Mercedes GLC EV (2026) zeigt sich als Erlkönig
Wie die elektrische C-Klasse dürfte auch er die neue MMA-Plattform nutzen
In Sachen Elektroautos geht es Mercedes ein wenig wie VW: Die existierenden Modelle sind okay, mehr aber auch nicht. Kein Wunder, dass die Stromer mit Stern bei den Verkaufszahlen bislang nicht überzeugen. Doch das soll sich bald ändern: Konzernchef Ola Källenius verspricht ein klassischeres Design, zudem soll beginnend mit dem CLA ab 2025 die MMA-Plattform mit 800V-Technik starten.
Auf dieser werden nicht nur der neue CLA und dessen Derivate starten, sondern auch eine elektrische C-Klasse und ein elektrischer GLC. Letzterer wurde jetzt als Erlkönig erwischt. Zwei Dinge haben sich geändert, seit unsere Fotografen das Auto im August 2023 zum ersten Mal gesehen haben: Der Wagen wird nicht mehr EQC heißen, denn Mercedes ist dabei, den Namen EQ wohl eher im Sinne von "GLC EQ" zu nutzen.
Bildergalerie: Mercedes GLC EV (2026) Erlkönigfotos
Wichtiger und beim Vergleich der neuen Bilder aus Stuttgart mit denen vom Januar deutlich sichtbar ist die Veränderung der Fronthaube und des Kühlergrills, die das Auto seitdem erfahren hat. Es handelt sich nicht um weniger Tarnung, sondern um eine völlig neu gestaltete Front, die nun auch aufrechter und höher erscheint. Eine weitere Premiere auf diesen Bildern ist der Kofferraumdeckel, der nun frei von Plastikverkleidungen ist - und natürlich die Serienrückleuchten anstelle der gefälschten Testeinheiten.
Die nächste Generation des GLC EV von Mercedes soll zu den besten SUVs der Mittelklasse gehören, wenn er Ende 2025 auf den Markt kommt. Der neue GLC EV wird auf der neuen, vollelektrischen C-Klasse EV-Limousine basieren, die ebenfalls 2025 oder 2026 auf den Markt kommen soll und einst als Ersatz für die heutige benzin- und dieselbetriebene C-Klasse gedacht war. Diese Entscheidung steht jedoch zur Disposition. Ein C-Klasse-Kombi wird nicht weitergeführt, die Lücke, die er hinterlässt, wird mit dem GLC EV gefüllt.
Mercedes GLC EV (2026) Erlkönigfotos
Unter der dem Karosserie steckt die neue MB.EA-Architektur für mittlere und große Fahrzeuge. Anders als ursprünglich geplant, hält die im EQXX vorgestellte Antriebstechnik (der sogenannte eATS 2.0-Antriebsstrang) nicht nur in den kleineren MMA-Fahrzeugen, also den elektrischen A-Klasse-Nachfolgern, sondern auch in der MB.EA-Baureihe Einzug.
Bedeutet: 800-Volt-Technik, ein moderner, effizienzsteigernder Siliziumkarbid-Wechselrichter, noch konventionellere Radialflussmotoren mit voraussichtlich 250 bis 500 PS, Heck- oder Allradantrieb und Allradlenkung sowie - anders als beim EQXX - ein Zweigang-Getriebe, um die Wirtschaftlichkeit weiter zu steigern. Auf der Batterieseite wird Mercedes die derzeitige Energiedichte deutlich erhöhen, die 110 kWh-Batterie im EQS kommt auf 550 Wh pro Liter, in Zukunft sollen bis zu 800 Wh/l möglich sein.
Das bedeutet: Es kann mehr Energie auf gleichem Raum gespeichert werden, oder die Batterien können deutlich kleiner und leichter werden. Rund 100 kWh sind auch in der C-Klasse EV-Limousine und diesem GLC EV denkbar, was im Idealfall für fast 1000 Kilometer reichen würde.
Mercedes GLC EV (2026) Erlkönigfotos
Die Fahrzeuge der MMA-Architektur wird es auch als Verbrenner mit 48-Volt-Technik geben. Der Elektromotor mit 20 kW Antriebsleistung wurde samt Wechselrichter in ein neues elektrifiziertes Achtgang-Doppelkupplungsgetriebe (8F-eDCT) integriert. Die elektrische Energie von bis zu 1,3 kWh stellt eine neue 48-Volt-Batterie mit Lithium-Ionen-Technologie und in Flatpack-Bauweise bereit.
Mercedes scheint also bei der neuen C-Klasse und dem neuen GLC eine ähnliche Taktik wie BMW zu fahren: Verbrenner und Elektro künftig nicht mehr in unterschiedlichen Verpackungen, sondern weitestgehend optisch gleich.
Quelle: Automedia
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