Bis zu 118 kWh netto: Die Elektroautos mit den größten Akkus
Die dicksten Batterien finden sich in den dicksten Autos, aber nicht alle haben auch eine entsprechend hohe Reichweite
Welches in Deutschland erhältliche Elektroauto hat eigentlich die größte Batterie? Da mussten wir ehrlich gesagt raten. Große Elektroautos haben oft auch sehr große Batterien, aber das ist noch keine Antwort. Deshalb haben wir die zehn Modelle mit den dicksten Akkus herausgesucht, wobei wir die Netto-Speicherkapazität zugrunde gelegt haben.
Die größte Batterie, die wir gefunden haben, hat 118 kWh netto, und sie wird im Mercedes-Topmodell eingebaut, dem EQS und seiner SUV-Version. Zwei weitere Modelle liegen aber ebenfalls über 110 kWh, nämlich die elektrische G-Klasse und der Lucid Air. Hier die ganze Liste; wo die Hersteller keine Nettowerte angegeben haben, nutzen wir die Schätzwerte von EV-Database. Wir haben auch die maximale Reichweite nach WLTP und den Basispreis dazugeschrieben:
| Batterie (netto) |
Max. WLTP-Reichweite | Basispreis | |
| 1. Mercedes EQS und EQS SUV (alle) | 118 kWh | 816 km | 106.265 Euro |
| 2. Mercedes G 580 EQ | 116 kWh | 469 km | 136.178 Euro |
| 3. Lucid Air Grand Touring | ca. 112 kWh | 960 km | 129.900 Euro |
| 4. BMW iX xDrive60/M70 | 109,6 kWh | 701 km | 99.900 Euro |
| 5. Lotus Eletre (alle) | ca. 109 kWh | 600 km | 99.990 Euro |
| 6. BYD Tang | 108,8 kWh | 530 km | 75.000 Euro |
| 7. Polestar 3 (alle) | ca. 107 kWh | 706 km | 74.590 Euro |
| 8. Volvo EX90 (AWD) | ca. 107 kWh | 632 km | 91.700 Euro |
| 9. Hyundai Ioniq 9 (alle) | ca. 106 kWh | 620 km | 68.500 Euro |
| 10. Rolls-Royce Spectre | 102 kWh | 504 km | ca. 390.000 Euro |
Die Modelle mit den größten Batterien sind allesamt nicht gerade Billigheimer – die günstigsten Modelle gibt es ab etwa 75.000 Euro. In unserer Top-Ten-Liste finden sich mit dem Lucid Air Grand Touring und dem Mercedes EQS 450+ die beiden reichweitenstärksten Stromer auf dem Markt – sie schaffen 960 bzw. 816 km.
Aber längst nicht jedes Elektroauto mit großer Batterie hat auch eine annehmbare Reichweite. Das zeigt die elektrische G-Klasse von Mercedes, die wegen des WLTP-Verbrauchs von sage und schreibe 28 kWh nicht mal 500 km am Stück schafft. Auch der knapp drei Tonnen schwere Rolls-Royce Spectre ist nicht auf Verbrauch optimiert und schafft es mit seiner 102-kWh-Batterie nur knapp über die 500-km-Marke. Übrigens: Der BMW i7 hat in allen Versionen einen 101,7 kWh großen Akku, was gerundet ebenfalls 102 kWh entspricht. Damit sind aber bis zu 610 km ohne Nachladen möglich.
Umgekehrt gibt es auch sehr reichweitenstarke Autos, die in unserer Liste nicht auftauchen, weil der Akku relativ klein ist. Bestes Beispiel ist der sehr sparsame Mercedes CLA EQ 250+, der mit 85 kWh 792 km am Stück schafft und damit auf Platz drei der reichweitenstärksten Elektroautos steht. Oder der Audi A6 e-tron, dessen Batterie 95 kWh speichert und fast so weit kommt wie der Mercedes.
Die größte Elektroauto-Batterie auf dem deutschen Markt bietet nach unserer Liste 118 kWh. Sieht man über den deutschen Markt hinaus, gibt es noch deutlich größere Akkus, vor allem im Land des "Big is beautiful". So bietet etwa der Cadillac Escalade IQ gleich 205 kWh netto.
Unter dem Strich
Zugegeben, die Speicherkapazität der Batterie ist nicht die wichtigste Größe eines Elektroautos. Reichweite, Verbrauch, Ladegeschwindigkeit und Preis sind sicher entscheidender bei der Auswahl. Aber interessant fanden wir die Daten doch.
Quelle: ev-database.org
Auch interessant
CATL zeigt sechs Batterieinnovationen mit neuen Rekordwerten
Toyota bZ4X Touring: Die bZ4X-Langversion im Test
Verge TS Pro 2.0: Festkörperbatterie lädt mit 100 kW
Wiener Motorensymposium 2026: 45 % globaler BEV-Anteil bis 2035
Halbfestkörperbatterie von MG startet noch 2026 im MG4 EV Urban
BMW iX4 (2026) erwischt: Neue Klasse, die Dritte
VW nimmt stationären 40.000-kWh-Speicher in Salzgitter in Betrieb