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Skoda 7S Concept: Neuer Teaser zeigt die Serienversion

Großes Siebensitzer-SUV ist für 2026 angekündigt (Update)

Skodas Elektro-SUV mit 7 Sitzen (Teaser)
Bild von: Skoda

Skoda bringt mit dem Elroq gerade sein zweites Elektroauto nach dem Enyaq auf den Markt, ein drittes folgt 2026 mit dem nochmal kleineren Epiq. Doch das ist noch nicht alles: Ebenfalls für 2026 angekündigt ist die Serienversion des 7S Concept. Das fast fünf Meter lange Siebensitzer-SUV auf MEB-Basis wurde nun in einem Video zum Skoda-Geschäftsjahr 2024 angeteasert.

In dem Video fährt Skoda-Chef Klaus Zellmer in einem Auto vor und sagt, dies wäre nicht der Epiq, sondern etwas Größeres: der Siebensitzer, der Skoda "über 2025 hinausführen werde". Dann lädt er sechs Skoda-Kollegen zur Mitfahrt ein. Es folgen einige dunkle, mehr oder weniger verschwommene Aufnahmen von dem Modell. Dieses erhält wie schon der Elroq und der geliftete Enyaq die "Modern Solid"-Designsprache, inklusive der gestrichelten Lichtleiste an der Front. Spulen Sie im Video vor bis auf etwa 11:00 Minuten, um die Szenen zu sehen:  

Die drei von Skoda veröffentlichten Teaserbilder zeigen vor allem die Leuchten; wir haben noch einen Screenshot aus dem Video hinzugefügt, der das Heck von der Seite zeigt:

Bildergalerie: Skodas Siebensitzer-SUV (Teaser)

Dass der Wagen in Arbeit ist, hatten im Januar bereits Erlkönigbilder gezeigt. Die Bilder, ursprünglich von Autoevolution.com veröffentlicht und danach vom X-User GearheadCole gepostet, zeigten den Wagen im winterlichen Schweden. Das Auto war noch stark getarnt, aber die Proportionen und weitere Charakteristika waren erkennbar:

 

Die Flanken der Erlkönig-Karosserie sind ebenso glatt wie beim 7S Concept. Anders als das Concept Car hat der Erlkönig aber konventionelle Außenspiegel, keine Außenkameras. Die Türgriffe sind erst auf den zweiten Blick zu finden – sie sind karosseriebündig wie bei der Studie, allerdings horizontal und nicht vertikal. 

Skoda Enyaq (2025) in Olibo Green

Die Studie hatte noch eine T-förmige Lichtsignatur, doch die wurde offenbar inzwischen verworfen

Skoda Vision 7S

Skoda Enyaq Facelift: Die neuere Modern-Solid-Optik 

An der Front ist unten ein relativ großer, rechteckiger Lufteinlass zu sehen – an dieser Stelle hatte die Studie sieben senkrechte Kühlrippen im Jeep-Stil. Weitere Luftschlitze in diagonaler Ausrichtung gibt es beim Erlkönig links und rechts davon; sie ziehen von innen nach unten, was das Auto optisch satter auf der Straße stehen lässt. Ansonsten ist die Front gut mit der neuen Marken-Optik "Modern Solid" vereinbar, wie wir sie vom Elroq und vom gelifteten Enyaq kennen. Einen Grill wie die auslaufende Enyaq-Version wird das Modell wohl nicht mehr haben.

Seitlich fallen die unterschiedlichen Felgen vorne und hinten auf; solche optischen Feinheiten sind beim Winter-Test wohl weniger wichtig. Vorne sind Bremsscheiben zu sehen, hinten nicht – vermutlich gibt es hier Trommelbremsen wie bei allen MEB-Fahrzeugen. Am Heck des Prototypen erkennt man einen Dachspoiler wie schon bei der Studie, allerdings scheint er in der Mitte keine Einbuchtung zu haben. Die Rückleuchten sind offenbar horizontal ausgerichtet.

Skoda Vision 7 S

Die Studie hatte einen in der Mitte unterbrochenen Dachspoiler und T-förmige Rückleuchten

Die Designstudie Vision 7S Concept wurde bereits im Sommer 2022 präsentiert. Damals wurde die Länge mit 5,02 Meter angegeben – damit wäre das Auto das bislang größte MEB-Fahrzeug: Der ID.7 wie auch der ID. Buzz mit langem Radstand misst 4,96 Meter. Der angegebene Radstand von 3,08 m liegt allerdings zwischen ID.7 (2,97 m) und ID. Buzz LR (3,24 m). In Stein gemeißelt sind die Skoda-Werte alle noch nicht, denn im April 2023 nannte der tschechische Hersteller eine Länge von "etwa 4,9 m". Damals wurde auch angekündigt, dass das Modell bis 2026 auf den Markt kommen sollte.

Skoda Vision 7S (Infografik)

Studie von 2022: 5,02 m Länge

Skoda Space EV: Siebensitzer-SUV (Teaser)

2023 hieß es, der Siebensitzer würde 4,9 m lang sein

Zur Technik hieß es 2022, der Wagen habe eine 89-kWh-Batterie und würde über 600 km nach Norm schaffen. Danach könnte man ihn mit bis zu 200 kW aufladen. Bisher gibt es im MEB-Baukasten keinen Akku mit 89 kWh. Die größte Batterie des Konzerns hat 86 kWh netto und 91 kWh brutto.

Dieser Akku wird im VW ID.7 Pro S und im Buzz Pro LR eingesetzt und lässt sich ebenfalls mit bis zu 200 kW laden – dem Maximum, das bei einem 400-Volt-System möglich sind (weil der CCS-Ladeanschluss auf 500 Ampere limitiert ist). Die in dem X-Posting genannte Antriebsleistung von "335 hp" könnte von einer britischen Website stammen, denn 335 bhp entspricht 250 kW – so stark sind die Allradler aus dem MEB-Baukasten.

Skoda Vision 7S

Die Studie hatte einen drehbaren Touchscreen und ein recht großes Instrumentendisplay

Skoda Enyaq (2025): Das Interieur

Deutlich konventioneller: Das Cockpit des Enyaq

Ob das Cockpit so futuristisch aussehen wird wie bei der Studie, darf man bezweifeln. Aber vielleicht geht Skoda endlich mal weg von dem kleinen Instrumentendisplay unter der Hutze – für unseren Geschmack wirkt das doch etwas antiquiert und "Verbrenner-like". Mit den drei riesigen Drehreglern der Studie machte das Design-Team aber überdeutlich, dass man auf physische Bedienelemente nicht gänzlich verzichten will.

Wenn sich Skoda an seine Pläne hält, startet das neue Modell im Jahr 2026; möglicherweise wird es Ende 2025 vorgestellt. Es wird aller Wahrscheinlichkeit nicht 7S heißen und auch nicht Space. Wie beim Enyaq, Elroq und Epiq wird man wohl einen Namen suchen, der mit "E" beginnt und mit "q" endet.

Zu den Konkurrenten werden vor allem der Kia EV9, der Hyundai Ioniq 9 und der Peugeot E-5008 gehören. Wie diese wird der Skoda wohl deutlich günstiger sein als die großen SUVs von Premiumherstellern. Da der Siebensitzer-Skoda als MEB-Derivat wohl 400-Volt-Technik hat, dürfte der Preis noch niedriger sein als bei den Korea-SUVs. Damit erscheinen Preise unter 60.000 Euro möglich.

Übrigens ist noch ein weiteres Skoda-Elektroauto bis 2026 angekündigt, das den Platzhalter-Namen Combi trägt. Der geplante Elektro-Octavia soll laut Autocar auf der Scalable Systems Platform (SSP) basieren, und nicht wie ursprünglich geplant auf dem MEB. Das heißt, es handelt sich um eine Skoda-Version des kommenden "VW ID. Golf" auf SSP-Basis. Wenn diese Meldung stimmt, heißt das, der Kombi kommt nicht wie angekündigt schon 2026, sondern wohl erst 2028 oder noch später. Eine Studie soll jedoch schon auf der IAA 2025 zu sehen sein, so die britische Autozeitschrift.

Außerdem schreibt Autocar, es werde wohl auch eine RS-Version des Epiq geben. Eine RS-Version des Elroq soll jedoch nicht geplant sein, wie uns ein Skoda-Sprecher im Dezember 2024 sagte. Auch eine Skoda-Version des (kürzlich erst als Studie Every1 präsentierten) VW ID.1 soll es nicht geben.  

Sechs Skoda-Elektroautos bis 2026 (Teaser)

Skodas Elektroauto-Palette bis 2026 (Teaser von 2023): Der "Compact" ist der Elroq, der "Small" der Epiq

Unter dem Strich

Nach dem 2021 eingeführten Enyaq legte Skoda eine vier Jahre lange Elektroauto-Pause ein. Doch nun soll es offenbar Schlag auf Schlag gehen: 2025 der Elroq und der Epiq, 2026 dann der Siebensitzer und der "Combi". Wobei der Siebensitzer ein bezahlbares, großes SUV sein könnte, mit einem Basispreis unter 60.000 Euro und Reichweiten, die wie beim Enyaq zwischen 400 und 600 km liegen.

Was das Design angeht, so wird Skoda wohl seinen behutsamen Weg weg von einer traditionellen Verbrenner-artigen Optik hin zu einem moderneren Look fortsetzen. Das heißt, nach dem Grill dürften hier erstmals auch die Bügelgriffe entfallen; vielleicht traut man sich auch, das Verbrenner-Cockpit durch eine moderne Displaylandschaft zu ersetzen. Wir wären dafür – solange Skoda nicht übertreibt und uns die Knöpfchen fürs Spiegel-Einstellen und die Tasten für die Fensterheber wegnimmt ...