Zum Hauptinhalt springen

Mercedes EQS SUV: Erlkönig der Facelift-Version mit 800 Volt

Außer schnellem Laden bekommt das große Elektro-SUV 2026 das neue "Sternenlicht" mit zwei Sternen pro Seite

Mercedes EQS SUV Facelift als Erlkönig
Bild von: Automedia

Der Mercedes EQS SUV ist seit 2022 auf dem Markt, und der Hersteller ist mit dem Absatz nicht zufrieden. Ein Grund für die schleppenden Verkäufe dürfte neben dem oft kritisierten Design auch die fehlende 800-Volt-Technik sein. Ein Facelift, aber vor allem ein technisches Update, wird deshalb schon seit Langem erwartet. Nun fuhr das Auto unseren Erlkönigjägern vor die Linse.

Zu den optischen Änderungen am Mercedes EQS SUV bei dem 2026 startenden Facelift gehört vor allem das Sternenlicht, also die vom CLA her bekannte Tagfahrlicht-Signatur mit Leuchtsternen. Passend zur hohen Positionierung erhält der EQS SUV aber zwei Sterne pro Seite – genauso wie der VLE EQ. Die Rückleuchten werden offenbar nicht angefasst, denn bei dem Prototyp verzichtete Mercedes auf jegliche Tarnung. Anders verhält es sich mit den Schürzen vorne und hinten, die wie üblich etwas anders aussehen werden.

Bildergalerie: Mercedes EQS SUV Facelift als Erlkönig (8/2025)

Das Aussehen des wahrscheinlich größtenteils geschlossenen "Grills" ist den Bildern nicht zu entnehmen. Logisch wäre eigentlich eine Angleichung an den Grill, den die Marke mit dem GLC EQ einführen will. Im Cockpit wird Mercedes wohl wie gehabt einen Hyperscreen montieren, auf dem nun aber das neue Betriebssystem MB.OS läuft.

Die wichtigsten Änderungen wird es unter dem Blech geben. Dabei wird Mercedes einiges vom CLA EQ übernehmen, darunter die 800-Volt-Technik und die selbst entwickelten eATS-2.0-Antriebe mitsamt dem Zweiganggetriebe hinten und Siliciumcarbid-Invertern an beiden Achsen für erhöhte Effizienz.

Die Batterien aus dem CLA mit 58 bzw. 85 kWh sind für den EQS SUV zu klein; das aktuelle Modell hat ja bereits einen 118-kWh-Akku. Aber vermutlich wird Mercedes eine größere Version des Energiespeichers entwickelt haben, vielleicht mit sechs statt vier Modulen – das würde rechnerisch etwa passen. Eine Version mit LFP-Chemie wie beim CLA wird Mercedes wohl nicht einführen. Das ganze Technik-Paket soll unter dem Namen EVA2M firmieren.

Übrigens, für die anderen Fahrzeuge auf Basis der Plattform EVA2, also den EQS als Limousine und den EQE samt EQE SUV sind entsprechende Updates zu erwarten. Die große Limousine wurde bereits als Erlkönig erwischt. Sie erhält ebenfalls zwei Sterne pro Seite, wie das folgende Video von WalkoART zeigt:

Unter dem Strich

Der Mercedes EQS SUV erhält 2026 ein Facelift. Bemerkenswerter als die optischen Änderungen ist das Technik-Update, das dem teuren Oberklassemodell endlich 800-Volt-Technik beschert. Es ist ja auch schwer zu erklären, dass man bei dem über 110.000 Euro teuren EQS SUV noch mit maximal 200 kW laden soll, während der nur halb so teure CLA EQ 320 kW verkraftet. Dass das große SUV nicht nur besser, sondern auch günstiger wird, ist wohl kaum zu erwarten.