Mercedes CLA als Erlkönig: Nur noch Front und Heck getarnt
Die größte Änderung gegenüber dem aktuellen CLA ist offenbar die Lichtsignatur
Update: Inzwischen wurde der Mercedes CLA vorgestellt. Lesen Sie unseren Artikel dazu.
Von kaum einem Auto haben wir so viele Erlkönigbilder und getarnte Teaserbilder veröffentlich wie vom neuen Mercedes CLA. Das Auto ist aber auch interessant, schließlich ist es das erste Fahrzeug auf Basis der Mercedes Modular Architecture (MMA). Nun haben wir neue Erlkönigbilder erhalten.
Die neue Plattform unterstützt neben reinen Elektroautos auch Verbrenner mit 48-Volt-Unterstützung, und die Bilder zeigen die Mildhybrid-Version – denn das Auto hat kein E-Kennzeichen. Macht aber nichts, denn soweit bekannt, sieht die Elektroversion genauso aus. Zu sehen ist die Limousine, und nur noch Front und Heck sind getarnt. Neben der Mercedes CLA Limousine wird es auch einen entsprechenden Shooting Brake geben; daneben dürften auch der GLA und der GLB auf MMA aufsetzen.
Die Bilder zeigen, dass sich an der Silhouette wenig bis nichts ändert. Die Fenster ziehen sich nun bis hinter den Ausschnitt der Fondtür, und vielleicht reckt sich die vordere Schürze etwas weiter nach vorne, aber das sind wirklich minimale Details. Wie andere aktuelle Mercedes-Modelle erhält aber auch der neue CLA einen dreizackigen Stern als Lichtsignatur. Auf unseren Bildern ist der Stern an den Rücklichtern gut erkennbar, vorne haben wir ihn auf Erlkönigbildern von WalkoART schon deutlicher gesehen.
Mercedes CLA mit "Sternenlicht" vorne
Sternenlicht hinten
Die Technik der batterieelektrischen Versionen wurde bereits ausführlich erläutert. Vermutlich werden sie CLA mit EQ-Technologie heißen. Angekündigt sind eine Lithium-Eisenphosphat-Batterie (LFP) mit 58 kWh netto und ein Nickel-Mangan-Cobalt-Akku mit 85 kWh. Das LFP-Paket wird in die günstigeren Versionen eingebaut, die NMC-Batterie in die hochwertigeren mit viel Reichweite.
Reichweiten von 750 km sollen möglich sein, offenbar mit dem 85-kWh-Akku. Zum Vergleich: Auch der Audi A6 e-tron schafft in der reichweitenstärksten Version 756 km, braucht dafür aber eine 95-kWh-Batterie. Beim CLA errechnet sich aus Nettokapazität und Reichweite ein reiner Fahrverbrauch von 11,3 kWh/100 km, beim Audi ergeben sich 12,6 kWh. Man sieht: Der Mercedes wird deutlich sparsamer sein, wobei der A6 aber auch eine Klasse höher antritt.
Wohlgemerkt, das sind reine Fahrverbräuche; die WLTP-Verbräuche liegen deutlich darüber, denn hier gehen auch die Ladeverluste ein. Beim Audi sind es mindestens 14 kWh, also 11 Prozent mehr; mit dem gleichen Aufschlag würde der Mercedes bei 12,6 kWh landen.
Wie Audi verwendet auch Mercedes eine 800-Volt-Architektur für schnelles Laden. Audi lädt mit bis zu 270 kW, Mercedes mit bis zu 320 kW. Damit ist die maximale Ladeleistung so hoch wie beim Porsche Taycan, die Ladekurve ist aber offenbar schlechter, denn der Taycan lädt maximal 3,8 kWh/min, der Mercedes "nur" 3,6 kWh/min. Alle elektrischen CLA-Modelle bekommen hinten einen 200-kW-Motor, bei den Allradlern kommt vorne noch eine 80-kW-Maschine hinzu.
Bildergalerie: Mercedes CLA als Erlkönig (12/24)
Unter dem Strich
Der neue Mercedes CLA wird wohl größtenteils aussehen wie der alte. Spannend wird es jedoch unter dem Blech und bei den elektrischen Eigenschaften. So wird die Elektroversion mit Verbräuchen um die 13 kWh/100 km zu den sparsamsten Stromern überhaupt gehören, und mit 750 km auch zu den reichweitenstärksten. Dazu fährt Mercedes so ziemlich alles an Technik auf, was es derzeit so gibt, darunter SiC-Inverter, ein Zweiganggetriebe und siliciumreiche Anoden.
Quelle: Automedia
Auch interessant
Mercedes CLA 200 Shooting Brake EQ: Basis-Kombi ab 48.250 Euro
Xpeng X9: Luxus-Elektro-Van startet zu Preisen ab 77.600 Euro
Mercedes CLA 250 EQ: 71-kWh-Akku offenbar per Software limitiert
Porsche Taycan Turbo GT Manthey stellt neuen Nürburgring-Rekord auf
Mercedes CLA EQ: Wie man die Leuchtsternchen vorn abschaltet
Offiziell: Opel bringt neues Elektro-SUV mit Leapmotor-Technik
Hyundai Ioniq 6 und Mercedes CLA EQ im Vergleich