Hyundai Ioniq 6 N mit 3,2-Sekunden-Sprint jetzt bestellbar
Leistung bis zu 478 kW und Preise ab 75.900 Euro wie beim Ioniq 5 N, aber Fahrwerk und Schaltsimulation wurden verbessert.
Der Hyundai Ioniq 6 N ist endlich konfigurier- und bestellbar. Der Preis liegt bei 75.900 Euro. Damit ist das Auto exakt gleich teuer wie der Ioniq 5 N. Mit 448 kW im Normalmodus und kurzzeitig bis zu 478 kW ist der Allradantrieb auch genauso stark, die 84-kWh-Batterie ist ebenfalls die gleiche.
Optional stehen ein Glas-Schiebedach für 700 Euro, digitale Außenspiegel für 1.400 Euro sowie ein Sitzpaket für 2.000 Euro zur Auswahl. Letzteres enthält Sitzbespannungen in Alcantara-Leder-Kombination, belüftete Sitze vorne, eine Mittelkonsole mit Lederbespannung sowie Sicherheitsgurte mit N-spezifischer Bestickung.
Enthüllt wurde die Sportlimousine schon im Juli 2025 – zielgruppengerecht beim Goodwood Festival of Speed in England. Zu den wichtigsten Änderungen gegenüber dem Hyundai Ioniq 5 N gehören eine vollständig neue Fahrwerksgeometrie, eine verbesserte Schaltsimulation (N e-Shift) sowie eine bessere Klangqualität durch aktualisierte Hardware und eine umfangreiche akustische Feinabstimmung.
Der Neuling soll auf der Rennstrecke begeistern, und dennoch genug Komfort für den Alltag bieten. Bei aktvierter N Grin Crontrol ist für zehn Sekunden ein maximales Drehmoment von 779 Nm abrufbar. Mit einem Sprint von 0-100 km/h in 3,2 Sekunden (mit N Launch Control, mit N Grin Boost sind es 3,3 Sekunden und im Normalmodus 3,4 Sekunden) ist die Limousine noch schneller als das SUV. Die Höchstgeschwindigkeit wird mit 257 km/h angegeben (5N: 260 km).
Bildergalerie: Hyundai Ioniq 6 N
Um den Anforderungen auf der Rennstrecke gerecht zu werden, bietet der Ioniq 6 N (wie das Schwestermodell 5 N) eine überarbeitete Batterie-Konditionierung, wodurch die maximale Leistung rechtzeitig und für die jeweils benötigte Zeit zur Verfügung steht – ohne das Thermomanagement zu überlasten. So hat das System entsprechende Modi für Drag-, Sprint- und Langstreckenrennen.
Außerdem spielt Aerodynamik eine entscheidende Rolle beim Design. Elemente wie der Schwanenhals-Heckflügel und verbreiterte Kotflügel tragen zu einer verbesserten Fahrstabilität in schnell gefahrenen Kurven bei. Die neue Fahrwerksgeometrie und das neu entwickelte Chassis sollen die Handling-Präzision und die Straßenlage verbessern. Dennoch soll der fürs alltägliche Fahren wichtige Fahrkomfort erhalten bleiben. Sowohl auf der Rennstrecke als auch auf der Landstraße von Vorteil ist der tiefer liegende Schwerpunkt des Ioniq 6 N.
Die Fahrdynamik wird auch durch die neuen elektronisch gesteuerten Dämpfer (ECS) verbessert. Durch Hub-Sensoren können sich die Dämpfer an die Strecke anpassen; die Spreizung bei den Dämpfkrafteinstellungen soll groß sein.
Das "N Active Sound+"-System soll dem Fahrerlebnis eine dynamische Dimension verleihen. Dabei kann man aus verschiedenen Sounds wählen – vom Motorsport-inspirierten Ignition über Evolution bis hin zu den futuristischen Tönen von Lightspeed. Außerdem werden Schaltvorgänge simuliert. Jetzt soll dieses "N e-Shift"-System "vollständig kompatibel mit wichtigen Leistungsmerkmalen wie N Launch Control, N Drift Optimizer, N Grin Boost und N Torque Distribution" sein, so Hyundai.
Ergänzt wird das sensorische Erlebnis durch N Ambient Shift Light, ein Ambientelicht, das Signal gibt, wenn der ideale Schaltpunkt erreicht ist. Der N Track Manager bietet spezifische Zusatzfunktionen für die Rennstrecke; damit kann man zum Beispiel seine Rundenzeiten überwachen. Der N Drift Optimizer bietet zudem eine Kontrolle über die Drifteigenschaften des Fahrzeugs mit anpassbaren Parametern für Drift-Einleitung, Winkel und Radschlupf. Mit dem Start des Ioniq 6 N soll zudem eine Reihe von N-Performance-Teilen weltweit erhältlich sein. Sie ermöglichen es, das Fahrzeug weiter zu individualisieren.
Technische Daten des Hyundai Ioniq 6 N
- Allradantrieb mit 448 kW (166 kW vorne, 282 kW hinten) bzw. 478 kW (175+303 kW) im Boost
- Drehmoment: 740 Nm (350 Nm vorne, 390 Nm hinten) bzw. 770 Nm (370+400 Nm) im Boost
- 0-100 km/h / Höchstgeschwindigkeit: 3,2–3,4 Sek. (je nach Modus) / 257 km/h
- WLTP-Verbrauch: 18,7 kWh/100 km
- Akku: ca. 80 kWh netto, 84 kWh brutto
- WLTP-Reichweite: 487 km
- Max. Ladeleistung AC / DC: 11 / 260 kW
- DC-Ladedauer (10–80 %): ca. 18 min
- Maße: 4.935 mm Länge / 1.940 mm Breite / 1.495 mm Höhe / 2.965 mm Radstand / 371 Liter Kofferraum
- Reifen: 275/35R20 (Pirelli P-Zero 5)
- Bremsen: vorne Vierkolben-Bremsen mit 400 mm-Scheiben, hinten ein Kolben, 360 mm
- Rekuperation: bis 0,6 G (0,35 G während der ABS-Aktivierung)
- CW-Wert: 0,274
Unter dem Strich
Der Hyundai Ioniq 6 N bietet kaum Überraschungen. Antrieb und Akku werden vom Ioniq 5 N übernommen, aber es gibt Verbesserungen beim Fahrwerk sowie bei der Schaltsimulation – wobei die auch beim Ioniq 5 N schon hervorragend war. Mehr dazu lesen Sie im Tracktest des Kollegen Chris. Die Preise sind exakt die gleichen wie beim 5 N.
Auch interessant
Neuer Mercedes-AMG GT 4-Türer: Das kosten 55 und 63 (Update)
Peugeot E-208 GTi (2026): Serienversion debütiert in Le Mans
Neuer Lancia Gamma kommt mit bis zu 740 km Reichweite
Skoda Epiq (2026): Produktion in Pamplona gestartet
Ferrari Luce (2026) vorgestellt: Elektro-Erstling mit 772 kW
Volvo EX30 Cross Country (2026) im Dauertest: Mehr als nur Optik?
VW ID. Polo GTI (2026): Alle Infos zum ersten Elektro-GTI