Elektrische Mercedes C-Klasse: Produktion in Ungarn gestartet
Auch die kleine G-Klasse wird in Kecskemét gebaut werden. Das Werk ist nun weltweit der zweitgrößte Mercedes-Standort
Das Mercedes-Werk im ungarischen Kecskemét wird immer wichtiger. Nun wurde die Fläche des Werkes verdoppelt, womit der Mercedes-Standort zu einem der größten weltweit wird. In den letzten vier Jahren wurde eine Milliarde Euro investiert. Nun hat dort die Produktion der elektrischen C-Klasse begonnen, und auch die kommende kleine G-Klasse soll ausschließlich dort gefertigt werden, wie Mercedes offiziell bekannt gibt.
Der Standort Kecskemét liegt rund 100 Kilometer südöstlich von Budapest. Bisher wurden dort der CLA inklusive Shooting Brake sowie der GLB als Verbrenner und Elektroauto gebaut. Während der CLA inzwischen nach Rastatt (bei Karlsruhe) verschoben wurde, kommt nun die elektrische C-Klasse hinzu. Generell sollen in Kecskemét Fahrzeuge des Core- und Kompaktsegments gefertigt werden; dazu gehören die Modelle CLA, GLA, GLB, GLC, C-Klasse und E-Klasse.
Bildergalerie: Elektrische Mercedes C-Klasse (Produktionsstart)
An dem Standort wurden jetzt zwei komplett neue Hallen für Karosserie- und Montagelinien eröffnet. Damit wächst die Werksfläche von 200 auf 440 Hektar. Zusätzlich wurden ein zweites Presswerk, eine Lackiererei und eine Batteriemontage errichtet. Laut Automobilwoche hat das Werk eine Jahreskapazität von 400.000 Autos.
In Kecskemét werden der GLB und die C-Klasse nicht nur zusammengeschraubt, auch Karosserieteile und Traktionsbatterien entstehen vor Ort. In der bestehenden Halle werden Verbrenner und Elektroautos auf einer Linie produziert. Die neue Halle ist dagegen ausschließlich auf die Produktion von vollelektrischen Fahrzeugen ausgerichtet. Auch der elektrische GLC kann künftig dort produziert werden, wenn der Standort Bremen ausgelastet ist.
Photovoltaikanlagen sind ein Baustein der Energieversorgung des Standorts: Im Westen des Werks wurde auf einer Fläche von 240.000 Quadratmetern ein Freiflächenpark mit einer installierten Leistung von 27,4 Megawatt-Peak (MWp) realisiert. Zusammen mit den Photovoltaikanlagen auf den Dächern der neuen Hallen wird eine Gesamtleistung von 42,3 MWp erreicht. Damit können rund 25 Prozent des jährlichen Energiebedarfs gedeckt werden. Zudem arbeitet die neue Lackiererei um 20 Prozent energieeffizienter als die bestehende.
Unter dem Strich
Die elektrische Mercedes C-Klasse ist seit Mai in der Version C 400 4Matic bestellbar, weitere Varianten sollen folgen. Nun hat die Produktion begonnen. Die Auslieferung soll im September beginnen. Da die Nachfrage hoch ist, sind jedoch lange Wartezeiten zu befürchten. Wer jetzt bestellt, soll das Auto erst im ersten Quartal 2027 erhalten.
Quelle: Mercedes, Mercedes Ungarn, Automobilwoche, JesMB (Wartezeiten)
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