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Für eine persönlichere Erfahrung

SAIC Volkswagen plant "Compact Main Platform"-Modelle ab 2026

Insgesamt sollen bis 2030 acht neue Stromer in China starten

VW-Konzernchef Oliver Blume erklärt die
Bild von: Volkswagen

Das Gemeinschaftsunternehmen SAIC Volkswagen, das in China Modelle von VW, Audi und Skoda baut, plant eine neue Generation von Elektroautos, die ab 2026 in China auf den Markt kommen sollen. Bis 2030 plant das Joint Venture insgesamt 18 neue Modelle, darunter acht neue Elektroautos. Bereits 2026 sollen zwei Stromer auf Basis der Compact Main Platform (CMP) entstehen, die in China entwickelt wird.

Zudem sind drei Plug-in-Hybrid-Modelle sowie erstmals auch zwei Range-Extender-Varianten geplant. Von den 18 Modellen, die bis 2030 starten sollen, werden 15 exklusiv für den China entwickelt. Bedeutet im Umkehrschluss: Maximal drei könnten es auch zu uns schaffen, und ob das die Elektroautos sein werden, bleibt offen.

Was die Produktionswerke angeht, so will das Joint Venture in den kommenden Jahren die Kapazitäten für Verbrennerfahrzeuge reduzieren und viele Standorte für die Elektroauto-Produktion umrüsten. Dagegen wurde der umstrittene Joint-Venture-Standort Urumqi in der Uiguren-Region Xinjiang bereits verkauft, verrät VW. Dort wurde zuletzt der Santana gebaut, heißt es auf der offiziellen Website der VW-Konzerns in China. Der Cupra Tavascan wird zwar auch in China gebaut, und zwar als einziges Modell auch für Deutschland, aber er wird von der Volkswagen Automotive Company in Anhui produziert.

Nach Angaben des Fernsehsenders Sat1 wurde das Werk in Urumqi vom Staatsunternehmen SMVIC erworben, das im Gebrauchtwagengeschäft tätig ist. Der Standort stand wegen der Arbeitsbedingungen in der Kritik. Es gab Vorwürfe von Menschenrechtsverletzungen durch Zwangsarbeit. 

Der Joint-Venture-Vertrag zwischen dem VW-Konzern und SAIC, der zunächst bis 2030 befristet war, wird nun bis 2040 verlängert, meldet Volkswagen. Die Kooperation besteht bereits seit 40 Jahren. Das Gemeinschaftsunternehmen gehörte zu den ersten internationalen Joint Ventures im Reich der Mitte.

Zu den von SAIC Volkswagen gebauten Modellen gehörten der VW Santana und China-spezifische Modelle wie der Lavida, außerdem wird der VW ID.3 gebaut, der aktuell zu den meistverkauften Elektroautos in China gehört, verkündet der Konzern stolz. Nach einer offiziellen chinesischen Quelle verfügte SAIC Volkswagen im Juli 2023 über acht Autowerke mit einer jährlichen Produktionskapazität von über 1,9 Millionen Fahrzeugen. 

Außer mit SAIC kooperiert VW in China auch noch mit FAW. Der Konzern verfolgt eine "In China, für China"-Strategie. Das heißt, Fahrzeuge für das Land sollen auch dort entwickelt und gebaut werden. Dabei setzt die VW Group verstärkt auf die Zusammenarbeit mit lokalen Partnern, hat aber auch ein eigenes Entwicklungszentrum in Hefei gegründet, in dem rund 3.000 Beschäftigte an Elektro-Fahrzeugen arbeiten. Die "China-Geschwindigkeit" soll auch die Entwicklungszeiten verkürzen helfen. 


Unter dem Strich

VW und SAIC wollen in China noch lange zusammen Autos bauen. Der Nachfrage in China folgend, wird der Anteil der Verbrenner sinken, der Prozentsatz von Elektroautos, Range-Extender-Fahrzeugen und Plug-in-Hybriden steigen. Für die Stromer wird eine eigene Plattform entwickelt, die wie die bekannte Stellantis-Architektur das Kürzel CMP trägt. Erste Modelle auf dieser Basis sollen 2026 auf den chinesischen Markt kommen. Dass sie auch zu uns kommen, ist jedoch mehr als ungewiss. Denn das würde ja dem "In China, for China"-Mantra widersprechen.

Unser Titelbild zeigt VW-Konzernchef Oliver Blume auf der VW Group Night zur IAA 2023, wo er die "In China, for China"-Strategie erklärte.