Tesla Model Y: Designer und Entwickler erklären Änderungen
Video zeigt elektrisch umklappbare Rücksitze, den neuen Frunk, den "Afterburner-Effekt" und mehr
Das Facelift des Tesla Model Y ist seit dem 10. Januar in China bestellbar, in Deutschland seit dem 24. Januar. Nun erklären Chefdesigner Franz von Holzhausen und andere Verantwortliche in einem Video, was sie an dem Modell geändert haben. Ihre Angaben gehen über die Pressemeldung hinaus, die Tesla Deutschland zum deutschen Marktstart veröffentlichte.
Die Hauptänderungen am Model Y betrafen das Design, das nun ein wenig an den Cybertruck erinnert. Auch verbesserten sich Verbrauch und Reichweite. So hat die einzige Modellvariante, die in Deutschland bisher bestellbar ist (Long Range AWD), nun 568 statt 533 km WLTP-Reichweite, also 6,5 Prozent mehr. Zudem gibt es ein komfortableres Fahrwerk, eine nach vorne weisende Kamera in der Schürze, eine verbesserte Lärmdämmung, Alu-Details im Interieur, ein Ambientelicht und einen Monitor für die Fondinsassen.
Beim letzten Quartalsbericht veröffentlichte Tesla auch eine Liste mit den Änderungen beim Model Y. Daraus geht hervor, dass sich die Rückbank nun elektrisch umklappen lässt, dass sich die Heckklappe nun bei Annäherung öffnet und dass die Zahl der Kameras zur Beobachtung der Umgebung um eine erhöht wurde (die nach vorne gerichtet ist):
Im Video wird das elektrische Umklappen der Rücksitze gezeigt: Die Sitze lassen sich vom Heck her per Taste umklappen und auch wieder aufrichten. Auch werden die Bilder der Rundumsicht-Systems gezeigt, die durch die neue Frontkamera möglich werden.
Völlig neu ist, dass die Heckklappe weiter aufschwingt. Auch gibt es nun einen Ablassstopfen im Frunk. So kann man nun im Funk schmutzige Gummistiefel abwaschen oder Getränke auf Eis kühlen, wie das Video nahelegt. Wirklich praktisch wird beides wohl nur mit einer Box, die perfekt in den Frunk passt, und die Tesla als Zubehör anbieten will. Auch sollen die Reifen nun weniger Rollwiderstand haben.
Chefdesignchef Franz von Holzhausen verrät sein Lieblings-Detail: Das rote Licht, das die neue Lichtleiste am Heck auf den Boden wirft: "almost like an afterburner", schwärmt der Designer. Das rote Licht selbst wird übrigens auch auf ungewöhnliche Art erzeugt: Es handelt sich um reflektiertes Licht.
Unter dem Strich
Das neue Model Y mit dem Codenamen Juniper ist sehr wichtig für Tesla; schließlich ist das Model Y der unumstrittene Bestseller der Marke. Da die Verkäufe letztes Jahr erstmals weltweit sanken, kommt dem Model Y die Aufgabe zu, die Zahlen wieder anzuheben.
Andere Hoffnungsträger gibt es kaum. Denn der Cybertruck bleibt wohl ein reines US-Modell und das kleine Model 2 wurde offenbar gestrichen. Und der geplante Robotaxi-Dienst wird zumindest noch etwas Zeit brauchen, um Geld einzuspielen. Die einzige andere Hoffnung sind die "erschwinglicheren Modelle" auf Basis der existierenden Plattformen, die Tesla angekündigt hat.
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