531.500 reine Elektroautos (BEVs) hat der VW-Konzern weltweit in den ersten neun Monaten des Jahres ausgeliefert. Damit wurden 45 Prozent mehr BEVs ausgeliefert als im Vorjahreszeitraum, als es noch 366.600 Stück waren.

Trotz der ordentlichen Zahlen war die Konzernleitung nicht recht zufrieden: "Da die allgemeine Marktentwicklung hinter den Erwartungen zurückbleibt, liegt unser Auftragseingang (...) unter unseren ehrgeizigen Zielen," sagte die Konzernverantwortliche für den Vertrieb, Hildegard Wortmann. Das dürfte heißen: Es werden derzeit weniger Elektroautos bestellt als erhofft, und so schwant dem Konzern nichts Gutes für die kommenden Quartale.

Der BEV-Anteil am gesamten Absatz stieg gegenüber dem Vorjahreszeitraum an, betrug jedoch nur schmale 7,9 Prozent – nach 6,1 Prozent in den ersten drei Quartalen des Jahres 2022. Nach wie vor verkauft der VW-Konzern also die weitaus meisten Fahrzeuge mit Verbrennungsmotor.

Bei den Marken liegt Volkswagen Pkw weit vorne im Elektroauto-Absatz; diese Sparte steuerte über die Hälfte zum Elektroauto-Absatz bei:

  • VW Pkw: 273.000 BEVs (51 Prozent)
  • Audi: 123.000 BEVs (23 Prozent)
  • Skoda: 54.400 BEVs (10 Prozent)
  • Cupra: 32.300 BEVs (6 Prozent)
  • Porsche: 27.900 BEVs (5 Prozent)
  • VW Nutzfahrzeuge: 19.600 BEVs (4 Prozent)
  • Trucks (MAN, Navistar, Scania etc.): 1.200 BEVs (unter 1 Prozent)
VW ID.4 und ID.5 (2024) Modellpflege

Meistverkauftes Elektroauto des Konzerns in Deutschland und weltweit: Der VW ID.4

Die meistverkauften BEV-Modelle weltweit in den ersten neun Monaten des Jahres 2023 waren:

  • VW ID.4/5: 162.100 Stück
  • VW ID.3: 90.500 Stück
  • Audi Q4 e-tron (inkl. Sportback): 77.900 Stück
  • Skoda Enyaq (inkl. Coupé): 54.400 Stück
  • Cupra Born: 32.300 Stück
  • Audi Q8 e-tron (inkl. Sportback): 21.800 Stück

Europa blieb mit mit 341.100 verkauften BEVs der wichtigste Markt des Konzerns. Hier betrug das Plus gegenüber dem Vergleichszeitraum stolze 61 Prozent. "In Europa konnten wir bei den batterieelektrischen Fahrzeugen Marktanteile hinzugewinnen und bleiben Marktführer, obwohl wir auf diesem Markt derzeit industrieweit eine Kaufzurückhaltung in dem Segment sehen," kommentierte Wortmann.

  • Europa: 341.000 BEVs
  • China: 117.100 BEVs
  • USA: 50.300 BEVs
  • Rest der Welt: 23.100 BEVs

China folgte auf Platz zwei mit 117.100 Einheiten. Hier stieg der Elektroauto-Absatz nur um schwache vier Prozent. Die USA spielten mit 50.300 E-Autos in den letzten drei Quartalen nur eine Nebenrolle, auch wenn hier ein Plus von 75 Prozent erzielt wurde.

Die gesamten Auslieferungen (Elektroautos, Plug-in-Hybride und Verbrenner zusammen) für die ersten drei Quartale vermeldete VW noch nicht. Doch laut Reuters wurden allein im dritten Quartal 2,34 Millionen Autos an die Kundschaft übergeben. Im ersten Halbjahr waren es laut VW-Quartalsbericht 4,4 Millionen. Damit lag der Absatz in den ersten drei Quartalen bei rund 6,7 Millionen Stück.

Zum Ende des zweiten Quartals hatte VW noch einen guten Auftragsbestand gemeldet: 1,65 Millionen Bestellungen waren es in Westeuropa, davon mehr als 200.000 BEVs. Das zeige "weiter eine stabile Nachfrage". Inzwischen ist der Auftragseingang aber offenbar nicht mehr zufriedenstellend. Deswegen hatte VW kürzlich den Abbau von einigen Hundert Stellen verkündet.