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Für eine persönlichere Erfahrung

So gelang Xiaomi ein neuer Nürburgring-Rundenrekord für Elektroautos

Ja, der SU7 Ultra ist schneller als ein Rimac Nevera

Xiaomi SU7 Ultra production EV record at the Nurburgring
Bild von: Xiaomi

Der chinesische Technologieriese Xiaomi, hauptsächlich bekannt für seine Smartphones, hat sein Geschäftsfeld erweitert und produziert nun auch Autos. Der SU7 ist das erste Modell des Unternehmens. Auf dessen Basis man ziemlich flott eine bemerkenswerte Performance-Variante entwickelt hat. Jetzt hat man dank des SU7 Ultra allen Grund zu feiern. 

Bereits im vergangenen Oktober fuhr ein Prototyp die Nordschleifenrunde in herausragenden 6 Minuten und 46,8 Sekunden. Xiaomi versprach damals, in die Grüne Hölle zurückzukehren und die heiße Runde mit einem serienreifen Auto zu wiederholen.

Wenig überraschend konnte die in China erhältliche Serienversion des SU7 Ultra nicht gegen die Rundenzeit des radikal abgespeckten Prototypen anstinken. Nichtdestotrotz ist die erreichte Rundenzeit von 7 Minuten und 4,95 Sekunden eine mehr als beachtenswerte Leistung. Zur Einordnung: Xiaomis elektrische Super-Limousine ist damit schneller als der Porsche Taycan Turbo GT, der die schönste Rennstrecke der Welt in 7 Minuten und 7,55 Sekunden umrundete.

Der SU7 Ultra ist sogar ein wenig fixer unterwegs gewesen als es der Rimac Nevera bisher geschafft hat. Damit stürzt Xiaomi offiziell das kroatische 1.900-PS-Hypercar vom Spitzenplatz der Serien-EV-Bestenliste. Der Zweisitzer von Mate Rimac absolvierte die Runde in 7 Minuten und 5,29 Sekunden. Zur Klarstellung: Alle genannten Zeiten beziehen sich auf die längere Konfiguration des Nürburgrings mit 20,8 Kilometer.

Immerhin: Der Rekord des Mercedes-AMG One als schnellstes Serienfahrzeug ist vorerst nicht in Gefahr. Das mit einem F1-Motor ausgestattete Hypercar umrundete den Ring letztes Jahr in 6 Minuten und 29 Sekunden. Der absolute Rekord gehört jedoch dem nur für die Rennstrecke zugelassenen Porsche 919 Hybrid Evo, mit einer atemberaubenden Rundenzeit von 5 Minuten und 19,55 Sekunden. Es ist schwer vorstellbar, dass ein straßenzugelassenes Auto jemals in die Nähe dieser Zeit kommen wird.

Onboard-Aufnahmen, die von Xiaomi geteilt wurden, zeigen, dass der SU7 Ultra bei seiner Rekordfahrt eine GPS-verifizierte Geschwindigkeit von 346 km/h erreichte. Damit ist er die schnellste Serienlimousine aller Zeiten, sei es mit Benzin- oder Elektroantrieb. Der Titel gehörte zuvor dem Maserati Ghibli 334 Ultima, mit einer Höchstgeschwindigkeit von 334 km/h. Die inzwischen eingestellte italienische Limousine war nur 1 km/h schneller als der Bentley Flying Spur W12 und 4 km/h schneller als der Lucid Air Sapphire.

Bilder von: Xiaomi
Bild von: Xiaomi

Xiaomi sagt, dass das Auto noch schneller fahren kann. Mit ausreichend freier Strecke sollen demnach über 350 km/h drin sein. Es sei darauf hingewiesen, dass der SU7 Ultra, der den EV-Rundenrekord knackte mit dem optionalen Track-Paket ausgestattet war. Da dies aber auch der Kundschaft zur Verfügung steht, gilt er weiterhin als Serienauto.

Zur Auffrischung: Der SU7 Ultra verfügt über drei E-Motoren mit einer kombinierten Leistung von 1.527 PS und soll in 1,98 Sekunden von 0 auf 100 km/h beschleunigen. Mit einer Länge von 5,12 Metern und einem Gewicht von 2.360 Kilo ist er größer und schwerer als ein Taycan. Das Auto kam Ende Februar in China auf den Markt. Der Basispreis beträgt 529.900 Yuan, was derzeit etwa 64.500 Euro entspricht.