Vinfast VF6 steht nun im Konfigurator (Update)
Neuer Rivale von Kia EV3 und Skoda Elroq ab 34.990 Euro
Vor wenigen Tagen meldete die vietnamesische Marke Vinfast, dass der neue VF6 nun bestellbar sei, und zwar außer in Deutschland auch in Frankreich und den Niederlanden. Nun steht das Auto auch im Konfigurator; deshalb haben wir diese Meldung aktualisiert. Wie angekündigt, kostet die Basisversion des nur 4,24 Meter langen Kleinwagen-SUVs 34.990 Euro.
Der Vinfast VF6 wird in Versionen mit 130 und 150 kW angeboten: Der Eco hat eine 130-kW-Maschine, der Plus bietet 150 kW. Das Drehmoment liegt laut Website bei 250 bzw. 310 Nm, die Angaben in den Pressemeldungen weichen etwas davon ab. Ob es sich um einen Front- oder einen Hecktriebler handelt, wird nicht verraten, und auch die übrigen Daten sind noch fragmentarisch. Die Preise stehen aber fest: Die Eco-Linie gibt es ab 34.990 Euro, die gehobene Plus-Ausstattung ab 38.990 Euro. Zudem gewährt Vinfast eine Rundum-Garantie für großzügige sieben Jahre oder 160.000 Kilometer.
| Vinfast VF6 Eco | Vinfast VF6 Plus | |
| Antrieb | 130 kW, 250 Nm | 150 kW, 210 Nm |
| 0-100 km/h / Spitze | ca. 8,9 Sek. / ca. 175 km/h | ca. 8,9 Sek. / 175 km/h |
| WLTP-Verbrauch | 19,5 kWh/100 km | 20,4 kWh/100 km |
| Akku | 59,6 kWh | 59,6 kWh |
| WLTP-Reichweite | 410 km | 379 km |
| DC-Ladedauer | 25 min (10-70%) | 25 min (10-70%) |
| DC-Ladegeschwindigkeit | ca. 1,4 kWh/min | ca. 1,4 kWh/min |
| Reichweite-Nachladen | 9,6 km/min | 9,1 km/min |
| Preis | 34.990 Euro | 38.990 Euro |
Der "Saft" kommt aus einer 59,6-kWh-Batterie mit Lithium-Eisenphosphat-Chemie (LFP). Damit sollen 399 bzw. 381 km nach WLTP-Norm machbar sein, so die Daten von der Vinfast-Website. Die Pressemeldung verkündete kürzlich noch etwas höhere Werte, und auch im Konfigurator werden teilweise noch 410 km genannt:
Die unsicheren Werte kommen vielleicht auch daher, dass die WLTP-Zertifizierung laut Fußnote auf der Website erst im zweiten Quartal 2025 erfolgen wird.
Per Schnellladen mit Gleichstrom soll sich die Batterie in 25 Minuten von 10 auf 70 Prozent aufladen lassen. Vorausgesetzt, die 59,6 kWh sind die Nettokapazität, entspricht das einer Ladegeschwindigkeit von 1,4 kWh/min. Fürs Reichweite-Nachladen errechnen sich Werte von unter 10 Kilometer pro Minute Ladezeit.
Vinfast VF6: Das Cockpit
Vinfast verspricht robuste, nachhaltige Materialien, wobei besonderes Augenmerk auf wichtige Berührungspunkte und stark genutzte Bereiche gelegt wird. Der 12,9-Zoll-Touchscreen ist auf den Fahrersitz, ein Instrumentendisplay scheint es nicht zu geben. Unter dem Display gibt es diverse Tasten, mit denen offenbar auch der Getriebemodus (P, N, R und D) aktiviert wird.
Schon im August hieß es, der VF6 solle noch 2024 zu uns nach Deutschland kommen. Die Schreibweise ist nicht einheitlich, mal gibt es ein Leerzeichen vor der Ziffer, mal nicht. Der Hersteller bezeichnet den VF6 als sein zweites Elektromodell, obwohl derzeit schon zwei Modelle konfigurierbar sind: der VF8 und der VF9. Großen Anklang haben diese Modelle bislang nicht gefunden: In den ersten zehn Monaten des Jahres wurden nur 98 Fahrzeuge der Marke in Deutschland erstzugelassen, davon 94 mal der VF8.
Bildergalerie: Vinfast VF6
"Der Vinfast VF6 steht auf einer neuen und eigenen E-Auto-Plattform", erklärt Firmenchefin Le Thi Thuy Trang. "Der VF6 ist für ein äußerst wichtiges europäisches Segment optimiert." Sie sei zuversichtlich, dass der VF6 sowohl erfahrene E-Auto-Fahrer als auch Neueinsteiger begeistern wird.
Der VF6 wurde von Torino Design in Europa entworfen. Zur Optik gehören die V-förmige Linie an der Front, die dank LED-Beleuchtung auch im Dunklen erkennbar bleibt. Während die Eco-Variante auf 17-Zoll-Alufelgen steht, rollt der Comfort auf 19-Zöllern. Radlauf- und Schwellerverkleidungen aus Kunststoff schützen die Karosserie gegen Parkrempler. Die Serienausstattung umfasst autonome Fahrfähigkeiten der Stufe 2, drahtloses Apple CarPlay und Android Auto, eine 360-Grad-Kamera, ein Panorama-Glasdach und ein Head-Up-Display.
Der VF6 soll "demnächst" an europäische Kunden ausgeliefert werden. Zu den Konkurrenten des VF6 dürften andere kleine Elektro-SUVs wie der Opel Mokka Electric, der Kia EV3 oder der Skoda Elroq gehören. Das Unternehmen betreibt derzeit 13 VinStores. In Vietnam werden neben VF6, VF8 und VF9 auch der VF3 und der VF7 angeboten.
Bildergalerie: Vinfast VF6 (Showroom München)
Unter dem Strich
Auf dem Pariser Salon 2018 stellte Vinfast seine ersten Elektroautos vor, doch die Verkaufserfolge sind bislang bescheiden. Vermutlich liegt das auch an der erratischen Einführungspolitik, die von Verschiebungen gekennzeichnet ist. Auch unvollständige und sich widersprechende Angaben zu den Modellen dürften kaum hilfreich sein.
Nun soll also der Vinfast VF6 starten. Mit einem Basispreis von knapp 35.000 Euro ist er im Vergleich zu Jeep Avenger oder Opel Mokka Electric günstig; die Basisversionen von Smart #1, Kia EV3 oder Skoda Elroq sind jedoch etwa gleich teuer. Ehrlich gesagt, da würden wir lieber eines der letztgenannten Modelle kaufen – gute Ausstattung und großzügige Garantie hin oder her.
Quelle: Vinfast (per E-Mail), VF6-Website (Daten)
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