Der BMW-Konzern verkaufte im gerade zu Ende gegangenen dritten Quartal 93.931 vollelektrische Autos (BEVs). Gegenüber dem Vorjahreszeitraum stieg der BEV-Absatz damit um fast 80 Prozent. Die Marke BMW konnte ihre BEV-Auslieferungen sogar verdoppeln.

In den ersten neun Monaten verkaufte die BMW Group insgesamt 1.836.563 Autos – Elektroautos, Plug-in-Hybride und Verbrenner zusammen. Wie viele davon waren reine Elektroautos? Addiert man die erwähnten 93.931 BEVs im 3. Quartal zu den 152.936 BEVs, die für das erste Halbjahr gemeldet wurden, ergeben sich 247.867 Stück. Hochrechnet  aufs Gesamtjahr könnte der Konzern 340.000 Elektroautos erreichen. Zum Vergleich: Im Gesamtjahr 2022 verkaufte die BMW Group rund 216.000 BEVs.

BMW i5 eDrive40 (2023)

Boch nicht in den Zahlen enthalten: Der im Oktober gestartete BMW i5

Im Gesamtjahr will der Konzern auf einen BEV-Anteil von 15 Prozent kommen. Für die Folgejahre plant der Konzern einen stark wachsenden Elektro-Anteil: Schon nächstes Jahr sollen es 20 Prozent sein und 2025 dann 25 Prozent. 

"Bereits 2024 sollte mindestens jedes fünfte Neufahrzeug des Unternehmens ein BEV sein und 2025 jedes vierte." (BMW Group zum Ende des 2. Quartals)

Die Marke BMW lieferte im dritten Quartal weltweit 549.941 Fahrzeuge aus, darunter 83.211 BEVs. Damit lag der BEV-Anteil bei 15 Prozent. Von Januar bis September wurden 217.138 vollelektrische BMWs an die Kundschaft übergeben. Besonders beliebt unter den Elektromodellen waren der BMW i4 und der iX1. Der BMW i5 wurde erst im Oktober eingeführt.

Mini lieferte im dritten Quartal insgesamt 70.384 Fahrzeuge aus, darunter 10.720 BEVs. Damit wurde auch hier ein BEV-Anteil von 15 Prozent erreicht. Derzeit hat Mini nur den Cooper SE auf dem Markt (und das in kleinen Stückzahlen gebaute Mini Cooper SE Cabrio). Mit dem kürzlich vorgestellten neuen Mini Cooper Electric und dem ersten rein elektrisch angetriebenen Mini Countryman, die 2024 auf den Markt kommen, dürfte der BEV-Anteil steigen.

Rolls-Royce Spectre (2023)

Die Auslieferung des Rolls-Royce Spectre soll noch 2023 beginnen

Rolls-Royce hat bislang nur Verbrenner im Portfolio; davon wurden im dritten Quartal 1.374 Stück verkauft. Die ersten Auslieferungen des Rolls-Royce Spectre stehen an. Die ersten Exemplare sollen "in den nächsten Wochen" an die Kundschaft übergeben werden, so der Konzern. Die Nachfrage nach dem fast 380.000 Euro teuren Modell ist so hoch und die Produktionskapazität so niedrig, dass man mindestens bis 2025 warten muss, wenn man jetzt bestellt. Seit Jahresanfang lieferte Rolls-Royce 4.555 Fahrzeuge aus.

BMW Motorrad schließlich hat von Juli bis September 52.037 Motorräder und Roller übergeben. Wie hoch der Anteil an Elektro-Bikes (wohl nur der BMW CE 02, der im Juli vorgestellte CE 04 dürfte bislang noch keine Rolle spielen) war, gab BMW nicht bekannt.

Der wichtigste Markt der Marken BMW und Mini war im dritten Quartal Europa, knapp vor China und mit deutlichem Abstand den USA:

  • 210.331 Fahrzeuge in China (3. Quartal)
  •  91.849 Fahrzeuge in den USA (3. Quartal)
  • 221.496 Fahrzeuge in Europa (3. Quartal)
Mini Cooper SE

Mini Cooper SE (alte Generation): In Deutschland das meistverkaufte Elektroauto des Konzerns

In Deutschland wurden nach den KBA-Zahlen in den ersten neun Monaten des Jahres 203.683 BMWs und Minis zugelassen. Darunter waren 32.702 reine Elektroautos; damit lag der BEV-Anteil für die zwei Marken bei 16 Prozent. Mini allein erreichte dagegen in Deutschland einen BEV-Anteil von beachtlichen 28 Prozent – weltweit waren es dagegen wie erwähnt nur 15 Prozent. Die meistverkauften Elektro-Modelle des Konzerns in Deutschland waren der Mini Cooper SE (9.775 Stück), der BMW iX1 (8.780 Stück), der BMW i4 (5.942 Stück) und der BMW iX3 (3.799 Stück).

Unser Titelbild zeigt den BMW i4.