei Weltpremieren an. Völlig neu sind sie allerdings alle nicht. Die Studie Opel Experimental wird auf der Opel-Pressekonferenz am 4. September um 11 Uhr am Summit enthüllt. Zudem ist der Opel Corsa Electric mit neuer Technik zu sehen sowie der Opel Astra Sports Tourer Electric.

Offiziell gibt der Opel Experimental nur einen Ausblick auf künftige Serienmodelle. Doch es scheint so etwas wie eine Studie des Elektro-Manta zu sein – aus dem Sportcoupé soll ja ein Crossover werden, wie Opel schon 2021 bekannt gab. Kürzlich informierte sich Kollege Manu ausführlich über den Experimental (Bericht bei Motor1). Zur Technik des Experimental hielt sich Opel bedeckt, doch der Manta Electric soll Mitte des Jahrzehnts starten, also etwa in zwei Jahren. Dann dürfte eine STLA-Plattform zugrunde liegen, wahrscheinlich STLA-Medium. 

Opel Manta e Concept (2021)

Opel Manta e Concept (2021)

Opel Experimental (2023)

Opel Experimental (2023)

Der Opel Corsa Electric (ehemals Corsa-e) mit modifizierter Antriebs- und Speichertechnik wurde bereits ausführlich vorgestellt, wenn auch nicht öffentlich, live und in Farbe, sondern nur per Pressemitteilung. Wesentliche Neuheit: Der Elektro-Kleinwagen ist nun sowohl mit dem altbekannten 100-kW-Antrieb und 50-kWh-Akku als auch mit dem neuen 115-kW-Motor und größerem Akku verfügbar. Mit dem neuen Stellantis-Antriebssystem steigt die WLTP-Reichweite von 354 auf bis zu 402 Kilometer. Außerdem wurde das Exterieur "moderner und schärfer" gestaltet, so Opel. Augenfälligstes Merkmal ist der unverwechselbare "Vizor", der charakteristische schwarze Ersatz für den Grill, der alle neuen Opel-Modelle ziert. 

Opel Corsa Electric (2023)

Opel Corsa Electric (Front und Heck)

Auch Bilder und Infos zum Opel Astra Sports Tourer Electric gab es schon. Der Kombi bekommt den gleichen Antrieb und den gleichen Akku wie der normale Fünftürer, also den neuen 115-kW-Hybrid-Synchronmotor und die 54-kWh-Batterie. Das Kofferraumvolumen beträgt 516 bis 1.553 Liter, während in den normalen Astra Electric nur 352-1.268 Liter passen. Übrigens: Das Schwestermodell Peugeot E-308 SW mit gleicher Technik steht nicht in München, denn Opel ist die einzige Stellantis-Marke, die an der Messe teilnimmt (Bericht bei Motor1).

Opel Astra Sports Tourer Electric (2023)
Opel Astra Sports Tourer Electric (2023)

Corsa und Astra-Kombi sind in der Münchner Innenstadt am Odeonsplatz zu sehen. Dort steht auch der Opel Experimental – nach seiner (wegen der Vorab-Präsentation eigentlich überflüssigen) Enthüllung auf dem Messegelände. An der Crossover-Studie ist auch das neue Opel-Logo zu bewundern, bei dem der Blitz nun noch dynamischer und elektrischer wirkt:

Opel Experimental: So sieht das neue Opel-Logo aus

In München zu sehen sind auch der Opel Rocks e-Xtreme und der Rocks Electric Kargo. Ersterer ist so etwas wie eine Rallye-Version des Elektro-Leichtfahrzeugs – ein Unikat mit nach außen gestellten Rädern, Doppelquerlenker vorn und knallgelbem Überrollbügel. Der Rocks Electric Kargo dagegen bietet auf nur 2,41 Meter Länge über 400 Liter Ladevolumen. Opel empfiehlt das Vehikel zur Auslieferung von Paketen, Pizza oder Medikamenten in der Großstadt.

Opel e-Xtreme: Eine Art Rallye-Version des kleinen Rocks Electric

Opel e-Xtreme: Eine Art Rallye-Version des kleinen Rocks Electric