Stellantis beginnt mit der Serienproduktion von mittelgroßen und großen Brennstoffzellen-Transportern in den Werken Hordain (Frankreich) und Gliwice (Polen). 

Gefertigt werden jeweils ein mittlerer und ein großer Transporter von vier Marken, Insgesamt geht es um acht Modelle: Citroen e-Jumpy und e-Jumper, Fiat Professional E-Scudo und E-Ducato, Opel/Vauxhall Vivaro und Movano, Peugeot E-Expert und E-Boxer. Damit baut der Konzern sein Angebot an emissionsfreien Fahrzeugen aus.

Opel Vivaro-e Hydrogen (Dezember 2021)

Opel Vivaro-e Hydrogen von 2021 an der Wasserstoff-Tankstelle

Die ersten Wasserstoff-Transporter von Stellantis kamen Ende 2021 auf den Markt. Dazu gehörten der Opel Vivaro-e Hydrogen und der Peugeot e-Expert Hydrogen. Die zweite Generation der mittelgroßen Wasserstoff-Transporter wurde im Oktober angekündigt: Die Modelle würden Mitte 2024 auf den Markt kommen und 400 km Reichweite haben. Der Brennstoffzellen-Antrieb würde 2024 auch auf die großen Modelle ausgeweitet, die 500 km Reichweite bekommen sollten.

Diese Daten bestätigt Stellantis nun und nennt zudem die kurzen Betankungszeiten als Vorteil: Die mittelgroßen Transporter sollen sich in vier Minuten volltanken lassen, die großen in fünf Minuten. Ein weiteres Plus sei, dass sich die Nutzlast nicht durch eine schwere Batterie verringert. 

Stellanzis-Wasserstofftransporter

Stellantis-Wasserstofftransporter

Die Brennstoffzellenvarianten seien "auf eine intensive Kundennutzung ausgerichtet", so der Hersteller. Sie basieren auf den batterieelektrischen Varianten, doch der Strom kommt hier aus einem Brennstoffzellen-Stack. 

Weitere technische Angaben zu den neuen Wasserstoff-Fahrzeugen machte Stellantis nicht. Stattdessen konzentriert sich die neue Nutzfahrzeugsparte Stellantis Pro One auf die Produktion. Die Nutzfahrzeug-Standorte heißen:

  • Mangualde (Portugal), Vigo (Spanien) und Ellesmere Port (GB) für Kleintransporter
  • Hordain (Frankreich) und Luton (GB) für mittelgroße Transporter
  • Atessa (Italien) und Gliwice (Polen) für große Transporter

"Dass wir zunächst mittelgroße Transporter und nun auch große Transporter mit Wasserstoff- Brennstoffzellenantrieb auf unseren Produktionslinien integrieren, ist ein Beweis für unser Engagement, die führende Position in der hochmodernen Wasserstofftechnologie zu behalten und sie für unsere anspruchsvollsten Kunden verfügbar zu machen", sagte Jean-Michel Billig, der Wasserstoff-Cheftechniker von Stellantis.

Die Wasserstoff-Brennstoffzellentechnologie bei Transportern spielt eine wichtige Rolle in der Stellantis-Roadmap für emissionsfreie Antriebe. Stellantis Pro One strebt an, 40 Prozent seiner Fahrzeuge mit Batterie, Wasserstoff-Brennstoffzelle oder Range-Extender-Antrieben zu verkaufen. Seit 2023 ist Stellantis (neben Michelin und Faurecia) zu einem Drittel an Symbio FCell (Wikipedia) beteiligt, einem Spezialisten für die Fahrzeug-Umrüstung auf Wasserstoff-Antrieb. 

Unterm Strich

Stellantis will bekanntlich ab 2030 nur noch reine Elektroautos anbieten. Dieses Ziel bezieht sich allerdings nur auf Pkw. Bei mittelgroßen Transportern von der Größe eines VW-Busses und großen Transportern à la Fiat Ducato setzt der Konzern neben dem batterieelektrischen auch auf den wasserstoffelektrischen Antrieb. Mit dem Start der Serienproduktion der großen Wasserstoff-Lieferwagen will Stellantis auch hier Fortschritte bei der Elektrifizierung machen.