Kia Syros: Wird aus dem kleinen Verbrenner der EV1?
Elektroversion soll technisch möglich sein, doch Basis ist nicht E-GMP
Bei Kia tut sich derzeit so einiges. Nach dem EV6 und dem EV9 startet gerade der EV3. Und weitere Modelle sind angekündigt oder durch Erlkönige belegt, darunter ein EV2, ein EV4 und der EV5. Zu den noch fehlenden Nummern gehört ein EV1. Den könnte Kia gerade als Verbrenner vorgestellt haben – in Form des Syros für Indien.
Laut Auto Motor und Sport basiert der Wagen auf der Multy-Energy-Plattform K1 des Konzerns, die auch für den Hyundai Inster verwendet wird. Dasselbe geht auch aus dem englischsprachigen Wikipedia-Artikel zur Plattform K1 hervor. Die ähnlichen Proportionen sprechen ebenfalls dafür:
Kia Syros
Hyundai Inster
Die Maße sind allerdings geringfügig anders. Als Quelle haben wir die indische Syros-Broschüre und – da es noch kein deutsches Preis-Datenblatt gibt – die holländische Preisliste (PDF) und den deutschen Inster-Konfigurator verwendet:
| Länge | Breite | Höhe | Radstand | |
| Hyundai Inster | 3.825 mm | 1.610 mm | 1.575 mm | 2.580 mm |
| Kia Syros | 3.995 mm | 1.805 mm (mit Außenspiegeln) |
1.680 mm | 2.550 mm |
Mit dem gegenüber dem Inster um drei Zentimeter verlängerten Radstand soll das Modell großzügige Platzverhältnisse im Innenraum bieten. Ob die Sitzanlage ähnlich variabel und praktisch ist wie beim Inster – dort lassen sich die Rücksitze geteilt verschieben und der Ladeboden wird nach dem Sitz-Umklappen schön eben – , geht aus den bisher veröffentlichten Bildern nicht hervor. Das Cockpit hat eine ähnliche Monitorlandschaft wie die bekannten E-GMP-Modelle Kia EV3, 6 und 9:
Kia Syros: Das Interieur des Rechtslenkers
Kia EV3: Cockpit des Linkslenkers
Unter der Haube des Verbrenner-Syros arbeitet wahlweise ein 1,0-Liter-Turbobenziner mit 88 kW oder ein 1,5-Liter-Diesel mit 85 kW. Eine eventuelle Elektroversion dürfte den gleichen Permanentmagnet-Synchronmotor mit wahlweise 71 oder 84 kW und einheitlich 147 Nm Drehmoment wie der Inster erhalten, dazu die gleichen Akkus mit 42 bzw. 49 kWh für 327 bzw. 370 km WLTP-Reichweite.
Die Preise für den Vier-Meter-Kleinwagen würden wohl ähnlich wie beim Inster bei etwa 24.000 Euro beginnen. Zu den Konkurrenten würden der Citroen e-C3 (ab 23.300 Euro) und der Fiat Grande Panda (ab 24.990 Euro) gehören, zudem der Dacia Spring Electric und weitere günstige Klein(st)wagen wie der Leapmotor T03 (ab 18.900 Euro) oder der Fiat 500 Elektro (ab rund 25.000 Euro).
Unter dem Strich
Hyundai hat mit dem Inster bald einen Elektro-Kleinwagen der 25.000-Euro-Klasse, Kia braucht wohl auch einen. Denn diese Klasse ist im Kommen, wie die "Small Car Platform"-Autos von Stellantis oder die 2025/2026 startenden MEB-Entry-Fahrzeuge von Cupra, VW und Skoda zeigen. Doch Kias Produkt-Pipeline ist derzeit ohnehin zum Bersten voll, deswegen erwarten wir einen EV1 nicht vor 2026.
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